Aus unserem Alltag

Liebste Hundebücher, Enkis Song und Telepathie

August 18, 2017

Schon vor einer Weile hat uns Inga von travel-dogs für unseren fünften Liebster Award nominiert. Und nun endlich komme ich dazu, mich ihren spannenden Fragen zu stellen.

Ingas Artikel und ihre Fragen im Original kannst du noch mal hier nachlesen: Liebster Award

Hier kommen unsere Antworten:

Man sagt ja gerne, wie der Herr so sein Geschirr. Siehst du Parallelen zu dir und deinem Hund?

Ich natürlich nicht. Nein, niemals. Aber andere sagen uns schon Ähnlichkeiten nach. Enki ist recht ungeduldig, wenn etwas nicht sofort klappt. Angeblich soll das bei mir auch so sein. Und etwas Tolpatschigkeit wird uns beiden nachgesagt.
Luna kann zickig werden, wenn sie nicht ihren Willen bekommt. Ich bestreite jede Ähnlichkeit zu ihr in diesem Punkt.

Aber du hast ja mich gefragt und wenn ich jetzt so darüber nachdenke: Ja, wir drei sind alle gleichermaßen intelligent, nahezu hochbegabt. Wir sind unglaublich geschickt und sehen alle drei verdammt gut aus.

 

Welches Hundebuch hat dich nachhaltig beeinflusst?

Muss ich mich wirklich auf eins beschränken? Vielleicht eins aus verschiedenen Kategorien? 😉

Zur Ernährung hat mich das Buch „Complete Herbal Handbook für Dogs and Cats“ von Juliette de Baïracli Levy am meisten beeinflusst. Ihr Konzept des Natural Rearing hat für mich die Rohfütterung greif- und umsetzbar gemacht.

In Puncto Erziehung lande ich immer wieder bei Patricia McConnell. „Das andere Ende der Leine war eines der ersten Bücher, das mir einen neuen Blick eröffnet hat und nicht nur „Kochrezepte“ lieferte, sondern mir Erziehungskonzepte verständlich gemacht hat. Seither habe ich nahezu alle Bücher von ihr verschlungen.

Allgemein lese ich auch immer wieder das Buch „Beyond Obedience von April Frost gerne, weil es meine Art der Kommunikation mit meinen Hunden nachhaltig verändert hat. Das ganze Buch hat einen hohen biografischen Anteil, der mich ebenfalls immer wieder aufs Neue in den Bann zieht.

Zuletzt beeindruckt hat mich das Buch „Dogwalk“ von Ursula Löckenhoff. Dazu wird es demnächst noch eine Rezension geben. Gerade wenn man mehr als einen Hund hat, sollte dieses Buch in meinen Augen Pflichtlektüre sein.

Dein Hundeblog ist unverzichtbar für diese Welt und für dich, weil…..?

Für diese Welt ist mein Blog absolut verzichtbar. Ich freue mich, wenn Leser Spaß haben oder bei mir etwas mitnehmen. Aber ich denke nicht, dass mein Blog von übergeordneter globaler Wichtigkeit ist.

Für mich jedoch ist dieser Blog absolut unverzichtbar. Ich liebe die Aufgaben und Herausforderungen, die mit dem Blog kommen. Das regelmäßige Schreiben, Fotografieren, ein Stück weit auch Programmieren, Marketing, … Als Blogger müssen wir in so unglaublich vielen Punkten gut werden und diese Herausforderung macht mir wahnsinnig viel Freude. Außerdem hat mein Blog nach wie vor die Funktion, wegen derer ich ihn zu schreiben begann. Er ist für mich eine wichtige Reflexionshilfe.

Das größte + schönste Abenteuer mit deinem Hund hattest du….?

Das schönste Abenteuer hatte ich mit Enki, als wir uns Anfang des Jahres auf den Weg nach Köln zu Dreipunktecharlie gemacht haben. Wir waren noch nie zu zweit unterwegs, Enki war damals an der Leine mehr als schwierig und ich wusste nicht, wie er nach dem Transport aus Rumänien zu langen Autofahrten stand.

Am Ende war es einfach nur wunderbar. Enki war ruhig und so toll im Auto. Während unserer langen Pausen haben wir gemeinsam die verschiedenen Ecken Deutschlands erkundet und waren super aufeinander eingespielt. Diese Fahrt hat uns wirklich tief verbunden.

Road Trip zu unbekannten Freunden

Dein Hund passt zu dir wie Arsch auf Eimer, weil……?

Sie beide auf ihre Weise alles sind, was ich mir je in einem Hund gewünscht habe. Die beiden sind so unterschiedlich und doch so ein eingespieltes Team, dass sie zusammen den perfekten Hund ergeben.

Welche Philosophie (Erziehung), hat dich nachhaltig beeinflusst?

Da verweise ich auf weiter oben, Patricia McConnell.

In 6 Wochen zum Familienhund? – Teil 1 unserer Hundeerziehung

 

Auf deiner „to do list 2017“ steht…?

Offen gestanden habe ich keine to-do Liste.

Dein Lieblingsort für einen Urlaub mit Hund(en)….?

