Früher war alles besser - Hundehaltung gestern und heute Titel

Nicole von Moe & Me veröffentlichte einen Artikel, in dem sie mit ihrem wunderbaren Humor feststellte, dass früher alles besser war. Und vom überforderten Hund Schnappi kurz vor dem Burnout erzählte. Und auch Rebecca von Les Wauz schrieb vor einer Weile einen Artikel, der mir nahe ging, der erzählte, dass weniger wirklich manchmal mehr ist.

Ich ertappe mich auch manchmal bei dem Gedanken, dass früher alles besser war. Vielleicht eine Frage des Alters und ich sollte mir bald ein Kissen für die Fensterbank besorgen, damit ich die Nachbarn bequemer beobachten kann.

Das Ding mit der Leine

Trotzdem kommt es mir häufig so vor, als wäre das Leben als Hundehalter früher doch leichter gewesen. Wo ich jetzt die zwingende Leinenpflicht in unseren Wäldern (ganzjährig, nicht nur in der Brut- und Setzzeit) einhalte und selten, kurz und mit schlechtem Gewissen mal den Karabiner schnappen lasse, bin ich früher ganz ohne Leine mit unseren Hunden durch den Wald getobt. Anderen Hunden begegneten wir kaum. Und wenn doch, begrüßten sich Zwei- und Vierbeiner freudig.

Im gleichen Wald, durch den ich als Teenager tobte, wurden dieses Jahr schon zwei Rehe gerissen – wohl gemerkt von Hunden, nicht von Wölfen. Wenn ich durch das Viertel fahre, in dem ich aufwuchs, scheint inzwischen jeder Haushalt einen Hund zu haben. Früher waren wir die einzigen. Die Irren, mit diesen Plüschbären von Bobtails. Ich gehe die Straße entlang und weiche an mehreren Stellen Hundekot aus. Auf dieser Straße haben wir als Kinder alle zusammen gespielt. Heute, an einem Sonntag, ist da niemand. Es wirkt, als seien alle nur noch in ihren rückwärts gerichteten Gärten.

Vielleicht ist es kein Problem des Früher, sondern ein Problem der Menge. Wenn fast jeder Hunde hält, halten auch zwangsläufig immer mehr Idioten Hunde. Und dann muss es zu so drastischen Maßnahmen kommen, dass Schleswig-Holstein alle Wälder unter Naturschutz stellt und die grundsätzliche Leinenpflicht ausruft.

Hundehaltung gestern und heute – der lange Weg zum besseren Verständnis unseres Partners Hund

Das Ding mit der Auslastung

Früher gingen wir kurz mit unseren Hunden spazieren. Morgens etwas länger mein Großvater, abends meist schnell mein Vater. Wenn Barbie oder später Jungs und Partys nicht wichtiger waren, tobte ich ab und an nachmittags mit den Hunden durch den Wald. Ansonsten waren sie einfach dabei. Sie hatten keine Hobbys, keine Förderung, keine Auslastung. Unsere Hunde stromerten vom Haus in den Garten und zurück. Ich erinnere mich, wie tiefenentspannt sie einfach überall rumlagen. Aber waren sie wirklich entspannt? Waren sie nicht einfach nur zu Tode gelangweilt?

War früher alles besser? Ich weiß nicht, ob unsere Bobtails das so bestätigen würden. Rückblickend tun sie mir unendlich leid.

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Das Ding mit dem Futter

Wir machten uns keine Gedanken darum, was unsere Hunde fraßen. Bei uns gab es palettenweise diese fiesen gelben Loyal-Dosen. Ab und an Essenreste und, ganz neumodern, auch mal ein rohes Ei ins Futter. Später dann stiegen meine Eltern auf Hundewürste um, das sollte besser sein. Einmal in der Woche kam ein Hundefutterlieferant, ähnlich wie der Eismann oder Bofrostmann, und brachte kartonweise diese exorbitant teuren Würste, in denen gekochtes Fleisch war.

