Hundefotografie

Pfotografie – meine Evolution vom Handy zur DSLR

Garten 29-07 (17 von 29)

Fotografieren? Ohne mich!

Wer einen Hundeblog schreibt kommt um Fotos nicht rum. Das war mir von Beginn an klar. Hundefotografie ist jedoch nichts, was einem einfach so in den Schoß fällt. 😉

Allerdings habe ich ein sehr gespaltenes Verhältnis zur Fotografie. Vor 20 Jahren bekam ich eine Spiegelreflexkamera. Zusammen mit einem Teleobjektiv, dem Standardobjektiv und einem riesigen Wälzer, der mich in die Geheimnisse der Fotografie einweihen sollte.

Dieser Wälzer verfolgt mich bis heute als Schreckgespenst. Ich konnte mich anstrengen so sehr ich wollte, las Seiten wieder und wieder – und habe doch kein Wort verstanden. Das Buch hinterließ bei mir das Gefühl, der Autor wolle explizit Anfänger aus dem illustren Kreise der Fotografen abschrecken und ausschließen. Da damals das Internet noch in den Kinderschuhen steckte und unsere örtliche Buchhandlung auch keine anderen Werke zur Fotografie im Sortiment hatte, blieb ich alternativlos und versuchte mein Glück auf eigene Faust. Gut 50 Filme habe ich verschossen und entwickeln lassen. Sklavisch jede Einstellung in einem Schmierheft notiert und trotzdem kam ich nicht über das Stadium „Ist das Kunst oder kann das weg“ hinaus.

So landete die teure Kamera auf dem Dachboden und zog von Wohnung zu Wohnung immer auf neue Dachböden um. Ich konnte mich nicht trennen, weil ich ja so gerne fotografiert hätte. Aber ich konnte sie auch nie wieder in die Hand nehmen, weil sie in mir das Gefühl der absoluten Inkompetenz auslöste. Außerdem hatte sich die Kamera sowieso bald überholt, da schnell die Digitalfotografie Einzug hielt.

Das Trauma allerdings saß so tief, dass ich noch nicht mal mit meinen Handys Fotos schoss. Von einer neuen Kompaktkamera oder gar etwas größerem mal ganz abgesehen. Ich war mir sicher, dass mein damaliges Versagen einzig und allein meine Schuld war und bewies, dass ich einfach nicht fotografieren konnte.

Funktioniert ein Hundeblog ohne Fotos?

Fast Forward ins Jahr 2016: Ich habe tatsächlich abgewogen, ob ich mit meinem Blog überhaupt eine Chance bei dir hätte, auch wenn ich nie ein Foto meiner Hunde zeigen würde. Schnell war jedoch klar, dass das nicht funktionieren wird.

Also schnappte ich mir mein Handy, der Apfel soll ja ganz ordentliche Fotos machen. Hier mal zwei grandiose Beispiele aus der Anfangszeit:

Nach nur vier Wochen Blog wollte ich es mal wieder mit mir und einer echten Kamera versuchen. Ich traute mich jedoch nicht noch mal so viel Geld zu versenken und kaufte eine preiswerte gebrauchte Bridgekamera. Mein Ziel war es, diese Kamera zu beherrschen, bevor ich noch mal Geld investiere.

Hundefotografie lernen

Mit Hilfe toller Bücher und noch tollerer Blogs und Video-Tutorials fing ich langsam an zu verstehen, worum es ging. Immer öfter war ich im manuellen Modus unterwegs und recht zufrieden mit den Ergebnissen.

Und nun war es endlich so weit. Ein Jahr später wollte ich mehr. Ich wollte Wechselobjektive und eine Kamera, die mir die Aufnahme im RAW-Format ermöglicht. Ich hatte mich im Internet informiert und mich schnell auf eine Einsteiger-Nikon eingeschossen. Bevor ich diese nun bestellte (auch hier wieder gebraucht, so „richtig“ Geld möchte ich immer noch nicht für dieses Hobby in die Hand nehmen), wollte ich sie noch einmal in der Hand haben.

Im Urlaub Anfang Juli fuhr ich mit dem Lieblingsmann in einen großen Elektroladen und schaute mir die gewünschte Nikon und auch ihre Vor- und Nachfolgermodelle an. Dann ging ich weiter zu den Canon-Kameras. Schaute sie an, hatte sie in der Hand. Weiter zu Pentax. Und nein, wieder zurück zu Canon. Immer wieder zog ich Kreise um die Kameras und immer wieder griff ich zu einer Einsteigercanon, der 1200D. Sie fühlte sich gut an, das Menu erschloss sich mir sofort.

Und so warf ich alle Vorsätze der Nikon über Bord und fing an im Internet nach einer gebrauchten 1200D in gutem (also quasi ungenutzten) Zustand zu suchen. Das Glück war auf meiner Seite. Schon am nächsten Tag fand ich eine Anzeige, die nicht nur das Kit-Objektiv, sondern auch das gewünschte Tamron-Tele und ein Stativ gleich mit verkaufte. Nur 742 Auslösungen und noch ein halbes Jahr Garantie. Der Vorbesitzerin ging es, wie mir mit meiner ersten Kamera. Sie hatte mit diesen 742 Auslösungen kein einziges gutes Bild zustande gebracht und die Kamera frustriert in die Ecke gestellt.

Erste Schritte mit der neuen DSLR

Ich fing an mit der neuen Kamera zu fotografieren und war sofort begeistert. Ganz schnell war klar, wie viel meiner vorherigen Unzufriedenheit der Kamera geschuldet war und wie viel Übungs- und verbesserungspotenzial ich noch hatte.

Dass ohne Übung kein Meister vom Himmel fällt, muss ich dir wohl nicht erzählen. Und deswegen lade ich dich ein, meinen Weg zu besseren Fotos zu begleiten. So erhöhe ich den Druck auf mich, konstant am Ball zu bleiben. Und wenn du gerne deinen Senf dazugeben möchtest, umso besser.

Meine neue Bilderflut hat auf unserer alten Webseite ihr Zuhause gefunden. Wenn du Spaß an Fotos der beiden Chaoten hast freue ich mich, wenn du uns auch dort folgst: Pell-Mell Pfotografie

Solltest du selbst Unterstützung beim regelmäßigen Üben wünschen, egal, ob du Anfänger bist oder schon länger fotografierst, lade ich dich herzlich in meine Facebookgruppe ein. Dort kannst du dir Feedback abholen, ohne dass dich erfahrene Fotografen von oben herab behandeln und einschüchtern. Und ich stelle jeden Monat unter ein bestimmtes Motto, damit uns die Übungsideen nicht ausgehen.

 

Nützliche Tipps

Folgende Quellen haben mir geholfen, mich langsam in die Fotografie meiner Chaoten einzudenken.

Buch

Regine Heuser – Foto Praxis Hunde fotografieren: Geballtes Know-how für das perfekte Hunde-Shooting

Video

Benjamin Jaworsky

Fotografieren lernen

Blog

Fotophobia

Fotografie Anfänger

Hast du noch Tipps für mich?

Stephie
written by: Stephie

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