Gesundheit Hund

Was kostet eine Impfung?

Immer wieder rufen Menschen in der Tierarztpraxis an, in der ich aushelfe, und fragen, was denn eine Impfung kosten würde. Wenn ich sie am Telefon habe, weiß ich meist nicht, was ich antworten soll. Ich will diese Frage nicht verstehen. Denn eigentlich müsste ich mit Gegenfragen antworten. Was denn geimpft werden solle, in welchem Umfeld das Tier unterwegs sei, ob Auslandsreisen geplant seien, wie die generelle Einstellung zu Impfungen sei und so weiter und so fort. Aber diese Anrufer wollen nicht beraten werden und sie sind auch nicht auf der Suche nach einem neuen Haustierarzt. Sie wollen nur eine Preisauskunft, um sich dann für das günstigste Angebot zu entscheiden.

Was kostet bei Ihnen die Impfung?

Im Zeitalter von Online-Preisvergleichen und Schnäppchen-Angeboten scheint diese Frage legitim zu sein. Ist doch eine Impfung nur eine schnelle Dienstleistung, die mal nebenbei durchgeführt wird. In einer großen Gemeinschaftspraxis in der Nähe gibt es sogar sogenannte Impftage, wo die Tiere durchgeschleust werden und die Praxis X % Rabatt auf die Impfung gibt. Jeden Dienstag ist Waschtag an meiner Tankstelle, jeden Mittwoch Impftag für Hund und Katz in dieser Praxis.

 

Der Preis für tierärztliche Leistungen, wie auch Impfungen, ist in der Gebührenordnung für Tierärzte geregelt. Du findest sie hier: GOT – Gebührenordnung für Tierärzte
N
atürlich besteht die Leistung nicht aus der reinen Impfung, sondern es kommt die allgemeine Untersuchung hinzu, die Injektion, die Impfstoffe und was auch immer sonst noch von Deinem Tierarzt gemacht wird.

Was wünsche ich mir von einer Praxis?

Diese Gebührenordnung sieht bei einer Leistung den einfachen, zweifachen oder auch dreifachen Satz vor. Wann genau welcher Satz zum Tragen kommt, ist meines Wissens nach ebenfalls in der Gebührenordnung geregelt. Das müsstest Du jedoch selbst noch mal nachschauen. Aber der logische Menschenverstand sagt mir, dass ich bei einer Praxis, die mir den modernsten Komfort an Untersuchungsmöglichkeiten bietet, mit einem höheren Satz rechnen muss, als bei einer kleinen Landtierarztpraxis. Die Geräte, die Flut an Tierarzthelferinnen, möglicherweise noch eine freundliche Fee für den Empfang ,… all das will auch irgendwoher bezahlt sein. Brauche ich so eine große Praxis?

Diese Frage kannst Du Dir nur selbst beantworten. Es gibt es kein ja oder nein, richtig oder falsch. Ich war schon Kundin in einer schönen Praxis mit Cappuccino-Maschine im Wartezimmer (wobei man nie wirklich warten musste, da immer Termine vergeben wurden), mit einer Unmenge an bildgebenden Verfahren, mit einem Gerät für Magnetfeldtherapie und und und. Inzwischen bin ich Kundin einer Praxis die der Serie „Der Doktor und das liebe Vieh“ entsprungen scheint. Ein klassischer Landtierarzt.

Ich war in der ersten Praxis sehr glücklich, da ich mich mit dem Tierarzt gut verstanden habe. Es hat mich nicht interessiert, dass ich dort mehr für meine Impfung bezahlt habe als heute. Gegangen bin ich, weil sich der Tierarzt im Laufe der Dienstjahre sehr gewandelt hat und ich mich auf menschlicher Ebene nicht mehr mit ihm verstanden habe.

