The Pell-Mell Pack
Hundeleben Kooperation

Coach auf Pfoten (Anzeige)

Hunde verändern unser Leben. Sie bereichern es, fordern uns und schicken uns manchmal auch an den Rand der Verzweiflung. Die AGILA Haustierversicherung feiert ihr 25-jähriges Firmenjubiläum und wünschte sich zum Geburtstag einen kleinen Einblick, was das Leben mit Hund so besonders macht. So entstand die Blogparade „Wie hat Euer Vierbeiner Euer Leben verändert?“

Die Frage erschien mir auf den ersten Blick schwierig, denn ich lebe schon sehr lange mit Hunden zusammen und kann mich an ein Leben ohne hündische Begleitung kaum erinnern. Mit jedem Hund war das Zusammenleben anders, es hat sich immer etwas in meinem Leben verändert. Allen Hunden gemeinsam ist, dass sie mir in der jeweiligen Lebensphase den Spiegel vorgehalten haben, mir bei der Reflexion halfen. Eine Besonderheit unter meinen Hunden ist jedoch Enki, da sich mit ihm weit mehr änderte, als mit allen Hunden zuvor.

Crashkurs Meditation

Enki kam Anfang 2016 zu uns. Schnell zeigte sich, dass er Probleme hatte ruhig und entspannt zu sein. Er muss alles im Blick behalten und kontrollieren, kann nicht einfach loslassen. Für jemanden wie mich, die Geduld kaum schreiben kann, ist das nicht gerade leicht. Und ebenso wie er, habe ich einen leichten Kontrollwahn in quasi jedem Bereich meines Lebens. Gemeinsam waren wir nicht wie Topf und Deckel, sondern wie Streichholz und Dynamit.

Für Enki lernte ich mich zurückzunehmen. Tief durchzuatmen und Stress durch Job oder To-dos nicht auf ihn zu übertragen. Er half mir, auch mal eine Neun gerade sein zu lassen und den Tag zu genießen, wie er kommt. Ohne Pläne, ohne immer wissen zu müssen, was gleich passiert. Je ruhiger ich wurde, desto mehr entspannte sich auch Enki.

Leben mit Hund

Wer führt denn hier?

Draußen beim Spaziergang übernahm Enki die Führung, und dies so gut wie nie in meinem Sinne. Er akzeptiert Führung von mir nur, wenn ich im Hier und Jetzt bin. Fokussiert auf ihn und auf unsere Umgebung. Nachdenken über Alltagsprobleme oder den Job quittiert er sofort mit eigenen Entscheidungen. Da hat er einen großen Dickkopf, dem ich nur mit Konsequenz begegnen kann. Und wer jetzt schmunzelnd in seinem Dickkopf meinen wiedererkennt, hat nicht ganz unrecht. 😉

Alles Mal probieren, nichts durchziehen

Auch in der Erziehung musste ich ruhiger werden. Zu Beginn habe ich nach ein paar Wochen die Erziehungsmethode gewechselt, weil Enki und ich uns nicht zu verstehen schienen. Wieder und wieder. Ich war eines dieser Klischees, die nach ein paar Versuchen posaunen, dass eine Methode nicht funktioniere und zur nächsten reisen. Wie ich vorher bereits 3 Hunde gar nicht so unerfolgreich erziehen konnte, ist mir bis heute nicht klar.

Es dauerte fast ein Jahr, bis mir der Wahnsinn auffiel und ich bemerkte, dass Enki mehr als ein paar Versuche benötigt, um zu verstehen, was ich denn nun von ihm möchte. So lernte ich durch ihn, nicht von einer Methode zur nächsten zu springen, sondern bei einer zu bleiben. Sie langsam und kontinuierlich durchzuziehen und gegebenenfalls anzupassen.

Geduld, Ruhe und Konsequenz hat sich auf mein Leben übertragen. Kollegen wie Freunden ist aufgefallen, wie ruhig ich geworden bin. Und wie fokussiert, wenn ich ein Ziel erreichen will. „In der Ruhe liegt die Kraft“ und „niemals aufgeben“ sind Lektionen, die Enki mich lehrte.

