The Pell-Mell Pack
Urlaub mit Hund

Road Trip zu unbekannten Freunden

Wir haben einen wunderbaren Road Trip mit Hund über Landstraßen von Hamburg nach Köln gemacht. Wer unseren Blog häufiger liest hat vielleicht schon mitbekommen, dass unser liebster Lieblingsblog Dreipunktecharlie ist. Jedes Mal, wenn wir uns schrieben, endete es mit „Wir müssen uns unbedingt mal persönlich treffen“. Und nun war es endlich so weit. Enki und ich wollten Sandra, Lis und Charlie besuchen.

Road Trip durch die Republik

Mein Plan war, mich Freitagnachmittag auf den Weg von Hamburg nach Köln zu machen, damit wir das ganze Wochenende für uns haben. Nachdem mir jedoch aus mehreren Ecken gesagt wurde, dass ein Freitagnachmittag auf der Nord-Süd-Achse ein Garant für endlose Staus sei, habe ich mich recht spontan umentschieden und für Freitag einen Urlaubstag eingereicht.

 

Enki ist bereit – der Road Trip kann los gehen.

Freitagmorgen nach dem Frühstück habe ich das Navi mit der Option ‚Autobahnen vermeiden‘ programmiert. Und Enki und ich haben uns auf einen Road Trip über Landstraßen quer durch die Republik gemacht. Gemütlich ohne Staus hat uns der Weg über Landstraßen durch schöne Landschaften, romantische Orte und zauberhafte Ecken nach Köln gebracht. Immer wenn uns eine Ecke besonders gefiel, haben wir eine Pause eingelegt und sind spazieren gegangen.

Wir wanderten durch die Lüneburger Heide und Enki lernte seine ersten Heidschnucken kennen. Wir schlenderten eine majestätische Allee entlang und entdeckten an deren Ende ein wunderschönes Gutshaus. In einem Mischwald faszinierten uns weiße kleine Blumen, die den gesamten Waldboden bedeckten – so weit das Auge reichte. In einer bergigen Ecke erkundeten wir einen dunklen verzauberten Wald, der direkt aus Grimms Märchen stammen könnte und in den Bergen folgten wir einem kleinen Bachlauf, der sich klar in der Sonne spiegelte und mit Mini-Wasserfällen durch die Berglandschaft plätscherte. In einem romantischen Dorf aßen wir ein Eis – ich Erdbeer-Zitrone, Herr Hund Vanille und in einem anderen Ort holten wir einen Coffe to go für mich und einen Milchschaum to go für Enki. Auf Empfehlung der Verkäuferin fuhren wir damit zu einem Aussichtspunkt, von dem wir das gesamte Tal bis zum Horizont überblicken konnten und der rot werdenden Sonne zusahen.

Road Trip mit Hund - entspannt über Landstraßen von Hamburg nach Köln, um Bloggerfreunde zu besuchen. | thepellmellpack.de

Nur ein gut panierter Hund ist ein hübscher Hund

Im Auto zurück schlief Enki sofort ein, wenn ich den Motor startete und wachte erst wieder auf, wenn ich ihn aus machte. Ich glaube, Enki könnte problemlos mit mir im Auto leben. Frei nach dem Motto: My car is my castle.

Zu Gast bei unbekannten Freunden

Völlig entspannt und glücklich kamen wir abends an unserem Ziel an. Kaum ausgestiegen erwartete uns Sandra und für mich war sofort klar, ja, die magst du auch live und in Farbe. Kurze Zeit später ließen wir Enki und Charlie zusammen und die beiden fingen nach kurzem Beschnuppern sofort an zu toben und spielen, als wären sie verschollene Brüder, die nach der Geburt getrennt wurden.

Dies war mein erster Übernachtungsbesuch mit Enki, aber das fiel mir erst später auf. Sandra hieß uns so herzlich willkommen, dass die Zeit bis wir uns heimisch fühlten in Minuten messbar war und keine Gelegenheit zu Nervosität blieb. Einzig mit Sandras Wahl des Bodenbelags war Enki nicht ganz einverstanden. Nach kurzer Überwindung traute er sich auf das Laminat. Aber die Fliesen in Küche und Flur betrat er erst am Samstag zögerlich und es dauerte bis Sonntag bis er sich in dem Teil des Hauses frei und sicher bewegte. Daher musste ich Enki an beiden Abenden ins Gästezimmer tragen, was er mit indigniertem Grunzen quittierte. Kaum im Bett angekommen, schlief er sofort ein. Die ganze Toberei mit Charlie war wohl sehr anstrengend.