Die nächsten Impftermine wollte ich nutzen, um einen neuen „Haustierarzt“ zu finden. Ich hatte jedoch gleich Glück und habe meine jetzige Tierärztin im ersten Anlauf gefunden. Und wieder stimmt einfach die Chemie. Da ich ein etwas schwieriger Patientenbesitzer bin und viel hinterfrage, brauchte ich jemanden, der mich stützt und mit mir spricht, warum welche Therapie sinnvoll ist. Eine kleine Diskussion über Impfungen kann ein guter Einstieg und Prüfstein sein, ob es passt.
Bei meiner Tierärztin kann ich mir sicher sein, dass sie mich und meine Bedenken ernst nimmt.

Regelmäßige Untersuchung

Was aber ist eine Impfung noch, außer ein möglicher Schutz gegen schwere Erkrankungen und zumindest bei Tollwut eine gesetzliche Auflage? Wenn Du auch zu den Glücklichen gehörst, die überwiegend gesunde Tiere haben, ist die Impfung eine Chance, Deinen Tierarzt kennenzulernen. Und für Deinen Tierarzt ist es die Gelegenheit einen Eindruck von Deinem gesunden Hund zu bekommen. Über die Impfung nähert ihr euch an und prüft, ob die Chemie stimmt. Denn wenn Dein Hund einmal krank wird, brauchst Du genau das. Einen Tierarzt, dem Du vertraust, der für Dich da ist.

Thema Impfdiskussion

Ich bin Heilpraktikerin und habe meine eigenen Ansichten, welche Impfungen Sinn machen und welche nicht. Ich denke, es gibt kein generelles Rezept für jedes Tier. Die Entscheidung sollte immer situativ und vom Tier abhängig getroffen werden. Bei mir leben vier Tiere und bei allen vier Tieren verfolge ich ein anderes Impfkonzept aus unterschiedlichen Gründen. Klar, die Tollwutimpfung ist vorgeschrieben. Aber Oma Paula, die mein Grundstück nicht mehr verlässt, werde ich kurz vor ihrem Tode sicher nicht mehr durch eine Tollwutimpfung quälen.

Luna und ich stehen immer noch auf der Warteliste für einen Platz in einem Rallye-Obedience-Verein. Mit so vielen Hunden um sie herum mache ich mir andere Gedanken, als bei meinem Kater, der in der Gegend rumstromert und eher Kontakt zu Wildtieren als zu anderen Katzen hat, da es bei uns nicht viele andere Katzen in der Umgebung gibt.

Es gibt viel zu bedenken, wenn man für sich und sein Tier die richtige Impfentscheidung treffen möchte. Und auch da kann der eigene Haustierarzt wieder helfen. Der kennt die Umgebung, weiß, wenn bestimmte Erkrankungen wieder vermehrt auftauchen und kennt Dich und Dein Tier. Wenn ich aber zum Impftag der oben genannten Großpraxis gehe, kann ich sicher sein, dass die Standardimpfungen schon aufgezogen und im Poschi meines Hundes sind, bevor ich das „Guten Tag“ rausbekommen habe. Aber hey, es ist mit Sicherheit billiger.

Wenn das Schicksal zuschlägt, ist es wichtig, einen verlässlichen Tierarzt als Partner an Deiner Seite zu haben. Denn wenn es Deinem Hund schlecht geht hast Du mit Sicherheit keine Kraft und Energie mehr, Dir dann erst einen guten Tierarzt zu suchen. Die gesparten Impfkosten bezahlst du mit Zeit und Verzweiflung doppelt und dreifach.

Zum Thema Impfungen gibt es noch zwei weitere Artikel

Im Ersten stelle ich Dir verschiedene Impfpläne vor und kläre mit Dir, was noch so alles in einer Impfdosis enthalten ist: Wie oft sollte man impfen?

