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Frauen und Hunde / Gesunder Hund

Tierheilpraktiker – ein Traumberuf

Wie wird man Tierheilpraktiker? Hundeblog The Pell-Mell Pack

Wie kommt man eigentlich dazu Tierheilpraktiker zu werden?

Ich habe euch vergangenes Jahr schon erzählt, dass ich ein paar Interviews in der Kategorie „Frauen und Hunde“ plane. Mich interessieren die Geschichten, die Menschen und Tiere verbinden. Tiere bereichern unser Leben so sehr und nicht selten sind sie Impulsgeber und Begleiter bei Veränderungen, die wir in unser Leben bringen.

Den Auftakt für diese Reihe macht Carolin Hempel. Die Tierheilpraktikerin, die Enki im vergangenen Jahr geholfen hat, auf die Pfoten zu kommen und das Leben wieder in vollen Zügen genießen zu können.

Woher kenne ich unsere Tierheilpraktikerin?

Carolin habe ich vor ein paar Jahren bei einem Essen kennengelernt. Ich war beeindruckt von dieser starken Frau und ihre Ruhe und Gelassenheit sprachen mich sofort an. Es hat dennoch eine Weile gedauert, bis eines meiner Tiere von ihr behandelt wurde. Sie wohnt nämlich über 500 Kilometer entfernt und ich konnte mir nicht vorstellen, dass das über die Entfernung funktionieren kann.

Im Herbst 2019 dann bat sie mir ihre Hilfe an, als Enki das erste Mal Probleme mit den Analdrüsen hatte und ich bei Instagram darüber berichtete. Mit großem Erfolg, er hat bis heute keine weiteren Probleme gehabt. Und als Anfang 2020 klar war, dass bei Enki alle Weichen auf abwärts gestellt sind, war sie nach meiner Tierärztin die nächste Person, die mir in den Sinn kam. Und es sollte so sein.

Mich interessiert nun sehr, wie Carolin überhaupt dazu kam Tierheilpraktikerin zu werden, was sie sonst noch macht und wie sie sich die Zukunft wünscht. Erfahren habe ich quasi nebenbei, dass ich sie mir auch als Unterstützung für mich an meine Seite holen kann. Nicht nur für meine Vierbeiner. 😉

Naturheilkunde bei Hunden und Pferden

Interview mit Carolin Hempel

Stelle Dich doch bitte kurz vor und erzähle, was Du machst.

Mein Name ist Carolin Hempel und ich arbeite als Tierheilpraktikerin, Reikitherapeutin, pferdegestützte Coachin, Aromatherapeutin und Gefäßtherapeutin.

Wie kamst Du zur Tierheilpraktik?

Ich bin mit Tieren groß geworden und so lag es irgendwie nahe, dass ich was mit Tieren machen möchte. Ursprünglich wollte ich Tiermedizin studieren, habe dann aber erst eine Ausbildung in einem ganz anderen Bereich gemacht, in dem ich lange Jahre gearbeitet habe. Tiere haben mich aber weiterhin ständig begleitet und ich fand ganz schnell das Interesse für alternative Heilmethoden. Zu der Zeit gab es noch nicht wirklich etwas, wo man sich hätte zur Tierheilpraktikerin ausbilden lassen konnte und so kam es, dass ich zuerst die Ausbildung zur Heilpraktikerin machte. Als ich kurz vor Beendigung war, eröffnete die erste Privatschule zur Ausbildung für Tierheilpraktiker in der Nähe von Köln und so meldete ich mich direkt dort an – es gibt ja keine Zufälle….

Welche Entscheidung in Deiner beruflichen Laufbahn war die beste?

Die beste Entscheidung war definitiv, dass ich irgendwann den Entschluss traf, mich nur noch auf die Tierheilpraxis zu konzentrieren – ich habe über Jahrzehnte auch noch eine Festanstellung gehabt. Der Weg war mit Sicherheit nicht immer leicht, aber es war die absolut beste Entscheidung!

Welchen Beruf statt Tierheilpraktiker haben sich Deine Eltern für Dich gewünscht?

Bei der Frage muss ich ein bisschen schmunzeln: Ich glaube meine Eltern hätten es gerne gesehen, wenn ich einen „reichen“ Mann geheiratet hätte, versorgt gewesen wäre, Kinder bekommen hätte und mich um Erziehung und Haushalt gekümmert hätte. 😉

Meine Eltern sind 1935 geboren also eine ganz andere Generation und der Wunsch war mit Sicherheit aus Liebe heraus entstanden.

Mein Weg war allerdings in allen Bereichen ein komplett anderer, bis auf die Kinder. Ich habe zwei Söhne, auf die ich unfassbar stolz bin und die extrem wichtig in meinem Leben sind.

Gibt es entscheidende Wendepunkte in Deinem Leben, die Du einem Deiner Tiere verdankst?