Unsere erste eigene Hündin bekam das auch und liebte das Futter. Als wir einmal keinen Vorrat mehr hatten, kaufte ich ihr die mit bekannten Loyal-Dosen – und sie verweigerte das Fressen. Ich kann es ihr nicht verübeln, das Zeugs stank wie Hölle. Schnell fuhren wir zum Brathuhnwagen vor dem Supermarkt und teilten uns ein Hühnchen mit ihr.

Als der Wurstmann aufhörte, stiegen wir auf Trockenfutter um. Erst Bozita – das ist schwedisch, da sind die Gesetze strenger und das ist total gesund. Dann folgte irgendwann Josera. Wenn man da Wasser zufügte bildete sich eine schöne Soße. Fast wie das, was meine Mutter früher als Bratensoße anrührte.

War das leichter? Definitiv. War es besser? Ich weiß ja nicht. Paula, die letztes Jahr gestorben ist, war der erste alte Hund, den ich erleben durfte. Ansonsten sind all unsere Hunde seit Anfang der 1980er Jahre zu früh gegangen, haben den Bogen des Lebens nicht ausgekostet. Ein paar aufgrund innerer Krankheiten, die meisten starben an Krebs.

In einer Reportage über Hundefutter auf Netflix lernte ich vor Kurzem, dass wir im Zuge des zweiten Weltkrieges getrocknetes Hundefutter „erfunden“ haben, da das Material für Dosen für die Kriegsindustrie benötigt wurde. Die Hersteller brauchten ein Verfahren, das Hundefutter lange ohne „Einkochen“ haltbar macht. Seit über siebzig Jahren verfüttern wir nun kriegsbedingtes Notfutter und wundern uns, dass in dehydriertem Futter keine Lebensenergie sondern nur noch pure Kalorien sind.

Schon Juliette de Baïracli Levy warnte in ihrem Buch „Puppy Rearing by Natural Methods“ von 1948 vor dem dehydrierten Futter. In ihrem Buch „The Complete Herbal Handbook for the Dog and Cat“ ging sie dann noch tiefer auf die Wichtigkeit von lebensspendendem Futter für unsere Hunde ein. Zusammengefasst habe ich das in meinem Artikel zu ihrem Natural Rearing.

Früher haben wir uns genauso wie unsere Hunde von Fertigfutter ernährt. Ich zumindest bin trotz einer kochbegeisterten Mutter mit Instant-Zitronentee, Mondamin und Fondor aufgewachsen. Inzwischen weiß wohl auch der letzte, wie schädlich industrielle Fertignahrung ist und dass wir optimalerweise unsere Nahrung selbst aus frischen Zutaten zubereiten. Und auch in der Welt der Hundehalter hält das immer mehr Einzug. Nahrung ist Leben – und nicht nur Fertigpampenexistenz.

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Das Ding mit dem Tierarzt

Wenn unsere Hunde früher etwas hatten, gingen wir zu dem einen örtlichen Tierarzt. Viel gemacht wurde nicht. Jedes Jahr natürlich geimpft und wenn sie krank waren, gab es per se mal eine Antibiotikaspritze, vielleicht noch etwas Cortison.

Das war leicht, da musste keiner nachdenken, ob das nun richtig oder die beste Behandlung war. Heutzutage überfordern wir uns mit den Möglichkeiten und Informationen. Jeder kann googeln, in Gruppen oder Foren nachfragen und hat nicht selten schon eine fertige Diagnose in der Hand, wenn er zum Tierarzt geht.

Aber wünsche ich mir deshalb die Zeit der Desinformation, die Zeit des blinden Vertrauens zurück? Wenn mein Hund krank ist, bin ich froh, Fachleute im Umkreis zu finden. Seien es spezialisierte Tierärzte oder so neumoderner Kram wie Tierheilpraktiker.

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Das Ding mit der Erziehung

Ehrlich, ich habe keine Ahnung wer und wie damals unsere Hunde erzogen hat. Irgendwie lief das nebenbei. Viel können mussten sie nicht. Nicht an der Leine ziehen, setz dich, mach mal Platz. Das war es auch schon. Es schien, als sei das genetisch einprogrammiert, da musste man nicht viel tun. Einen Hundeplatz habe ich erste Ende der 1990er das erste Mal gesehen und mit Schreck wieder verlassen. Zu grausam erschien mir der militärische Drill dieser Hunde dort.