Im zweiten Artikel gehe ich darauf ein, warum wir überhaupt impfen, damit Du für Dich entscheiden kannst, ob Du es möchtest. außerdem erzähle ich dir etwas über Impfschäden und stelle Dir Konzepte vor, wie man sie (hoffentlich) erkennt und dann damit umgeht: Warum impfen wir überhaupt und was für Impfschäden kann es geben

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20 Comments

  • Reply
    klabauterfrau
    9. Februar 2017 at 8:01

    Guten Morgen. Bis vor Kurzem dachte ich, wir hätte eine gute Tierärztin. Ist ja leider auch nicht mehr so einfach, DEN Tierarzt zu finden. Unsere war nett, hatte immer ein Ohr offen ( ich frag auch immer noch mal nach…) und man kannte sich aus dem Hundepark. Bis jetzt mussten wir zum Glück auch nur zum Impfen zum TA. Von daher passte es immer. Nun waren wir mit dem Wolf da und ich brachte das Thema Kastration auf den Tisch. Ja, wenn es bei Ihnen passt nächste Woche! Keine Aufklärung. Kein tadelnder Blick, weil ja verboten, nichts…. Ich meinte nur, das er noch kein Jahr alt ist und auch erst mit 3 Jahren erwachsen ist. Ja, dann kommen sie im Februar. ….ganz ehrlich? Das war dumm von ihr und sie hat nun 2 Hunde weniger!

    • Reply
      Stephie von The Pell-Mell Pack
      9. Februar 2017 at 8:17

      Oh, da verstehe ich Dich gut. Ein wenig Aufklärung und ein Für und Wieder darf da nicht zu viel verlangt sein. Da wäre ich dann auch wieder auf der Suche.

      • Reply
        klabauterfrau
        9. Februar 2017 at 8:21

        Ja, blöd. Entweder sie weiss Bescheid, das ich auch Bescheid weiss, oder das liebe Geld sang aus ihrer lieblichen Stimme….da die Narkose bei den TWHs auch risikoreich ist, such ich für dieses Vorhaben jemand Kompetentes. Aber wir haben ja noch Zeit:)

  • Reply
    dreipunktecharlie
    9. Februar 2017 at 8:34

    Ja, der richtige Tierarzt, der berät, offen ist und mit mir UND den Hunden klar kommt. Ich habe noch nie hinterfragt, welchen Satz unserer abrechnet, da ich jede Rechnung als wahnsinnig fair empfunden habe. Er behandelt meine Lieblinge und macht mich nicht arm, mehr will ich nicht wissen. 😉
    Ich bin gespannt auf Deinen Beitrag zum Impfen und freue mich darauf! 😀

    • Reply
      Stephie von The Pell-Mell Pack
      9. Februar 2017 at 8:50

      Geht mir ebenso. Nachdem ich meine Tierärztin gefunden hatte, bei der alles stimmte, interessiert es mich auch nicht mehr. 😉
      Und wenn ich sehe, wie Enki und Luna freudig auf sie zurennen, ist das schon die halbe Miete.

  • Reply
    moe8me
    9. Februar 2017 at 8:56

    Toller Beitrag! Ich bin bisher auch sehr zufrieden mit unserem Tierarzt, bzw. unseren beiden Tierärzten. Sowohl von dem Arzt als auch von der Ärztin sind wir überzeugt, sie beraten vorher, bevor sie irgendetwas tun und haben immer ein offenes Ohr.

    Wir wissen, dass sie immer den Höchstsatz abrechnen. Für viele ist das ein Grund, dort nicht mehr hinzugehen. Allerdings bin ich der Meinung, wenn sich ein Arzt so viel Zeit für seine Patienten nimmt, vernünftig berät und immer ruhig und entspannt ist, dann sollte das auch finanziell gewürdigt werden. Zudem ist unser Tierarzt ehrenamtlich im Tierheim tätig und hilft auch bei Streunerkatzen oder anderen Tiernotfällen, die keiner bezahlt.

    Ich bin gespannt auf deinen zweiten Artikel zum Thema Impfen!

