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Gesunder Hund

Wie oft sollte man impfen?

Impfungen und Impfschemata

Ob Impfungen generell sinnvoll sind oder nicht, das möchte ich heute gar nicht mit Dir diskutieren. Wenn Du Dich generell gegen Impfungen entschieden hast, dann wirst du Deine Gründe haben und ich kann sie sicher nachvollziehen. Juliette de Bairacli Levy, eins meiner Vorbilder, hat ihre Hunde nie impfen lassen und sich sehr viel Mühe gegeben, sie während ihrer Reisen durch den Zoll zu schmuggeln. Ich selbst bin nur im Kindesalter geimpft worden und habe nicht vor, das zu ändern.

“Why, when you know from personal experience that life-long immunity exists for many human vaccines, do you have great difficulty believing a canine vaccine can provide life-long immunity? Perhaps I and my colleagues that teach immunology to veterinary medical students have failed to explain the basics of vaccine induced „immunologic memory.“ Immunologic memory is as the term implies the immune system’s ability to remember the vaccine antigens that it has seen at an earlier time in life, allowing the immune system to respond in a manner that will protect you or your dog from specific infections and/or diseases.” Prof. Ronald Schulz, What Everyone Needs to Know About Canine Vaccines and Vaccination Programs[1]

Aber bei unseren Hunden, unseren Schutzbefohlenen, geht es uns nicht anders als Eltern. Wir werden konstant mit Schuld überhäuft. Egal, ob wir nun impfen oder nicht impfen, barfen oder nicht barfen, Homöopathie schätzen oder als Humbug verteufeln. Irgendwem machen wir es sicher nicht Recht und das nagt an unserer Selbstsicherheit. Daher möchte ich Dir hier zwei konforme Wege vorstellen. Für die, die Impfungen nicht ganz verweigern, aber den Impfwahnsinn der Pharmaindustrie auch nicht mitmachen möchten. Der eine der beiden Wege ist etwas näher an der Impfkritik, der andere Weg folgt der Ständigen Impfkomission Veterinärmedizin (Stiko Vet). Häufiger sollte wirklich niemand mehr sein Tier zum Impfen schleppen.

Quellen findest Du generell am Ende des Beitrags. Zwei möchte ich Dir jedoch genauer vorstellen. Die eine ist die Arbeitsgemeinschaft für Tiere (AGT). Hier werden Impfungen nicht abgelehnt, jedoch sehr kritisch betrachtet. Das empfohlene Impfschema folgt Prof. Ronald Schulz (Veterinärimmunologe an der Universität von Wisconsin/Madison und Mitglied der WSAVA-Impfkommission[2]) und sieht ausschließlich eine Grundimmunisierung vor. Ausnahme ist aufgrund der gesetzlichen Lage die Tollwutimpfung.

Die zweite Quelle ist die medizinische Kleintierklinik der Ludwigs-Maximiliam-Universität München (LMU). Hier wird mit Impfungen sehr restriktiv umgegangen, sie folgen im Prinzip der Stiko Vet, gehen aber etwas darüber hinaus. Zum Beispiel rechnen sie weniger Impfungen zu den Core-Impfungen. Sie empfehlen nach der Grundimmunisierung eine Nachimpfung alle drei Jahre. Wenn du also einen Tierarzt hast, der noch jährlich impft, würde ich diese Impfempfehlung ausdrucken und mit ihm diskutieren. Jährliche Impfung tut wirklich nicht Not und ist meist den Wirksamkeitsangaben der Impfhersteller geschuldet.

Australian Shepherd im Schnee

Was wird standardmäßig geimpft? Die sogenannten Core-Vakzinen

Tollwut

Eine Impfung gegen Tollwut ist nicht gesetzlich vorgeschrieben!

Jedoch steht in der Verordnung zum Schutz gegen die Tollwut, dass im Falle eines Tollwutausbruchs oder Verdacht auf Tollwutausbruch der Amtstierarzt seucheverdächtige Tiere ohne wenn und aber zu töten hat. Wenn eine Impfung gegen Tollwut vorliegt, hat er die Möglichkeit, die Tiere unter Quarantäne und Beobachtung zu stellen.[3]

Deutschland gilt seit 2008 als frei von Fuchstollwut. Die Fledermaustollwut konnte bei Hunden noch nicht nachgewiesen werden.