Am nächsten Morgen weckte ich ihn und unsere Suche nach Kaffee führte uns in die Küche. Kurze Zeit später kam Charlie und das freudige Toben ging wieder los. Rein, raus, durch den Hof in den Garten und zurück. Sandra und ich genossen unseren Kaffee und das Grinsen im Gesicht unserer Hunde spiegelte sich in unseren Gesichtern wieder. Einzig Lis war nicht ganz so begeistert und grummelte die beiden Chaoten an, wenn sie zu wild wurden oder mich, wenn ich mich bewegte. Um so gerührter war ich, als im Laufe des Samstags plötzlich ein kleiner Hundekörper neben mir auftauchte und Lis Streicheleinheiten von mir einforderte. Ihre Gedanken waren klar in ihrem Gesicht abzulesen: Wenn Du nicht abhaust, mach dich wenigstens nützlich.

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Oh ja, wenn er will kann Enki vorbildlich hören.

So verbrachten wir den ganzen Samstag. Klönend während die Hunde spielten. Bis auf zwei Spaziergänge auf Charlies Lieblingsstrecken stand uns nicht der Sinn nach Programm. Wir lernten lieber uns kennen.

Zwei Rabauken – ein Herz und eine Seele

Beim Spaziergang im Wald übernahm Charlie die Führung und zeigte Enki jede seiner Lieblingsecken. Gemeinsam Schulter an Schulter stromerten sie durch den Wald. Das Ganze gipfelte in einem Synchron-Beinheben an einem Busch. Nach anfänglichem Zögern folgte Enki Charlie sogar in einen der Tümpel. Die beiden sind in ihren Verhaltensweisen so unfassbar ähnlich, dass es zu keiner Zeit zu Aggression oder schlechter Stimmung kam. Auch wenn ihre Raufereien mal ruppiger wurden, war immer Respekt voreinander zu spüren und wenn es einem der beiden zu viel wurde, hörte der andere auf.

Abends gingen wir dann noch an einem Flusslauf spazieren, an dem Charlie alle paar Meter versuchte, Enki näher an das Wasser zu bekommen. Auch wenn die beiden eigentlich völlig kaputt sein müssten, hatten sie noch genug Energie für Rennspiele.

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Charlie hat Enki tatsächlich in den Tümpel gelockt.

Sandra hat natürlich auch einen Bericht über die Abenteuer der beiden geschrieben. Den findest Du hier: Ein Besuch, dem keine Überschrift gerecht wird

Wir ließen den Abend bei einem leckeren Essen – das ich bereits nachgekocht habe – und Wein ausklingen und tatsächlich schliefen Charlie und Enki mal in ihren Körbchen. Sie hatten wortwörtlich bis zum Umfallen getobt.

Am nächsten Morgen weckte mich Enki zu unchristlich früher Zeit, indem er auf dem Bett immer wieder in den Spielschritt sprang. Am liebsten hätte ich ihm den Hals umgedreht. Ich versuchte leise mit Enki nach unten zu kommen, aber natürlich entging das Charlie nicht. Mit einem freudigen „Hurra, Enki ist wach“ stürzte er ebenfalls runter und die beiden spielten wieder einträchtig im Hof, während Sandra und ich noch vor uns hin grummelten, weil wir so früh geweckt wurden.

Lis knabbert ganz entspannt an ihrem Stöckchen, während die Jungs toben.

Nach dem Frühstück fuhren wir dann recht bald gen Heimat. Ich wollte die Abreise nicht mehr aufschieben, auch nicht für einen Spaziergang. Es fühlte sich ein wenig an, als würde ich ein Pflaster abreißen. Lieber schnell, dann tut es nicht so weh. Wir haben uns so wohl gefühlt, dass ich sonst wahrscheinlich geblieben und in Sandras Gästezimmer eingezogen wäre.

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Die Heimreise traten wir mit einigen Erfahrungen im Gepäck an. Auch wenn Enki und ich gerade an den Erziehungsdefiziten arbeiten, hat dieses Wochenende bewiesen, er ist ein unglaublich toller Hund, der überall mit hin kann. Außerdem hat mir Sandra wieder gezeigt, wie schön Frühstück sein kann, wenn man es nicht allein isst. Dem Lieblingsmann steht meist nicht der Sinn nach Frühstück, aber an den Wochenenden werde ich versuchen ihn zu überreden. Ein Rezept für ein schnelles Pastagericht habe ich auch im Gepäck und Sandra hat mich inspiriert, in der Kommunikation mit meinen Hunden leiser zu werden. Nur weil ein „Aus“ streng gesagt wird, muss ich nicht automatisch lauter werden. Vor allem aber nehme ich das Wissen mit, dass da unten, gut 500 Kilometer entfernt, jetzt Freunde wohnen.