    Liebe Grüße
    Nicole

    • Reply
      Stephie von The Pell-Mell Pack
      9. Februar 2017 at 10:02

      Liebe Nicole,
      Das ist toll, wenn Tierärzte sich so engagieren. Witzigerweise ist das bei meiner Tierärztin ebenso. Dafür steht dann auch immer eine Spendenkasse in der Praxis. Ich hatte im Herbst ja schon berichtet, dass sie regelmäßig Schlachtpferde rettet. Kastrationsaktionen finden häufig statt und nicht zuletzt habe ich über sie Enki bekommen. 🙂
      Herzliche Grüße
      Stephie

  • Reply
    Genki & Co
    9. Februar 2017 at 10:39

    Ich stimme dir in allem vollkommen zu, wollte aber gerne anmerken, dass alleine die Tatsache einen Impftag in der Praxis zu haben kein Indiz dafür sein muss, dass die Tiere dann durchgewunken werden oder es eine Art Massenabfertigung gibt. Unsere Tierarztpraxis bietet auch einen vergünstigten Impftag an und dort nimmt man sich immer sehr viel Zeit, auch für Beratung und meine ganzen Sonderwünsche. Da habe ich in anderen Praxen, bevor ich die richtige für uns gefunden habe, ganz andere Sachen erlebt.
    Der Preis ist dort übrigens, trotz Rabatt, auch nicht so wirklich günstig, aber das liegt vielleicht auch an meinen Einzelimpfungs-Sonderwünschen. 😉

    • Reply
      Stephie von The Pell-Mell Pack
      9. Februar 2017 at 10:51

      Oh ja, da wollte ich nicht alle über einen Kamm scheren. Bei uns handelt es sich um eine deutschlandweite Tierarztkette, die mit in einem Futtermarkt sitzt und wo die Tierärzte immer frisch von der Uni kommen und horrend schnell auch wieder weg sind. Das ist die einzige Praxis, die ich mit Impftagen kenne, daher fiel mir die sofort ein. Der Impftag als Marketing-Trick ist bei mir irgendwie zum synonym für diese Praxisfabrik geworden. Ansonsten kenne ich Impftage nur bei Kleintieren, wie zum Beispiel Kaninchen. Hatte irgendwas mit der Haltbarkeit des Impfstoffes zu tun, wenn ich mich recht erinnere.
      Aber ganz toll, dass Dein Tierarzt Dir den Wunsch nach Einzeldosen erfüllt. Das ist nicht selbstverständlich und die sind auch nicht so leicht erhältlich. Das sagt in meinen Augen schon viel über Deinen Tierarzt aus.
      Herzliche Grüße
      Stephie

      • Reply
        Genki & Co
        9. Februar 2017 at 19:06

        Tatsächlich rede ich von genau dieser Kette. 😉 Allerdings gibt es da zwei Typen: Einige „Filialen“ haben Tierärzte, die bei SmartVet nur angestellte sind. Andere Filialen sind eigenständige Tierärzte, die nur den Namen als Franchise nutzen. Sie bekommen dafür von SmartVet die ganze moderne Praxisausstattung gestellt und müssen dafür dann Teil des Gewinns abgeben.
        „SmartVet“ ist also auch nicht immer gleich „SmartVet“. Ich gehe bei uns aber auch immer nur zum selben Arzt aus der Gemeinschaftspraxis und würde er die Praxis wechseln, würde ich auch nicht weiter dort hin gehen.

        • Reply
          Stephie von The Pell-Mell Pack
          9. Februar 2017 at 19:15

          Genau, Smart Vet. Aber wie immer steht und fällt alles mit der Person. 😀 Ich habe da mal eine Bekannte hinbegleitet, als ihr Auto kaputt war. Da wurden die Impfungen der Reihe nach von Tierarzthelferinnen im Wartebereich direkt in die Hunde „geschossen“. Eine TA ging rum und schaute flüchtig die Hunde an, um der Pflicht genüge zu tun. Als ich sie fragte, ob das so überhaupt Spaß macht schaute sie auf und sagte aus tiefstem Herzen “ Ist nur noch bis zum Ende des Monats, dann bin ich weg.“ Das war meine erste und letzte Erfahrung mit denen. 😉
          Ich drücke Dir die Daumen, dass Deine Filiale nicht vom Mutterkonzern übernommen wird. Nicht witzig.

