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Fasten für Hunde – die Fastenzeit beginnt!

Fasten fuer Hunde - Fastenzeit - Hundeblog

Heute beginnt die Fastenzeit und dieses Jahr werde auch wir das erste Mal fasten.

Gleich vorweg: Ich persönlich kann mit der Institution Kirche nichts anfangen. Daher habe ich um Traditionen, wie zum Beispiel die Fastenzeit, auch lange einen Bogen gemacht. Das heißt nicht, dass ich nicht glaube, aber mir ist zum Beispiel die Gaia-Hypothese weit näher als das christliche Glaubenskonzept.

Trotzdem ist es schön, sich einige Wochen der Besinnung zu nehmen, bei denen ich darauf achten möchte, was ich aufnehme. Sei es nun Nahrung oder auch Gedanken. Denn für mich bedeutet Fasten Achtsamkeit.

Die Dauer von heute bis Ostern finde ich sehr gut gesetzt. Allerdings hat eine kurze Recherche zur Fastenzeit ergeben, dass die Dauer im Laufe der Zeit wohl sehr variabel war. Erst waren es zwei Tage, dann eine Woche, drei Wochen, 40 Tage und dann, als die Sonntage ausgenommen wurden, musste der Termin noch mal weiter nach vorne verschoben werden, bis wir beim heutigen Aschermittwoch angekommen sind. Ich liebe die Konsequenz der Institution Kirche.

Eine Weile konnte man übrigens auch den „Butterpfennig“ zahlen, wenn man dennoch in der Fastenzeit Butter und andere Milchspeisen zu sich nehmen wollte. Wer zahlen kann, muss sich weniger kasteien. Habe ich schon gesagt, ich liebe es?

Fastenzeit bei mir

Aber um die Institution Kirche soll es hier gar nicht gehen. Ich möchte für mich eine Fastenzeit machen, um zu sehen, ob ich nicht ganz gut ohne einige Dinge auskomme.

Seit fast 6 Wochen komme ich nun schon ohne Chips und Gummitiere aus. Aber bei Schokolade werde ich immer wieder schwach. Daher setze ich in der Fastenzeit meinen Fokus auf Schokolade. 6 Wochen ohne wird ja wohl machbar sein.

Außerdem habe ich mir vorgenommen bis Ostern meine Menge an täglichem Obst und Gemüse wieder drastisch zu erhöhen. Wir möchten in dieser Zeit keine fertigen Lebensmittel zu uns nehmen. Frei nach dem Motto „Iss nichts, was Deine Urgroßmutter nicht als Essen erkannt hätte.“ 😉

Aber wie ist das mit meinen Hunden? Tut ihnen eine Fastenzeit auch gut? Und wie kann diese aussehen, schließlich können sie ja nicht freiwillig Verzicht üben, sondern sind von mir abhängig?

Fastentag

Ich werde für meine Hunde in der Fastenzeit den Fastentag wieder einführen. Ich habe das lange Zeit gemacht, aber mit dem Einzug von Kane damit aufgehört. Zu Beginn, weil er noch jung war und junge Hunde nicht fasten sollen. Später dann habe ich es probiert, aber da hatte er noch so viele Probleme mit seinem Magen, dass es ihm nicht gut tat.

Nun werde ich ihn wieder einführen und mal schauen, wie es Kane damit geht. Für Enki ist der Fastentag kein Problem, das weiß ich schon.

Bei uns gibt es am Fastentag morgens das große Nichts und abends eine vegetarische Mahlzeit mit Gemüse, etwas Kohlenhydrate und Hüttenkäse. Zum Glück müssen sie keinen Butterpfennig für ihren Hüttenkäse zahlen.

Der Fastentag ahmt ein wenig die Natur nach, wo Wölfe und wilde Hunde auch nicht jeden Tag Futter bekommen. Durch das Fasten und die fleischlose Mahlzeit sollen die Organe entlastet werden und der höhere Bestandteil an Faserstoffen soll auch den Darm etwas reinigen. Hier ein interessanter Link zum Fastentag.

Fastentag Hund - vegetarischer Tag

 

Fastenfutter

Eine weitere Idee von mir wäre, ein paar Wochen – oder vielleicht erst mal nur ein Tag in der Woche – auf frisches Futter umzusteigen und das Futter für die Hunde selbst zu machen. Bei uns ist das schon der Fall, aber ähnlich gestaltete sich damals mein Einstieg in BARF.

Ich möchte hier gar nicht in den Futterreligionskrieg einsteigen, sondern nur die Anregung geben, ein paar Wochen mal wirklich genau zu wissen, was in den Hund geht. Das kann auch im Notfall eine sehr gute Reinfleischdose sein, die dann selbst mit püriertem Gemüse, einem Ei und etwas Joghurt dann und wann ergänzt wird. Einfach so, mal nur für ein paar Wochen. Vielleicht macht es ja sogar Spaß. Wenn Du dann doch mehr dazu lesen möchtest, erzähle ich hier von meinem Einstieg in die WElt der Rohfütterung vor gut 5 Jahren.