Wir verschwendeten keinen Gedanken an Lerntheorien. Der Hund musste sich uns anpassen. Ob sich Enki und Luna in diese Zeit zurückwünschen, würden sie sie denn kennen?

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Ist heute alles besser?

Wir beschäftigen uns mit Lerntheorien, mit einer möglichst artgerechten Auslastung, mit dem besten Futter und mit alternativen Heilmethoden oder den neusten medizinischen Fortschritten. Nicht selten schießen wir dabei über das Ziel hinaus und bringen unsere Hunde wie Nicoles exemplarischen Schnappi an den Rand der Überforderung und darüber hinaus. Wir wissen viel und wollen noch viel mehr wissen. Selbstgerechtes Herausposaunen der einzigen Wahrheit wechselt sich im Sekundentakt mit der tiefsten Verunsicherung ab. Und warum? Weil wir alle unsere Hunde lieben, wollen, dass es ihnen gut geht und manchmal an der Verantwortung für ein anderes Lebewesen zu zerbrechen drohen.

In dem riesigen Meer der richtigen Hundeschule, des richtigen Hundesports, des richtigen Futters und der richtigen Spielsachen, Leinen und Halsbänder – Entschuldigung, Geschirre – verlieren wir uns.

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The best is yet to come

Ich bin mir sicher, dass früher nichts besser war als heute, aber dass wir gerade heute mit all dem Wissen die Weichen für das Morgen stellen. Morgen ist alles besser.

Mehr und mehr ebbt die Forderung nach stündlicher Auslastung und dressiertem Hund ab. Immer häufiger lesen wir Plädoyers für das Bauchgefühl in der Erziehung. Immer häufiger treffen wir auf wirklich gutes, mit Herzblut zubereitetes Fertigfutter oder lernen, es wieder selbst zuzubereiten. Für uns und unseren Hund. Wir bekommen immer mehr Einblick, wie Hund funktioniert, denkt, lernt, fühlt. Was er sich schon seit Jahren von uns als Partner auf Augenhöhe wünscht. Immer mehr von uns lernen zuzuhören, was unser geliebter vierbeiniger Partner uns sagt. Und die sind als Vorbilder präsent mit ihren Hunden unterwegs. Frauen wie Katharina von der Leyen oder Ursula Löckerhoff, von denen wir den entspannten Umgang mit Hunden lernen können. Ich bin froh genau jetzt mit meinen Hunden zu leben.

Übrigens, wenn du dich dafür interessierst, wie es gaaanz früher mit Hund war, lege ich Dir diesen Artikel des Tagesspiegel ans Herz. In dem wird die Geschichte der Hundehaltung in Berlin beschrieben. Bitte sage mir, wenn Du darin eine bessere Zeit für Hunde und Halter als die jetzige entdeckst. Ich habe keine gefunden, in der ich lieber gelebt hätte.

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12 Comments

  • Eine Frage, die so einfach nicht zu beantworten ist. Ich mag dieses Nach-Hinten-Schauen so gar nicht, weil immer viel verklärt und geschönt wird. Ist aber ziemlich zeitgeistig, zu meinen, dass in den eigenen Kindertagen die Welt noch in Ordnung war. Das war sie nämlich auch nicht, nur unser Blick darauf ist oft verklärt. Nachbarn von uns hatten auch einen Bobtail, der hat Frau und Kinder gehütet und gezwickt, wenn der Herr des Hauses nicht anwesend war. Also meistens. Der Hofhund im Dorf nebenan hing Zeit seines Lebens an der Kette und hat uns Kinder alle gebissen, wenn wir zum Milchholen kamen. Mein erster Hund wurde mit Rattengift vergiftet, die Hunde die zu meiner großen Sozialisation beitrugen, gehörten zu einer vhd-Zucht und lebten alle im Zwinger. Immerhin: Sie bekamen viel frisches Fleisch, weil die Züchter oft die Kälbchen verwerteten, die es auf den benachbarten Höfen nicht geschafft hatten. Und alt wurden sie auch. Ob die besten Zeiten noch kommen? Hm, ich bin zu alt, um mir groß Hoffnung zu machen. Meine beste Zeit ist jetzt, mein Auftrag: So gut wie möglich darin zu leben und meinen Hunden das bestmöglichste Leben zu bieten, das ich ihnen bieten kann. Das wird sicher nie perfekt sein, einfach weil Menschen Fehler machen, aber wenn ich meine Hunde so anschaue, wie sie durch den Sand traben oder relaxt irgendwo rumliegen, denke ich, dass es nicht ganz schlecht sein kann.