Oh, es gibt viele entscheidende Wendepunkte in meinem Leben und die meisten davon habe ich meinen Tieren zu verdanken! Grundsätzlich ist es so, dass wenn man sich darauf einlässt, die Tiere einem den Weg ja zeigen – man muss es nur erkennen, das gelingt manchmal früh und manchmal eben erst später.

Welche Wendepunkte waren das?

Einen entscheidenden Wendepunkt habe ich z. B. einem meiner Hunde zu verdanken – mein absoluter Seelenhund – er hat mir durch sein Verhalten klar gezeigt, dass ich in einer unakzeptablen Beziehung stecke, die nicht von Liebe und Verständnis geprägt war. Das habe ich dann auch irgendwann begriffen und diese beendet. Mein Herzenshund hat daraufhin komplett sein Verhalten geändert.

Was haben Deine Tiere Dich gelehrt?

Hierzu fällt mir sofort ein Zitat aus ‚Der kleine Prinz‘ von Antoine de Saint-Exupéry ein:

„Man sieht nur mit dem Herzen gut – das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar“

Gibt es etwas, was jede von uns für ihren Hund tun kann und wovon Du Dir wünschst, dass mehr Menschen das ihren Tieren zu Gute kommen lassen?

Ganz bestimmt! Lasst euren Tieren mehr Gelassenheit und Freiraum für ihr Ichsein!

Ich erlebe es immer wieder in meinen Coachings (aber auch auf Spaziergängen), das die Besitzer von Tieren – egal, ob Hund oder Pferd oder ein anderes Tier – dazu neigen, ihre Tiere zu manipulieren. Sprich, sie sollen so sein und reagieren, wie der Mensch es will. Dabei wird so oft vergessen, dass auch jedes Tier seine eigentliche Persönlichkeit (und oft auch seine eigene Vorgeschichte) hat und nicht nur wir Menschen. Ein Tier muss genauso wenig „perfekt“ sein wie ein Mensch und alles wächst aus Vertrauen. Ich will ein Beispiel aus meinen Coachings dafür geben. Es passiert hier sehr häufig, dass ich mit dem Kunden/der Kundin im Gespräch bin und diese auf einmal bemerken: „Was macht denn das Pferd/der Hund da? Es konzentriert sich ja gar nicht auf mich.“ – Und sie sind wirklich entrüstet –

Dann stelle ich immer die Frage: „Was machen Sie denn gerade? Konzentrieren sie sich auf das Tier oder auf unser Gespräch?“

Ich denke, es wird deutlich auf was ich hinaus will – erwarte nicht von deinem Tier, was du selber nicht darstellst.

Gibt es ein Tierschutzprojekt, das dir besonders am Herzen liegt?

Es gibt einige: Streunerhilfe International e.V. z.B. oder Equiwent Hilfe: Mensch & Tier e.V. um nur zwei zu nennen.

Erfahrungen als Tierheilpraktiker

„Lasst euren Tieren mehr Gelassenheit und Freiraum für ihr Ichsein!“

Der Ausspruch von Carolin trifft mich so ins Herz. Lange habe ich das nicht gemacht, war auf dem Weg zu einer wie auch immer gearteten Perfektion und merkte nicht, dass alles nur schlimmer wurde.

Erst seit gut anderthalb Jahren habe ich mich auf den Weg begeben, meine Hunde als eigenständige Persönlichkeiten anzuerkennen und nichts mehr von Ihnen zu erwarten, sie nicht mehr zu manipulieren. Und es tut uns allen so gut!

Egal ob auf dem Hundeplatz, in der Hundeschule oder in den sozialen Medien. Überall wird uns suggeriert, dass wir mit unseren Tieren nach Perfektion streben müssen. Was noch nicht perfekt ist, wird dann schnell als „Baustelle“ kategorisiert. Ein Wort, dass mich schon lange ärgert. Denn es enthält so viel Abwertung gegenüber dem fühlenden, intelligenten und lebenslustigen Wesen neben uns.

Daher finde ich es wichtig, dass Menschen wie Carolin immer wieder Impulse geben und uns helfen, uns zu reflektieren.

Wenn Du Lust hast auch mit Carolin zusammenzuarbeiten – sei es nun für Dein Tier oder Dich und sei es auf Entfernung oder vor Ort – hier findest du sie überall.

Webseiten

www.alternativetiermedizinoberberg.de

www.carolinhempel.de

www.carolin-hempel.bemergroup.com

www.mydoterra.com/alternativetiermedizinoberberg

Profile

https://www.instagram.com/carolinhempel/

https://www.facebook.com/alternativetiermedizinoberberg

Bis bald!

Hundeblog The Pell-Mell Pack

About Author

Bloggerin mit einem Faible für Fotographie.