Leben mit Hund

Erst denken, dann reden

… das ist übrigens ein Spruch meines Vaters, den ich in meiner Jugend immer wieder hörte. Zugehört habe ich ihm jedoch nie.

Enki ist ein Hund, der auf viel Ansprache mit Überdrehtheit reagiert. Ich gehörte eigentlich zu den Menschen, die andauernd mit ihrem Hund quatschen. Aber Enki bringt das aus der Ruhe. Er ist am entspanntesten, wenn ich still bin und mit Körpersprache mit ihm rede. Und so ist aus mir Quasseltante eine eher ruhige Spaziergängerin geworden. Es kommt sogar vor, dass ich während einer zweistündigen Wanderung mit meinen beiden Halunken kein einziges Wort gesprochen habe.

Auch hier merke ich, wie sich das immer häufiger in den Alltag überträgt. Ich rede seltener drauf los, überlege immer häufiger ob und was ich zu einem Thema sagen will. Und genau wie Enki hört mir auch mein Umfeld noch viel mehr zu, wenn ich nicht gleich los rede.

Abenteuerhund

Enki braucht Aufgaben. Im Prinzip kein Problem, jeder Hund möchte gerne eine Aufgabe. So bisher zumindest meine Beobachtung. Aber klassisches Training, das ich zur Auslastung mit meinen vorherigen Hunden gemacht habe, reizte ihn nicht.

Wir haben es mit Tricksen, Mantrailing und mit Rally Obedience probiert, aber nichts war das Richtige. Durch Zufall kamen wir dann zum Canicross – und da war sie, die Aufgabe, die Enki strahlen ließ. Und so hat Enki mein Leben noch mal auf den Kopf gestellt, er machte mich zur Läuferin, die bei Wind und Wetter mit ihm durch den Wald rennt.

Meine Fitness und meine Gesundheit danken es ihm. Je mehr Kondition ich aufbaue, desto besser geht es mir. Vergangen ist mein klassisches Tief nachmittags, das nach Kaffee und Keksen schrie. Ein kurzer Spaziergang und ich bin wieder fit und kann weiterarbeiten.

Und da es uns draußen so gut gefällt, machen wir immer häufiger Wanderungen durch bisher unbekannte Ecken unserer schönen Umgebung. Dank Enki bin ich mehr und mehr nur in der Natur unterwegs, plane Tagesausflüge und lange Wanderungen. Inzwischen träume ich von der ersten Wanderung mit Übernachtung unter klarem Sternenhimmel.

Leben mit HundWie hat ein Hund dein Leben verändert

 

Du bist, was Du isst

Enki ist der erste Hund, der von Anfang an gebarft wird. Ich hatte zwei Monate vor seinem Einzug meine damaligen Hunde auf BARF umgestellt. Da er am Anfang gesundheitlich sehr angeschlagen zu uns kam, habe ich bei ihm weit mehr auf eine sehr gesunde Ernährung geachtet.

Nach einiger Zeit ist mir aufgefallen, wie viel intensiver ich mich um die Ernährung meiner Hunde kümmere, als um meine eigene. Es begann eine Probierphase, in der wir nach 2,5 Jahren immer noch stecken. Es gab Phasen, in denen wir vegetarisch lebten, Phasen in denen ich vegan lebte – der Lieblingsmann ging da nicht mit. Und es gibt auch immer wieder Phasen, in denen wir durchaus Fleisch essen, aber immer mehr auf Bio und Regional achten.

Wir haben uns vor Kurzem erst unterhalten, wie es in der Ernährung für uns weitergehen soll. Wir stellen unsere Ernährung wieder auf komplett vegetarisch um und gönnen uns vielleicht ein paar Mal im Jahr eine Ausnahme, wenn einen von uns beiden wirklich die absolute Lust auf Fleisch überkommt.

Für die Hunde wünschen wir uns in naher Zukunft eine hundertprozentige Versorgung mit Bio-Fleisch.