Clean Feeding

Ich werde mir für die Fastenzeit das „Clean Feeding“ Buch von Anke Jobi schnappen und in dieser Zeit schauen, ob meine gebarften Fleischmonster nicht vielleicht mit etwas weniger Fleisch auskommen.

Anke Jobi vermittelt in Ihrem Buch und auf Ihrer Facebookseite sehr gut, warum es nicht immer ein Fleischanteil von 80 Prozent sein muss und hält dabei ganz schön Gegenwind aus. 😉

Leckerchen für die Fastenzeit

Definitiv wird es in der Fastenzeit keine gekauften Leckerchen bei uns geben. Denn auch hier möchte ich sicher sein, was in meinen Hund kommt.

Ich werde mich im Dörren ohne Dörrautomat versuchen – oder mir vielleicht doch einen Dörrautomat zu legen. Mit dem liebäugele ich schon sehr lange.

Konsum Fasten

Und wo wir schon beim Dörrautomat sind…

Ich habe mir ebenfalls vorgenommen in dieser Fastenzeit nichts für meine Hunde zu kaufen. Eine „Spending Diet“ sozusagen. Alles, was ich gerne für sie hätte, schreibe ich auf eine Liste und schaue mir dann nach Ostern an, was ich davon wirklich kaufen möchte.

Glaubenssätze und Gedanken Hund fasten

 

Gedanken Fasten

Spaziergänge sind immer eine kleine Auszeit. Aber in der Fastenzeit nehme ich mir vor jeden Spaziergang ganz bewusst zu erleben und viel Zeit mit meinen Hunden zu verbringen.

Ich werde dabei in meinem Kopf ausmisten und auf die Jagd nach alten Glaubenssätzen gehen, die uns in der Vergangenheit halten und nicht nach vorne gehen lassen. Denn innere Einkehr ist ebenso ein Bestandteil der Fastenzeit.

Außerdem möchte viel mehr beobachten. Mich einfach mal neben meinen Hund zu hocken und mir von ihm zeigen zu lassen, was er alles so Spannendes im Wald wahrnimmt. Viel zu oft bin ich auf die Strecke fokussiert, anstatt einfach stehen zu bleiben, zu atmen und im Jetzt zu sein.

Hunde-Tagebuch

Eine Hilfe alte Glaubenssätze loszuwerden, sich selbst zu reflektieren und die Hunde besser zu beobachten ist ein kleines Tagebuch, in das jeden Tag die Erlebnisse und Gedanken eingetragen werden.

Seit unserem Beginn im Stop-Konzept habe ich das immer mal wieder gemacht und werde es auch jetzt wieder auf dem Tisch parat legen. Es gibt wunderschön gemachte Achtsamkeits-Bücher, auch für Hundehalter. Aber am Ende reicht einfach eine Kladde.

Du notierst Dir das Datum, in Stichpunkten was ihr heute gemacht habt und dann schreibst Du aus dem Bauch drauf los, wie Du Dich fühlst und was für einen Eindruck Du von Deinem Hund hast. Hattet ihr Spaß? War einer von euch gestresst? Geht es euch beiden gut oder zwickt es irgendwo? Was hat euch heute glücklich gemacht?

Einmal in der Woche, bei mir ist es der Sonntagmorgen, lese ich dann alle Einträge und versuche daraus Schlüsse und Richtungsweiser für die nächste Woche zu ziehen. Was lief gut und wo hätten wir es besser machen können? Das wird dann das Motto für die nächste Woche.

Wie ist es bei Dir? Hast Du nun auch Lust bekommen, mit Deinem Hund in die Fastenzeit zu starten?

Bis bald!

Hundeblog The Pell-Mell Pack

About Author

Bloggerin mit einem Faible für Fotographie.

2 Comments

  • Isabella
    19. Februar 2021 at 10:48

    Ein sehr interessanter Beitrag und so vielfältig das Fasten angedacht … Schokolade, keine fertigen Lebensmittel, Fastentag auch für die Hunde, keine gekauften Leckerlie, keine einkäufe für die Hunde – das ist eigentlich schon eine ganze Menge an Verzicht.
    Ich bin auch kein religiöser Mensch im kirchlichen Sinn, da bin ich eher bei Dir. In der Fastenzeit setzen wir immer mal Kleinigkeiten um – von Jahr zu Jahr veschieden (mal Verzicht auf alles was Social Media ist, mal auf den Fernseher, mal auf Süßes, mal auf Einkäufe). In diesem jahr haben wir uns aber mal gegen den Verzicht auf etwas sondern für mehr Achtsamkeit entschieden – bewusster auf unser Mitmenschen, die Natur und auch uns achten. Ich bin gespannt, wie es dann so klappt.

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Cara und Shadow

    Reply
  • Dani
    19. Februar 2021 at 16:21

    Mensch, du hast dir ja einiges vorgenommen 🙂 Ich persönlich habe noch nie gefastet. Weder Nahrungsmittel noch sonstiges. Obwohl, ich habe mal Intervallfasten gemacht. 16:9. Das war ganz ok und easy machbar 🙂 Aber so grundsätzlich eine lange Zeit … ich glaube, so viele Butterpfennige habe ich gar nicht xD

    Liebste Grüße
    Dani mit Inuki, Skadi und Eve

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