  • Reply
    Susanne
    9. Februar 2017 at 11:57

    Puh, Tierärzte sind eine echt schwierige Sache. Wir haben hier in der Gegend schon ein paar durch. Als der Dicke vor 5 Jahren plötzlich nicht an der Tür stand, als ich nach Hause kam und wir 4 Wochen bei unserer damaligen Tierärztin waren (große Praxis, lange Wartezeit, recht günstig, TÄ sympathisch) und alles, was sie meinte war: Fieber senken, wenn es nicht besser wird, wieder kommen verließen wir nach Besuch 4 frustriert die Praxis. Die TÄ war bekannt, hielt Vorträge bei uns in der Hundeschule etc.
    Ich bin dann zu unserer „alten“ TÄ, mit der ich menschlich nicht sehr gut klarkomme, ihre Helferin anraunzt wie nix gutes und obendrein teuer ist. Nach einem Blick auf den Dicken sah sie mich besorgt an, tastete ihn ab und befahl ein Röntgenbild. Das bestätigte den Verdacht durch tasten: Milztumor. 6 Tage später brachten wir den Dicken nach einer Milzruptur Samstag nachts um 3 zum einschläfern in ihre Praxis. Dort saß sie 1 Stunde mit uns zusammen auf dem Boden und kümmerte sich anschließend um alles.
    Seitdem bin ich ihr treu. Ich hasse es weiterhin, zu ihr zu gehen, weil wir menschlich nicht klarkommen. Wenn möglich schicke ich den Gatten und nicht nur einmal haben uns 10 Minuten dort mehr als 60 Euro gekostet. Aber ich weiß, dass ich sie nachts um 3 anrufen kann und nicht in die Tierklinik muss, wenn was ist. Sie weiß, dass ich gerne alternative Möglichkeiten haben will und im Falle des Falles meinen Kopf durchsetze. Außerdem verkauft sie kein Futter, hat mich nie verurteilt, weil ich barfe und impft immer nur das bei Auslandsreisen nötigste. Die Jungs mögen sie , und mehr kann man glaub ich auch nicht wirklich erwarten.

    Liebe Grüße
    Susanne

    • Reply
      Stephie von The Pell-Mell Pack
      9. Februar 2017 at 15:24

      Schade, dass du Dich mit Deiner Tierärztin menschlich nicht so gut verstehst. Ansonsten hört sie sich schon sehr nah an perfekt an. 🙂
      Und Milztumor ist wirklich ein böser Feind. Ich hatte eine Hündin, die ab ihrem zweiten Geburtstag auf einmal nicht mehr zunahm, egal was ich fütterte. Und Du kennst den Spruch bestimmt auch: Jede ungewollte Gewichtsabnahme ist so lange tumorverdächtig, bis das Gegenteil bewiesen ist. In meiner damaligen Cappuccino-Praxis nahm man mich nicht wirklich ernst, das sei normal in dem Alter, einfach etwas mehr füttern. Mit 8 Jahren kam dann die Diagnose fortgeschrittener Milztumor mit Hirn- und Knochenmetastasen.
      Danke auch.
      Herzliche Grüße
      Stephie

  • Reply
    traeumerleswelt
    9. Februar 2017 at 13:01

    Für mich persönlich steht das Vertrauen zum Tierarzt an 1. Stelle. Man muss sich ernst genommen fühlen und er muss eine liebevolle Art mit den Tieren haben ! Den habe ich im Moment gefunden, auch wenn wir z. B. über das Thema Kastration nicht einer Meinung waren. Er wollte sie VOR der 1. Läufigkeit kastrieren und ich bin da anderer Meinung. Im Moment ist Jana läufig und danach sehen wir weiter 🙂

    • Reply
      Stephie von The Pell-Mell Pack
      9. Februar 2017 at 15:27

      So lange er sich Deine Seite anhört und ernst nimmt, ist ja auch alles gut. Man muss nicht einer Meinung sein, so lange man sich auf Augenhöhe begegnet. Und Du lass Dir so viel Zeit wie möglich. Ich weiß nicht, ob ich noch mal kastrieren lassen würde. Das fällt bei mir in die Kategorie „vergossenes Wasser, Schublade schön geschlossen halten“.
      Herzliche Grüße an Dich und Jana,
      Stephie