Wenn man also nicht ins Ausland reist, wo Tollwutimpfungen zu den Einreisebestimmungen gehören, könnte man sich überlegen, ob man sein Tier gegen Tollwut impft. Aufgrund der Möglichkeit, dass mein Tier schon bei Verdacht getötet werden muss, habe ich mich für eine Tollwutimpfung entschieden. Der verwendete Impfstoff bei meiner Tierärztin ist für drei Jahre zugelassen.

Generell sind Tollwutimpfstoffe zwischen einem und vier Jahren zugelassen. Hier muss der Tierarzt sich an die Angaben des Impfherstellers halten, sonst übernimmt er die Haftung.

Was bedeutet der Buchstabensalat?

Klassische Kombi-Impfung zusätzlich zur Tollwut:

SHPPi+L oder L4 (es gibt auch LT)

Staupe, Hepatitis, Parvovirose, Parainfluenza + Leptospirose 2fach oder Leptospirose 4fach (LT wäre Leptospirose + Tollwut als Kombipräparat)

SHP+LT oder L4+T

Staupe, Hepatitis, Parvosvirose + Leptospirose/Tollwut-Kombi oder Leptospirose 4fach

Herdenschutzhund im Schnee

Was sind das für Krankheiten?

Staupe

Staupe ist eine Viruserkrankung bei Haushunden, von der vor allem junge Hunde betroffen sind. Sie greift die Schleimhäute an und Krankheitszeichen sind, ja nach Schwere der Erkrankung, Nasen- und Augenausfluss bis hin zur Lungenentzündung, Durchfall und Erbrechen begleitet von Fieberschüben. Gefürchtet ist ein Übergang auf das zentrale Nervensystem. Die Staupe ist eng mit den Masern bei uns Menschen verwandt. Gegen Staupe gibt es in Deutschland nur zugelassene Kombi-Impfstoffe mit mindestens Parvovirose und/oder Hepatitis.[4]

Impfempfehlung der LMU Grundimmunisierung und dann alle drei Jahre,
AGT Grundimmunisierung reicht lebenslang.

Parvovirose

Parvovirose ist eine hochansteckende Viruserkrankung mit Fieber und Durchfällen und Erbrechen. Sehr junge Hunde können zusätzlich eine Herzmuskelentzündung entwickeln. Am häufigsten sind Welpen und alte Hunde betroffen.

Impfempfehlung der LMU Grundimmunisierung und dann alle drei Jahre,
AGT Grundimmunisierung reicht lebenslang.

Das waren die sogenannten Core-Impfungen. Also Impfungen, die als Pflichtimpfungen angesehen werden und die uns als „MUSS“ verkauft werden.

Die Kür – Non-Core Vakzine

Es gibt noch Non-Core Impfungen, also die Kür zur Pflicht. Ich entscheide mich gegen fast alle Non-Core Impfungen. Nur gegen die Hepatitis impfe ich im Rahmen der Grundimmunisierung und folge damit der Empfehlung von Prof. Ronald Schulz. Drei Non-Core Impfungen stelle ich hier mit vor, da sie gerne in Kombipräparaten vorkommen.

Hepatitis

Die Hepatitis ist eine virusbedingte Leberentzündung. Auch hier gibt es nur Kombi-Impfstoffe.

Impfempfehlung der LMU Grundimmunisierung und dann alle drei Jahre,
AGT Grundimmunisierung reicht lebenslang.

Leptospirose

Die Impfung gegen Leptospirose ist umstritten, weil Hunde zunehmend an Arten erkranken, die von der Impfung nicht abgedeckt werden. Da die Leptospirose durch Bakterien verursacht wird, ist es sowieso schwerer, eine gut funktionierende Impfung zu entwickeln. Es gibt die Impfung L mit zwei Erregerstämmen und die Impfung L4 mit vier Erregerstämmen. Insgesamt gibt es jedoch bis zu 120 Arten. Da für den Impfstoff ganze Erreger genommen werden müssen, hält die Impfung nicht lange (6 Monate bis ein Jahr) und ist besonders nebenwirkungsträchtig.

Impfempfehlung der LMU Grundimmunisierung und dann jedes Jahr,
AGT empfiehlt die Impfung gar nicht.

  • Hepatitis und Leptospirose werden (im Gegesatz zur LMU) von der Stiko Vet ebenfalls als Core-Impfungen angesehen.

Parainfluenza – Zwingerhusten

Es gibt viele verschiedene Erreger, geimpft wird gegen drei. Die Impfung schützt nicht vor Erkrankung, sondern mildert die Symptome und auch das ist noch nicht mal sicher.