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14 Kommentare

  • Reply
    dreipunktecharlie
    11. April 2017 at 8:26

    Oh, wie wunderschön Du unser Wochenende beschrieben hast! 🙂 Ich bin sehr gerührt.
    Die Zeit mit Euch war toll und ich freue mich jetzt schon auf eine Wiederholung! Bei uns ist immer ein Platz für Euch frei und vielleicht fahre ich ja mal Euren Roadtrip von Süden nach Norden nach…

    • Reply
      Stephie von The Pell-Mell Pack
      11. April 2017 at 8:32

      Das wird sicher wiederholt! Ich freue mich schon jetzt. Und wenn ihr den Trip nachreist, lass Charlie einen Milchschaum für Enki schlürfen. Ich glaube, von dem träumt er immer noch. Zumindest schmatzt er jetzt häufiger im Schlaf. 😀

      • Reply
        dreipunktecharlie
        11. April 2017 at 8:34

        Ich habe mit schlechtem Gewissen festgestellt, dass Charlie noch nie Milchschaum von mir bekommen hat. Das muss ich nachholen! 🙂

        • Reply
          Stephie von The Pell-Mell Pack
          11. April 2017 at 8:35

          War auch Enkis erster. Aber ich konnte da irgendwie nicht nur mit einem Kaffee für mich rausgehen. 😂

  • Reply
    traeumerleswelt
    11. April 2017 at 9:58

    Toller Bericht ! Ich fahre jedes Jahr für ein verlängertes Wochenende zu einer Freundin nach Jena, d h. 1 Tag Anreise, 2 volle Tage dort, 1 Tag Heimreise. Bis letztes Jahr immer mit dem Zug, aber jetzt mit Jana am Himmelfahrt Wochenende zum ersten Mal mit dem Auto. Das gibt eine Tour von der südwestlichsten Ecke Deutschland bis nach Thüringen. Mal sehen wie wir diese Strecke schaffen :-). Aber ich freue mich schon sehr darauf und der Abschied fällt jedes Mal wieder schwer.

    • Reply
      Stephie von The Pell-Mell Pack
      11. April 2017 at 10:22

      Ich hoffe, ihr habt viel Spaß auf eurer Tour. Und denk dran, der Weg ist das Ziel. 😀

      • Reply
        traeumerleswelt
        11. April 2017 at 21:12

        Werde sicher daran denken, aber bei dieser langen Strecke werde ich wohl ein Stück Autobahn in Kauf nehmen müssen 🙂

  • Reply
    Isabella mit Damon und Cara
    11. April 2017 at 12:00

    Ich freue mich, dass ihr so ein schönes Wochenende hattet und euch alle wohl gefühlt habt. Auch wir haben ja schon einige Blogger besucht, getroffen oder auch bei uns zu Gast gehabt – und ich muss sagen, meistens ist es wirklich so – die Sympathie ist beim Schreiben, telefonieren und auch „echten“ Treffen immer spürbar.
    Schön, dass ihr jetzt neue Freunde habt und Lust auf Frühstück 🙂

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Damon und Cara

    • Reply
      Stephie von The Pell-Mell Pack
      11. April 2017 at 16:08

      Liebe Isabella,

      vielleicht liegt es ja daran, dass wir Hundemenschen ein ganz besonderes Volk sind. 🙂 In unserer Verrücktheit erkennen wir den anderen sofort wieder und die Sympathie ist da.
      Herzliche Grüße
      Stephie

  • Reply
    Donna & die blinden Simulanten
    11. April 2017 at 14:48

    Was für eibe schöne Geschichte von euren tollen Tagen. l.g.Donna

    • Reply
      Stephie von The Pell-Mell Pack
      11. April 2017 at 16:08

      Dankeschön! Das war wirklich ein tolles Erlebnis. 🙂

  • Reply
    roerainrunner
    11. April 2017 at 22:30

    Ah, wie süß 🙂

  • Reply
    warnowtatzen
    14. April 2017 at 12:04

    Das klingt wirklich schön! Und ich kann Sandra total verstehen, dass sie dich ins Herz geschlossen hat! 😉

    • Reply
      Stephie von The Pell-Mell Pack
      15. April 2017 at 8:23

      Dankschön. 😙 Ich denke, ihr beide würdet euch auch super verstehen.

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