    • Hallo Barbara,
      vielen Dank für den interessanten Einblick. Und es hat mich daran erinnert, dass unser erster Bobtail mich auch immer gehütet hat.
      Meine Philosophie ist, dass morgen ein wunderschöner Tag wird. Egal, was gestern war. Wenn mir etwas nicht gefällt, kann ich es jederzeit ändern und morgen neu starten. Daher kommt das „The best is yet to come“.
      Gelehrt hat mich das mein Vater, der vor rund 10 Jahren mit Mitte 60 aus einem unerfüllten Leben ausbrach, eingefahrene Pfade verließ und sich quasi selbst neu erfand. Dafür bewundere ich ihn sehr. Er zeigt mir jeden Tag, dass man für Nichts zu alt ist und sich Hoffnungen erfüllen können.
      Herzliche Grüße
      Stephie

      • Ah, das kam dann vielleicht falsch rüber: Nicht zu alt, um etrwas Neues anzufangen oder zu verändern (haben wir ja gerade erst gemacht 🙂 ) aber zu alt, um irgendwas in die Zukunft zu verschieben oder eine Veränderung in der Zukunft zu erwarten. Heute, hier und jetzt ändern/leben/handeln ist meine Prämisse. 🙂

        • Oh ja, dann kam das falsch rüber. Ich las „Zu alt für Hoffnung“ und das hat mich sehr traurig gemacht.
          Aber zu alt um im Heute zu stagnieren und auf das Morgen zu hoffen sollten wir in dem Fall alle sein. Genau richtig!

  • Wirklich schön geschreiben – und sehr nachdenklich. Ich hatte ja auch bei Nicole schon gesagt, ich gehöre zu der Generation bei der „früher (fast) alles besser war“. Wobei ich zugebe, so ganz stimmt das wahrscheinlich nicht – aber zumindest war es damals auch nicht schlechter … wenn man heute, gestern und morgen auf sein Bauchgefühl hört, dann ist es auch weiterhin so.
    Was mir definitv besser gefallen hat, man wurde nicht mit allem überversorgt und viel weniger Menschen hatten Hunde. Es gab nicht drundert Sorten Bürsten, Leinen oder Halsbänder und auch bei den Kaurtikeln haben wir uns nicht im Tierbedarfshandel eingedeckt sondern beim Metzger um die Ecke. Da gab es Rinderknochen noch gratis und für Pansen oder Schabfleisch haben wir 1 DM pro Kilo gezahlt!
    Mittlerweile ist der Hund nicht mehr einfach ein Familienmitglied … er ist Zielgruppe einer riesigen Industrie. Daher ist nicht immer alles was Neu ist auch wirklich gut – und nicht alles alte wirklich schlecht.

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Cara und Shadow

    • Hallo Isabella,
      da hast Du recht, nicht alles Neue ist gut. Was mir aber im Vergleich zu früher eindeutig besser gefällt, ist die Möglichkeit leichter Informationen zu erhalten. Wie man dann damit umgeht, bleibt jedem selbst überlassen.
      Ob es bei uns auch für ein paar Mark etwas für den Hund beim Metzger gab? Ich weiß es nicht. Ich kann mich in meiner Jugend noch nicht mal an einen Metzger erinnern, bei dem wir eingekauft hätten.
      Ich muss bei Gelegenheit mal meinen Vater fragen ob er sich erinnert.
      Und ja, der Hund ist genauso Zielgruppe einer riesigen Industrie wie das eigene Kind. Oder man selbst, als Zielgruppe von Mode-, Fitness-, Gesundheits- und Ernährungsindustrie. Frei nach dem Motto, wenn ich diese exorbitant teuren Nahrungsergänzungsmittel schlucke, bekomme ich den perfekten Körper und Partner.
      Das ist Nichts, was von hinten um die Ecke kommt und wir nicht wissen. Da nicht mit sich und den eigenen Unsicherheiten spielen zu lassen, ist eine Fähigkeit, die wir nicht nur für die Wahlen bei unserem Hund brauchen, sondern auch für uns. Trotzdem wünsche ich mir keine Zeit mit weniger Auswahl zurück, denn Wahlmöglichkeit ist auch immer ein Stück Freiheit.
      Herzliche Grüße
      Stephie