Impfempfehlung der LMU: Bei jungen Hunden in den ersten 1 – 2 Lebensjahren; bei älteren Hunden nur noch bei hohem Infektionsdruck (Tierheime, Hundeschulen, Ausstellungen).
AGT empfiehlt die Impfung nicht.

Weiterhin gehören noch folgende Impfungen in die Non-core Gruppe:

Bordetella bronchiseptica, Herpes canis (CHV-1), Borreliose, Babesiose, Tetanus, Coronavirus, Dermatophytose, Micro-Sporie

Australian Shepherd red merle im Schnee

Wiederholungsimpfungen nach Grundimmunisierung im Überblick:

 LMU[5]AGT[6]
TollwutNach Herstellerangabe 1-4 JahreNach Hersteller, alle 3 Jahre
Staupe3 JahreNur Grundimmunisierung
Hepatitis3 JahreNur Grundimmunisierung
Parvovirose3 JahreNur Grundimmunisierung
ParainfluenzaJährlich bei BedarfNicht empfohlen
Leprospirose 2-fach6-12 MonateNicht empfohlen
Leptospirose 4-fach6-12 MonateNicht empfohlen

Was ist eine Grundimmunisierung?

Eine Grundimmunisierung besteht aus mindestens zwei Impfungen (bei Erstimpfung im Alter über drei Monaten) im Abstand von 3-4 Wochen und einer Folgeimpfung nach einem Jahr.[7] Aber Achtung, diese Grundimmunisierung findet ein Mal statt. Am Anfang des Lebens eines Hundes. Nicht im Verlauf immer wieder, weil man die Impfung mal ein paar Wochen überzogen hat. Hier sind sich LMU und AGT einig. Bei Welpen (unter 3 Monaten) sieht das Schema der Grundimmunisierung anders aus. Da Welpen noch Antikörper der Mutter haben, greifen Impfungen hier häufig nicht. Es werden also in kürzerer Abfolge häufiger Impfungen wiederholt, um sicher zu gehen, dass nun auch bei allen die Impfung greift. Das erstaunt mich so, dass ich das hier noch mal mit eigenen Worten wiedergeben möchte: Im Prinzip reicht eine Impfung für die Immunität. Da es aber immer wieder einen Anteil an Tieren gibt, die nach der Impfung nicht mit einer Immunantwort reagieren, wiederholen wir die Impfung sicherheitshalber und pauschal bei allen Tieren. Soll ja jeder etwas abbekommen. Bei Welpen unter drei Monaten kommt das Versagen der Impfung viel häufiger vor, da sie noch den Schutz der Mutter haben. Was machen wir also? Wir impfen einfach noch häufiger, irgendwann wird es schon passen.

Welchem Impfschema folge ich?

Die Impfpässe meiner älteren Tiere sind voll. Paula und Oskar habe ich selbst früher brav jährlich geimpft, Luna kam mit einem vollen Impfpass. Enki hat eine Grundimpfung in Tip-Tip vor der Einreise erhalten. Bei Enki habe ich mich nun nach einem Jahr entschieden, die Grundimmunisierung mit SHP zu komplettieren. Weiterhin werden Enki und Luna nur die Tollwutimpfung alle drei Jahre erhalten.

Oma Paula erhält keine Tollwutimpfung mehr. Paula muss ich damit nicht mehr quälen, sie geht sowieso nur jeden Tag ein paar Schritte in den Garten. Uneinig bin ich mir noch bei Kater Oskar. Aber glücklicherweise waren Katzen ja heute nicht das Thema.

Jetzt hast Du Dir vielleicht überlegt, gegen welche Krankheiten Du impfen lassen möchtest. Nehmen wir die letzte Impfung von Enki, da waren es T und SHP. In den meisten Praxen machst Du Dich damit schon mal äußerst beliebt. Aber das ist ja noch steigerungsfähig. Denn die nächste Frage ist, wie lange einem der Impfstoff gutgeschrieben wird. Das hat nichts damit zu tun, wie lange der Impfschutz gegeben ist, sondern für wie lange der Hersteller die Wirksamkeit garantiert. In meinem Fall waren das drei Jahre bei der Tollwutimpfung und ein Jahr bei der SHP. Die garantierte Wirksamkeit der Tollwutimpfung war mir wichtig, denn hier kann ich sonst mit Gesetzen, Verordnungen und Einreisebestimmungen in Konflikt geraten. Bei der SHP war es mir nicht wichtig, da es sowieso Enkis letzte Impfung ist. Wenn Du dich allerdings nach dem Impfschema der LMU richtest solltest Du hier ebenfalls auf drei Jahre achten oder Dich darauf gefasst machen, dass du bei der nächsten Impfung in drei Jahren eine Diskussion über eine erneute Grundimmunisierung führen darfst.