      • Reply
        traeumerleswelt
        10. Februar 2017 at 10:01

        Habe eine Hündin mit 10 Jahren verloren. Sie war total verkrebst, ausgehend von einem Gebärmutterkrebs, der sich innerhalb kürzester Zeit rasend auf andere Organe übertrug. Ursache lt. damaligem Tierarzt: weil sie nicht kastriert war.
        Deswegen möchte ich Jana kastrieren lassen, aber erst, wenn sie mind. 1 Jahr alt ist und am liebsten gleichzeitig mit dem ED und HD Röntgen. Dann braucht sie nur 1 Narkose.

        • Reply
          Stephie von The Pell-Mell Pack
          10. Februar 2017 at 13:48

          Das ist schlimm, aber da würde ich an Deiner Stelle noch mal gründlich recherchieren. Wenn eine Gebärmutter an sich so krebsanfällig wäre, wären wir Säugetiere alle bereits ausgestorben. Ich kenne das Argument und habe selbst nur kastrierte Tiere Zuhause – und würde es in Zukunft sicher anders machen. Der Paradigmenwechsel hinsichtlich Kastration ist unglaublich. Fang doch mal hier an zu lesen und arbeite Dich weiter vor. Egal, wie Du Dich entscheidest, du solltest die Entscheidung auf Basis so vieler Informationen wie möglich fällen und nicht, weil ein unbedachter Tierarzt versucht hat, Dir die Schuld für den Krebs Deines Hundes in die Schuhe zu schieben. Das war sehr unsensibel und dumm von ihm. So einfach ist das mit den Krebserkrankungen dann nicht.
          http://www.tierarzt-rueckert.de/blog/details.php?Kunde=1489&Modul=3&ID=18951

          Herzliche Grüße
          Stephie

          • traeumerleswelt
            11. Februar 2017 at 20:28

            herzlichen Dank für den Link ! 🙂

  • Reply
    Socke-nHalterin
    9. Februar 2017 at 18:51

    Ich finde es auch sehr wichtig, dass man sich in der Praxis wohlfühlt, dem Tierarzt vertraut und sich auch kritisch mit ihm auseinander setzen kann, denn die Verantwortung trage letztendlich ich.

    Und natürlich kann ein Impftermin eine Gelegenheit sein, um einen Tierarzt kennenzulernen. Wir sind ohne Grund zu den Tierärzten gegangen, bzw. mit einem nicht so wichtigen Grund. Er war ein Reinfall. Es passte aus so vielen Gründen nicht. Nun sind wir zufrieden. Nach dem Preis fragen wir nicht. Es wäre fatal für jede Dienstleistung den preiswertesten Arzt zu konsultieren. Niemand wird ein Gesamtbild von dem Tier bekommen, niemand wüsste von Erkrankungen, wüsste um Unverträglichkeiten und könnte sich ein Bild vom Tier machen, dass man im Laufe des Lebens bekommt. Ohne Not den Tierarzt zu wechseln wäre nichts für mich.

    Und ich bin in der glücklichen Lage, dass ich nicht immer nach dem günstigsten Preis suchen muss.

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

    • Reply
      Stephie von The Pell-Mell Pack
      9. Februar 2017 at 18:57

      Das hast Du toll geschrieben. Genau das ist es, es fehlt das Gesamtbild. Ich war schon in der Lage, dass jeder Cent zählte und trotzdem machte es im Jahresbudget nicht so einen Unterschied, ob die Impfung nun 50 oder 80 € kostete. Und inzwischen ist es ja noch nicht mal mehr jährlich.
      Da habe ich lieber ein paar mal mehr Nudeln mit Tomatensoße gegessen. 😉
      Herzliche Grüße
      Stephie

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