  • Der Beitrag spricht mir sooo aus der Seele. Unser erster Familienhund war nicht erzogen, bzw. war das was er konnte, einfach mit der Zeit gekommen. Regeln die wir selber für ein gemeinsames und entspanntes miteinander aufstellten. Heutzutage versucht man sich irgendwie an die Regeln aller anderen zu halten, aber wo sind eigentlich die eigenen? Unser damaliger Hund wurde 16 Jahre alt und das obwohl er unsere Essensreste bekam, Aldi-Dosenfutter, lieber mit sich alleine spazieren ging, als mit uns und holte mich mit meinem Vater auf dem Beifahrersitz von der Schule ab. Was das besser? Auch Regeln anderer sind wichtig, Rücksichtsnahme und und und. Das Gute ist, wie du schon sagst, dass wir dazu lernen. Aber bei den ganzen Regeln und Vorschriften, sollten wir niemals unser Bauchgefühl vergessen. Wirklich schön geschrieben.

    • Liebe Madeleine,

      jetzt komme ich endlich dazu Deinen schönen Kommentar zu lesen. Ich danke Dir für Dein Feedback.
      Und ich stimme Dir absolut zu, das Bauchgefühl ist extrem wichtig. Sonst nützen uns die ganzen Informationen nichts. 😉

      Herzliche Grüße
      Stephie

  • Vielen Dank für den schönen Artikel, liebe Stephie. Ich bin mit einem Hund aufgewachsen, einem kleinen Mischling, der biblische 18 Jahre wurde. Großartig erzogen war sie nicht, Erziehung gab es eigentlich nur für Schäferhunde. Und das war furchtbar. Über Futter haben wir uns schon Gedanken gemacht, weil die Dame einen sehr speziellen Geschmack hatte und vieles einfach nicht fraß. Wir landeten irgendwann bei Cäsar. 🤔 Im Nachhinein denke ich oft, was hätten wir mit dieser –sehr intelligenten– kleinen Fellnase alles machen können, wenn wir uns mehr mit ihr befasst hätten. Andererseits bin ich felsenfest davon überzeugt, dass heute zuviel „Vodoo“ um viele Hunde gemacht wird und manche vermeintliche Hundeliebe ausartet, bzw. der Hund in Sphären gehoben wird, die nicht gut für ihn und Herrchen und Frauchen sind. Hunde sind großartige Tiere, ich liebe sie seit Kindheit, es war mein größtes Glück, als meine Eltern zustimmten, das Hundekind der verbotenen Liebe zwischen zwei Nachbarshunden zu behalten. Ich war im Glück, als unsere Lebenssituation es vor neun Jahren endlich erlaubte, Nala zu haben. Ich habe mich viel beschäftigt mit ihr, ich tue es immer noch. Aber ich denke, es ist dann und wann auch ganz vernünftig im Kopf zu behalten, dass es ein Hund ist. Viele Grüße von Ellen (mithundauftour)

    • Liebe Ellen,

      auch das gehört für mich zum Morgen, wenn alles besser wird. Immer mehr Artikel holen uns zurück und versuchen uns zu vermitteln, was Hund wirklich braucht. Und das ist erstaunlich wenig.
      Den Hund ernst nehmen, aber nicht zum kleinen Menschen machen. Das finde ich auch sehr wichtig und als einen großen Teil unserer Verantwortung für diese wundervollen Wesen.

      Herzliche Grüße
      Stephie

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