Dem Ganzen können wir aber noch einen draufsetzen. Nämlich indem Du Dir anschaust, von welchem Hersteller Du den Impfstoff möchtest. Spätestens jetzt erreichst Du den Status „Lieblingskunde“.

Mischling mit Plüschtier im Schnee

Welcher Impfstoff?

Impfstoffe enthalten nicht nur den Impfstoff, sondern auch mal mehr und mal weniger spannende Zusätze. Nicht selten stehen bei Impfschäden eher die Zusätze in Verdacht. Da gibt es unter anderem Thiomersal (eine Quecksilberverbindung), Aluminiumhydroxid und andere Aluminiumsalze, Öladjuvantien, Saponine, Formalin oder Fremdproteine.[8] Viele der Zusatzstoffe stehen in Verdacht Allergien oder Krebs auszulösen. Die Zusätze stammen entweder aus der Herstellung des Impfstoffes, dienen der Konservierung oder der Verstärkung der Impfwirkung.

Schauen wir uns mal Enkis Impfstoff SHP an. Der Handelsname ist Virbagen canis SHAP. Wenn du ihn dir in der Liste der zugelassenen Impfstoffe rausgesucht hast, klickst du links auf den PharmNet Link. Dort wählst Du dann oben die Fach- und Gebrauchsinformationen. In der Gebrauchsinformation findest du Wirkdauer von einem Jahr für das gesamte Präparat, zwei Jahre für Staupe und Parvovirose. Spannender wird es in der Fachinformation. Dort steht folgendes:

Fachinformation Virbagen canis SHAP

Jetzt schnell zu Punkt 6.1, was da wohl noch so drin ist:

Sonstige Bestandteile Virbagen canis SHAP

O.K., Enki hat keine bekannte Allergie gegen Rind (Gelatine) und aus dem Herstellungsprozess sind da Spuren von Antibiotika (Gentamicin) mit drin. Ich kann mit den Zusätzen trotzdem gut leben. Das ist der Impfstoff, der bei uns in der Praxis vorrätig ist. Und auch wenn ich es gerne gesehen hätte, dass der Hersteller gemäß der Stiko Vet seinen Impfstoff für drei Jahre frei gibt, sind zumindest die Zusatzstoffe in Ordnung.

Bei einem anderen Impfstoff, Versican Plus DHP, der für drei Jahre freigegeben ist, sieht die Liste der Zusatzstoffe schon bunter aus:

Sonstige bestandteile Versican Plus DHP

Nobivac SHP, mit ebenfalls einer Freigabe für drei Jahre, sähe mir da auch zu bunt aus:

Sonstige Bestandteile Nobivac SHP

Wenn Du nun „Deinen“ Impfstoff gewählt hast, wundere Dich nicht, wenn viele Tierärzte nicht bereit sind, ihn Dir zu bestellen. Traurig aber wahr. Und wenn Dein Tierarzt dir den Impfstoff bestellt, wird es vermutlich etwas teurer. Denn eine Einzeldosis kostet mehr, als der Bedarf für eine ganze Praxis.

Weiterführend kann ich Dir folgende Quellen empfehlen:

Blog: Haustiere impfen mit Verstand

Blog: Tierarzt Rückert – Hunde und Katzen richtig impfen

Vortrag: What Everyone Needs to Know About Canine Vaccines and Vaccination Programs
Ron Schultz, PhD; University of Wisconsin – Madison

Buch: Monika Peichl, Hunde impfen: Der kritische Ratgeber

Weitere Artikel zum Thema Impfung

Letzte Woche habe ich mich darüber ausgelassen, was eine Impfung kostet.

In der nächsten Woche geht es dann um die Fragen warum wir überhaupt impfen und was für Nebenwirkungen oder Impfschäden auftauchen können: Warum impfen wir überhaupt und was für Impfschäden kann es geben

Wenn du bis hierhin Fragen hast, immer her damit.

