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Leben mit Hund

Hund und Job – geht das?

MiDoggy fragte in der aktuellen Blogparade, ob Hund und Job vereinbar wären und wie das funktioniere. Unsere Hunde können nicht nur, sie müssen allein zuhause bleiben.

Hund und Job

Ich arbeite sechs Stunden am Tag. Der Lieblingsmann noch länger. Bis zum Frühjahr letzten Jahres war das kein Problem. Meine Großmutter wohnte nebenan und kam jeden Morgen bevor wir zur Arbeit gingen. Sie blieb, bis ich wieder da war und kümmerte sich liebevoll um unsere Hunde.

Leider musste sie in ein Pflegeheim und so stand ich plötzlich da. Mit einem noch jungen Enki, der gerade erst ein paar Wochen vorher aus Rumänien zu uns kam und so gar nichts konnte. Paula war und ist kein Problem. Als alter Hund schläft sie gut 23 Stunden am Tag. Dass ich nicht da bin, fällt vermutlich noch nicht mal auf. Hauptsache ich bin rechtzeitig zu den Essenszeiten zurück.

In Würde alt werden

In den ersten Wochen durfte ich Enki mit ins Büro nehmen. Es war jedoch klar, dass das keine Dauerlösung sein konnte. Wir sind sechs Personen im Büro und nur eine davon kann mit Hunden etwas anfangen. Alle anderen lächelten lieb, machten aber einen großen Bogen um meinen Schreibtisch.

Hunde und Job

Zeit tot schlagen auf hündisch

Die Eingewöhnung

Also ging ich dazu über den Arbeitstag aufzuteilen. 3 Stunden arbeiten, 2 Stunden Mittagspause und wieder 3 Stunden arbeiten. Die Fahrt ins Büro ist zwar nicht lang, trotzdem merkte ich, wie dieser Rhythmus an mir zehrte. Ich hatte das Gefühl kaum noch Freizeit zu haben. Große Spaziergänge wurden auf das Wochenende verschoben. Kochen, Haushalt, vielleicht noch ein wenig leben, alles musste jetzt nach 19 Uhr untergebracht werden.

Enki & Luna allein zuhause

So versuchte ich es irgendwann einfach und ließ ihn an zwei Tagen in der Woche volle sechs Stunden allein – mit unfassbar schlechtem Gewissen. Aber es ging und ich hatte das Gefühl, dass auch er dann die Zeit nach 16 Uhr mehr genoss. Und so dehnte ich es auf alle Tage aus.

Luna kam, als sich Enki schon an diesen Alltag gewöhnt hatte und wurde von mir auch gleich mit ins kalte Wasser geworfen. Zu zweit geht es mit den beiden noch besser, sie haben dann wenigstens einander während ich weg bin.

Hunde und Job

Kreativer Zeitvertreib

Unser Tagesrhythmus

Und so sorge ich morgens für Auslastung bevor ich ins Büro gehe und wenn ich nach Hause komme, stehen die Hunde im Mittelpunkt. Dann wird erst im Garten getobt und gefeiert, dass das ganze Rudel wieder vereint ist. Danach gehen wir unsere große Tagesrunde und dann habe ich etwas Zeit für die Alltäglichkeiten des Lebens. Wenn der Lieblingsmann kommt, gibt es die zweite „Ich hätte nie gedacht dich wiederzusehen“ Feier und noch eine Toberunde im Garten, bevor wir zum Abendspaziergang aufbrechen.

I’m ridin‘ out the wind, I’m comin‘ home
It don’t matter where I’ve been, I’m comin‘ home
Crawlin‘ on all fours, I’m comin‘ home
Turnin‘ brick walls into doors, I’m comin‘ home
Murder by Death

Hunde und Job

Gerade in der Anfangszeit ging das auch mal schief. Enki konnte ab und an noch nicht lange genug aushalten und machte ins Haus. Manchmal war es auch zu langweilig und er schredderte Bücher oder überraschte mich mit kreativen neuen Innendekorationen. Ein paar Kissen mussten dran glauben und auch das Internetkabel haben wir mehrfach geflickt.

Inzwischen wirkt es jedoch, als ob sie die meiste Zeit schlafen, ab und an den Postboten verbellen und dann wieder schlafen. Manchmal haben beide sogar noch ganz verdöste Augen wenn ich Heim komme. Und so funktioniert bei uns Hund und Job bisher gut.

Ich habe allerdings nach wie vor ein schlechtes Gewissen und plane zukünftige Lohnerhöhungen in Arbeiszeitreduktionen umzuwandeln. Wenn ich irgendwann von 30 auf 25 Arbeitsstunden komme, wäre das traumhaft.

Wie ist das bei dir? Bringst du Hund und Job unter einen Hut?

Wenn Du Dich nun fragst, wie ich zu all dem auch noch den Haushalt in den Griff kriege, beantworte ich auch das gerne. 😉

Mein Geheimnis heißt Putzplan!

About Author

Bloggerin mit einem Faible für Fotographie.