Unsere Seniorin Paula ist schon Jahre nicht mehr in der Lage zu reisen und sie ist auch keinem anderen als Sitter zumutbar. Daher sind wir ewig nicht mehr weggefahren. Das letzte Mal war 2012 ein Urlaub auf Rügen außerhalb der Saison. Das war schon grandios und ich würde immer wieder gerne hinreisen. Insbesondere die Unterkunft einer ehemaligen Studentin von uns ist für Hundehalter wie gemacht.

Wir träumen aber davon, irgendwann in naher Zukunft mal mit dem Auto, Zelt, Enki und Luna durch Schottland zu reisen.

Bei welchem Lied musst du unweigerlich an deinen Hund denken und warum?

Enkis Lied ist eindeutig „Burn it down“ von AWOL Nation.

Wenn er seine komischen 5 Minuten hat (zwanzig Mal am Tag), läuft dieses Lied mit Sicherheit in voller Lautstärke in seinem Kopf. Es passt einfach perfekt zu der Stimmung, die er dann verströmt.

Enki hat übrigens eine komplette Playlist auf Youtube für alle hündischen Gemütslagen:

 

Dein Hund bringt dich zum Lachen, wenn….?

… Enki mal wieder über alles klettern möchte und dieses Kinderspiel zu spielen scheint, bei dem man den Boden nicht berühren darf.

… Luna versucht uns Essen zu klauen und wir sie rechtzeitig erwischen. Dieses Gesicht ist unglaublich und bringt mich regelmäßig zum Lachen. Sie sieht dann nicht etwa beschämt aus, nein, sie zieht eine frustrierte und genervte Schnute.

Dein Hund bringt dich zum Weinen, wenn….?

… oh, das hat bisher von den noch lebenden nur Enki geschafft. Als er ein paar Monate bei uns war habe ich versucht ihn zu fragen, wie sein Hüftschaden entstanden ist. Mich erreichten Bilder von einem kleinen Welpen, der in einem Schuppen versucht hat etwas Essbares zu finden. Dann Bilder von einem bärtigen Mann mit einem großen Knüppel in der Hand und direkt danach nur noch das Gefühl von Schmerz. Es endete mit tatsächlichen Worten in meinem Kopf: „Ich wollte doch nichts Böses. Ich hatte nur so einen Hunger.“ Ich habe geheult wie ein Schlosshund.
Gibt es das? Können Tiere in dieser Form mit uns kommunizieren oder habe ich mir das alles eingebildet? Ich weiß es nicht. Für mich ist es real.
Hinzu kommt, dass bis zu diesem Punkt unser Tierarzt von einer beidseitigen HD ausging. Eine Woche später waren wir beim Spezialisten in einer Tierklinik. Der machte noch mal Aufnahmen und erzählte uns, dass nur eine Hüfte betroffen sei. Hier hätte es im Welpenalter ein Trauma gegeben, sodass sich das Dach der Hüfte nicht richtig gebildet hätte. Mein Mann meinte, dass das ja wahrscheinlich ein Auto gewesen wäre. Daraufhin sagte der Arzt, dass die Form der Schädigung eher auf einen Knüppel schließen lasse.

Der Liebster Award über liebste Hundebücher, Enkis Song und Telepathie | Hund | Zusammenleben | Alltag | thepellmellpack.de

 

An dieser Stelle ist es wieder Zeit für neue Blogempfehlungen für Dich, lieber Leser und somit Nominierungen anderer Blogs für den Liebster Award. Aber wie schon beim letzten Mal fallen mir da keine unzähligen neuen Blogs ein.

Daher habe ich heute nur eine Empfehlung für Dich, ganz ohne Fragen und weiter nominieren:

Schätersky und Frauchen

Nora schreibt wundervolle und intelligente Beiträge über das Zusammenleben mit ihren Hunden Kalle, ihren Bodyguard und Mia, ihre Diplomatin. Unbedingt reinlesen, für mich ein klare Folge-Empfehlung!

Der Liebster Award über liebste Hundebücher, Enkis Song und Telepathie | Hund | Zusammenleben | Alltag | thepellmellpack.de

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  1. Hey danke, jetzt fühle ich mich ganz geschmeichelt. 🙂

    Faszinierend, dass du diese Geschichte von Enki erfahren hast. Für mich scheint da ein Zufall tatsächlich nicht so wahrscheinlich zu sein. Ich habe Kalle noch nie nach seiner Vergangenheit gefragt. Allerdings habe ich auch so viele Bilder von Straßenhunden in Rumänien im Kopf, dass ich vermutlich nicht unterscheiden könnte, ob ich wirklich etwas von ihm empfange.

    Dein Artikel erinnert mich daran, dass ich ja “Beyond Obedience” lesen wollte. Hatte ich fast vergessen, aber jetzt setze ich es ganz nach oben auf die Liste meiner zukünftigen Bücher. 🙂

    Herzliche Grüße,
    Nora

    1. Mein Gefühl sagt auch, dass es kein Zufall war. Und ich gestehe, nach mehr habe ich nicht gefragt. Ich habe vielleicht ähnlich wie du auch so viele Bilder, gerade zu den Tötunsstationen, im Kopf, dass ich nicht wüsste, was ich projeziere. Ich habe aber auch nicht das Gefühl, dass er das noch loswerden möchte.
      Bei dem Hüftvorfall war das anders. Das wollte er loswerden, gerade unter diesem “ich wollte nichts Böses” Aspekt.

      Herzliche Grüße
      Stephie

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