Ergänzung

Gerade kam von der Klabauterfrau noch der berechtigte Hinweis, dass viele Länder da ihre eigenen Vorschriften haben. EU-weit ist eigentlich nur die Tollwutimpfung Pflicht, aber Länder haben die Möglichkeit, von den EU-Bestimmungen abzuweichen.

Wenn du also vor hast, mit Deinem Hund zu verreisen, kannst du hier die nachschauen: Reiseländer – Verordnungen


[1] http://www.bichonhealth.org/HealthInfo/VaccinationPrograms.htm

[2] Vortrag von ihm zum Thema Impfung: http://www.bichonhealth.org/HealthInfo/VaccinationPrograms.htm

[3] https://www.gesetze-im-internet.de/tollwv_1991/BJNR011680991.html

[4] http://www.pei.de/DE/arzneimittel/impfstoff-impfstoffe-fuer-tiere/hunde/hunde-alle-table.html

[5] http://www.med.vetmed.uni-muenchen.de/downloads/impfempfehlung.pdf

[6] http://www.agtiere.de/haustier-impfungen/impfung-hunde/

[7] http://www.med.vetmed.uni-muenchen.de/downloads/impfempfehlung.pdf

[8] http://www.bichonhealth.org/HealthInfo/VaccinationPrograms.htm

Stichworte : ImmunsystemImpfung
Stephanie Rose

Die Autorin Stephanie Rose

Bloggerin mit einem Faible für Fotographie.

10 Kommentare

  1. Danke für die ausführliche Beschreibung. Ich bin der Meinung, nach 5x grundimpfung ist der Hund eh durch mit dem Thema….leider sehen die Ärzte das ja immer anders,und die Grenzen der Länder auch…..

    1. Jupp, wenn die Impfung sitzt, ist er ja quasi schon mit einem Mal durch.
      Wir sind schon lange nicht mehr verreist (Haus, mehrere Tiere), daher habe ich Einreisebestimmungen verschiedener Länder nicht so im Blick. Ich weiß nur, dass innerhalb der EU die Tollwutimpfung Pflicht ist.
      Aber danke für den Hinweis, ich werde noch mal kurz einen Link zu einer Seite mit den Einreisebestimmungen der unterschiedlichsten Länder setzen….

  2. Arme Tierchen! Kommt einfach zu uns in den Dschungel, da habt Ihr’s besser! 😉
    Da seid Ihr so lieb zu diesen Menschen und was bekommt Ihr dafür? Nicht artgerechtes Futter, von dem bereits x- fach wissenschaftlich nachgewiesen wurde, dass Ihr davon dieselben Zivilisationserkrankungen bekommt wie Eure Frauchen und Herrchen und Impfungen!
    Und das nennen diese Clowns auch noch Tierliebe!
    Die sollten sich echt mal wirkliche Tierliebe in der freien Wildbahn ansehen!
    Liebe dschungulöse Grüße an Euch beide!

    1. Ja, vielleicht sollten wir wirklich in den Dschungel umziehen. 😃
      Aber stell Dir vor, wir kämen alle mit unseren Hunden un Katzen.
      Mann, da wäre es mit Deiner Ruhe aber schnell vorbei. 😂

  3. Der Beitrag kommt für uns absolut zur passenden Zeit – Danke dafür. Wir müssten nämlich diesen Monat eigentlich zum Impfen. Aber gerade bei meiner 12-jährigen Louni leuchtet mir diese Fünfachimpfung + Tollwut nicht mehr ein. Und auch bei Klimt mit seinen sechs Jahren sollte ja eigentlich alles sitzen. Jetzt kann ich meine Tierärztin evtl. noch besser darauf ansprechen. Bzw. ich fang eine Diskussion nicht mehr mit „Ich habe mal gehört…“ an sondern kann echte Infos vorweisen.

  4. Am meisten nervt es dass eine ganze Reihe Länder die ja schon lange auf dem Markt befindlichen und weit verbreiteten Mehr-Jahres-Impfungen nicht akzeptiert und die Einreisebestimmungen nach wie vor auf jährlichen Intervallen bestehen.
    Zum Glück gibt es aber verständnisvolle (Amts-) Tierärzte 🙂

    1. Puh, so was ist wirklich ärgerlich. Aufgrund unseres Kleintierzoos verreisen wir nicht. Daher bin ich bei Einreisebestimmungen völlig unbedarft. Hier hätte ich gedacht, dass die Zulassung des Impfstoffs für drei Jahre ausreichend sein müsste. Frustrierend, dass dem nicht so ist.