Und nicht zuletzt der Blog

Nachdem Enki und ich einen holprigen Start hatten und dann kurzfristig auch noch Luna als zweiter Hund hinzukam, wollte ich Gedanken, Trainingsfortschritte und Pläne festhalten. Natürlich hätte ich mir einfach ein Notizbuch kaufen können, aber nein, spontan kam mir die Eingebung einen Blog zu beginnen.

Also hat indirekt auch hier Enki mein Leben komplett auf den Kopf gestellt. Denn mit meinem Blog hat er mir erst ein kleines Hobby, inzwischen eine große Leidenschaft beschert. Durch den Blog und den Kontakt zu anderen Bloggern kommen auch immer wieder neue Impulse für unser Leben, sodass es inzwischen ein kontinuierlicher Prozess der Reflexion und der Veränderung ist.

Leben mit Hund

Panta rhei – Alles fließt

Wenn ich so zurückblicke, hat sich mit Enkis Einzug mein komplettes Leben geändert. Seither steht nichts still, alles ist in konstantem Fluss und unterliegt Veränderungen. Und so soll es eigentlich sein, das ist der Lauf der Natur.

Ich bin ihm dankbar für all die Veränderungen, die Impulse, die Denkanstöße und die kleinen und großen Abenteuer, die wir zusammen erleben.

Das Beste für Deinen Hund

Und weil unsere Hunde unser Leben so bereichern und immer an unserer Seite stehen, möchte AGILA Deinem Hund eine Freude machen! Ab heute verlosen wir drei großartige Überraschungsboxen auf unserem Instagram Account. Das Gewinnspiel dort läuft bis zum 24.05.2019 18:00 Uhr. Also schaue schnell vorbei und springe elegant in den Lostopf!

Blogparade

  • Anna von Felífiziert hat darüber geschrieben, wie Felí ihr Leben auf den Kopf gestellt hat. Der Text hat mich zum Lachen gebracht und ich gebe zu, ich bin inzwischen auch eine Fachfrau für Hundezubehör: Wie hat Felí mein Leben verändert?
  • Für die Katzenfans unter euch! Lieblingskatze erzählt, wie ihr Kater ihr Leben veränderte. Und sie verlost auch tolle Überraschungsboxen für Katzen: Wie Elvis unsere Wohnung eroberte
  • Sabrina von Die Tut Nichts erzählt eindrucksvoll, wie Queen und Püppi ihr Leben auf den Kopf gestellt und damit auch gerettet haben. Zumindest gerettet vor einem eintönigen Leben voller Langeweile: Wie Queen und Püppi mein Leben verändert haben

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Dieser Artikel entstand im Rahmen einer Kooperation mit der AGILA Haustierversicherung.

Vielen Dank an Hannah, für die Unterstützung und die tolle Idee zu dieser Blogparade!

Sharing is caring ❤ Wir freuen uns, wenn Du den Beitrag weiterverbreitest.

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2 Kommentare

  • Reply
    Anna
    18. Mai 2019 at 19:23

    Hallöchen, das ist wieder ein toller Blogbeitrag. Der Teil „Erst denken, dann reden“ hat mich zum Nachdenken angeregt. Ich war eigentlich nie der große Quasseler. Seit dem Baby Finja da ist, ertappe ich mich dabei, wie ich Felí bequatsche 😬 Das muss dringend wieder abgestellt werden. Wir haben uns jedenfalls gleich angeregt gefühlt und an der BLOGPARADE teilgenommen. Du findest ihn unter: https://felifiziertblog.wordpress.com/2019/05/18/blogparade-wie-hat-feli-mein-leben-veraendert/
    Viele Grüße Anna mit Felí

    • Reply
      Stephie
      24. Mai 2019 at 10:06

      Hey Anna,
      ich kenne das so gut, gerade wenn ich Stress habe quatsche ich viel zu viel mit den Halunken.
      Und auch wenn ich es schon sagte, ich liebe deinen Beitrag!
      Danke, dass du an der Blogpparade teilgenommen hast!
      Herzliche Grüße auch an Felí und die kleine Finja,
      Stephie

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