  5. Hallo Stephie, vielen Dank fuer den intersaten Artikel. Wir haben einen Rauhaardackel, Felix (21 Monate). Das Thema Impfung hat seit laengerem mein Interresse gweckt. Was ich leider nicht finden konnte ist wie die Werte aussehen sollten wenn man auf Antikoerper testet laesst bevor geimpft wird. Wir leben in Grossbritanien und hier muss man schon beim Vet genau nachhaken und argumentieren das nicht jedes Jahr geimpft werden muss. Mein Vet sagte uns beim letzten Besuch das DHPPi alle 3 Jahre und L4 jedes Jahr geimpft werden sollte. Wenn ich den Artikel aber richtig verstanden habe muss das gar nocht der Fall sein. Felix hat Epilesy und muss des wegen alle 3 Monate eine Bluttest machen um seine Leberwerte zu pruefen. Dies bedeutet das ich eine Antikoerpertest gleich machen lassen kann. Allerdings muesste ich wissen wie diese Werte fuer DHPPiL4 aussehen mindestens sollten. Ohne diese waere der Vet her in UK immer in der Lage mir zu erklaeren, dasss die Antikoerper nicht ausreichen.
    Kannst Du mir sagen wo ich diese Informationen finden kann?
    Vielen Dank
    Lars

    1. Hallo Lars,
      vielen Dank für Dein Interesse an meinem Artikel.
      Leider lässt sich Deine Frage nicht so einfach beantworten.
      Wenn Dein Tierarzt von DHPPi spricht, liegt hier ein Kombiimpfstoff für Staupe-Hepatitis-Parvo-Parainfluenza vor. Die Empfehlung der LMU ist hier tatsächlich drei Jahre, dein Tierarzt ist hier also sehr fortschrittlich. Kritischere Impfstimmen sagen, Staupe-Hepatitis-Parvo reicht als Grundimmunisierung. Der 4. Teil, die Parainfluenza, ist keine CORE Impfung, der Sinn umstritten. Hier musst Du für Dein Tier die Entscheidung treffen, auch wenn sie Deinem Tierarzt vielleicht nicht gefällt. Ich bin selbst mit meinen Hunden noch nicht an dem Punkt, dass die drei Jahre um sind und schiebe diese Entscheidung noch vor mir her – denn sie ist nicht leicht, wir haben ja die Verantortung.
      Später erwähnst Du DHPPiL4. Das ist ein weiterer Kombi-Imfstoff, bei dem auch noch Leptospirose zugemischt ist. Wenn gegen Leptospirose geimpft werden soll, dann bitte nicht mit disem Kombiimpfstoff. Denn der Impfschutz gegen Leptospirose hält nur 6-12 Monate, muss also spätestens nach einem Jahr neu geimpft werden.
      Nun zum Imptiter: Hier wird keine Kombi getestet, sondern jede Krankheit einzeln. Leptospirose (L4) macht da keinen Sinn, der Impfschutz hält ja sowieso nur Monate. Auch Parainfluenza macht keinen Sinn. Es gibt so viele verschiedene Erreger, das wären ganz schön viele Tests. Bleibt also die Bestimmung bei Staupe, Hepatitis und Parvovirose. Hier benutzt das Labor einen Test, bei dem auf dem Laborzettel die Richtwerte ausgegeben werden. Das kann von Test zu Test unterschiedlich sein. Du musst Dich also auf die Grenzwerte des testenden Labors verlassen. Im Zweifelsfall nimmst Du das Laborergebnis mit und rufst selbst beim Labor an, sie mögen Dir die Richtwerte erklären. Aber eigentlich sollte es auch in UK immer auf dem Bericht stehen. Also Wert Deines Hundes ist… Der zulässige Richtwert ist von … bis … Damit kannst Du ja selbst sehen, ob Dein Hund unter der Mindestmarke liegt.
      Diese Richtwerte werden mit jedem Testverfahren einzeln ermittelt und dann behördlich abgesegnet. Erst danach darf so ein Test vom Labor verwendet werden.
      In medizinischen Fachbüchern und Dissertationen könntest Du fündig werden, hier aber meist nur zu wirklich ausgezählten Antikörpern. Die meist in Labors verwendeten Schnelltest zählen jedoch nicht aus, sondern geben ein Verhältnis an.
      Auch wenn ich Deine Frage leider nicht beantworten konnte, hoffe ich, dass ich Dir etwas Klarheit bringen konnte.
      Herzliche Grüße
      Stephie

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