Training & Erziehung

Wie findet man einen guten Hundesportverein?

September 5, 2017
Ein guter Hundesportverein – nach welchen Kriterien sollte man seinen Hundesportverein auswählen, was macht ihn zu einem guten Verein? #hundeerziehung | #hundetraining | #hundesport | #rally_obedience

Es ist gar nicht so leicht einen guten Hundesportverein zu finden. Zumal die Definition von „gut“ ja sehr persönlich ist und ich in Bezug auf die Erziehung meines Hundes gerne, sagen wir mal, etwas kritisch sein kann.

Nach unserem erfolgreichen Experiment der Erziehung zum Familienhund habe ich beschlossen, dass ich mit Enki in einen Hundesportverein möchte.

In 6 Wochen zum Familienhund? – Teil 1 unserer Hundeerziehung

 

Vor einiger Zeit veröffentlichte Lizzie von Indianermädchen & Wildfang einen Artikel über die Begleithundprüfung (BH). Zu der Zeit waren wir noch mitten in der Grundlagenerziehung. Ich bewunderte sie und ihren Wildfang, kam aber nicht auf die Idee, dass das jemals etwas für mich und einen meiner Hunde sein könne.

Aber je besser es mit Enki lief, desto mehr stieg der Ehrgeiz. Gerade weil Enki inzwischen so viel Spaß am Arbeiten mit mir zeigt. Außerdem gibt es einen Ausspruch von Herbert von Karajan, mit dem ich quasi groß geworden bin.

„Wer all seine Ziele erreicht, hat sie wahrscheinlich zu niedrig gewählt“
Herbert von Karajan

 

Und so setzte sich der Gedanke fest, dass ich mit Enki die BH bestehen möchte. Egal wie lange es dauert. Außerdem braucht dieser Hund einen Job um glücklich zu sein. Auch das merkte ich immer mehr, je weiter wir im Training vorankamen.

Vieles ist im heimischen Garten auch nur begrenzt möglich. Neue Trainingspläne erfordern viel Kreativität und die gewünschte Ablenkung durch zum Beispiel andere Hunde (Enkis Achillesferse) lässt sich auch nicht immer mal eben so bewerkstelligen.

Ich habe kaum Erfahrung im Hundesport

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Foto von Tim von Vollerbilder

Ich habe nicht viel Erfahrung im Hundesport. Mit meinem vorherigen Aussie war ich ein paar Mal beim Obedience. Dort wurden wir jedoch nicht glücklich. Agility haben wir probiert und es hätte uns beiden Freude bereitet, aber die Trainingszeiten des Vereins passten nicht zu meinem damaligen Arbeitsplan. Außerdem war mein Aussie nicht sehr ambitioniert und absolut glücklich mit ein wenig Alltagsbeschäftigung.

Bei Luna sieht das anders aus. Das hat sie schnell gezeigt. Sie mag es, wenn ich mit ihr trickse. Versuche eines selbstgebauten Feld- Wald-Wiesen-Agilitys fand sie genial. Und so waren wir letzten Sommer bei einem anderen Verein und nahmen an einem Probetraining Rally Obedience teil. So viel Freude habe ich bei Luna noch nie erlebt und wir wären gerne sofort eingestiegen. Aber leider hatten mehrere Menschen diese Idee und der Verein nur begrenzte Kapazitäten. Und so landeten wir auf der Warteliste, wobei uns gleich mitgeteilt wurde, dass das wohl lange dauern wird.

Welche Sportart soll es denn sein?

Es gibt ja unzählige Sportarten, die man mit seinem Hund betreiben kann. Daher begann ich mit der Recherche nach einer passenden Sportart für Enki im Internet. Agility wollte ich nicht, denn Enki sollte lernen ruhiger mit mir zu arbeiten. Außerdem ist seine Hüfte nicht in Ordnung, auch wenn er bisher damit keine Probleme hat. Beim Obedience wäre ein zweiter Versuch von der Sympathie zur Trainerin abhängig und Rally Obedience konnte ich mir mit Enki gar nicht vorstellen. Vielleicht später, aber nicht zurzeit, so weit waren wir noch nicht.

Also die klassischen Hundesportarten. Begleithundtraining sollte natürlich angeboten werden. Außerdem habe ich mir den klassischen Vielseitigkeitssport angesehen. Hatte ich bisher eher Vorurteile gegenüber dieser Disziplin, zu der neben Fährtenarbeit und Unterordnung auch der Schutzdienst gehört, wurde mir nun immer klarer, dass auch hier alles vom lehrenden Umfeld abhängt. Gerade durch Mara von Aram & Abra, die mit ihrer Abra Schutzdienst gemacht hat, kamen Impulse, dass dieser Sport genau das richtige für Enki sein könnte.

Zeichnung von Mara | kostenlos bei Aram und Abra

Unterordnung ist schließlich nur deutsch für Obedience und es würde sicher niemanden im Verein stören, wenn ich das in meinem Kopf immer Teamarbeit nenne. Fährtenarbeit wäre genau Enkis. Wenn er die Nase einsetzen kann, ist er in seinem Element. Und den Schutzdienst würde ich als Schub für Enkis Selbstbewusstsein sehen. Außerdem ist es besser, wenn er mögliche Einbrecher stellt und verbellt, als völlig untrainiert eigenmächtig zu entscheiden. Und da wir recht einsam wohnen ist die Möglichkeit unliebsamer Begegnungen bei uns leider nicht von der Hand zu weisen.

Also gut, die Entscheidung für BH-Training und Vielseitigkeits- oder auch Gebrauchshundsport war gefällt, jetzt fehlte nur noch der passende Verein.

Online einen Hundesportverein suchen

Als Startpunkt wählte ich den Verband für das deutsche Hundewesen (VDH) und schaute mal, welche Vereine in meiner Umgebung + 30 km wären. Das war schon eine beträchtliche Anzahl Vereine, da wird ja einer für uns dabei sein.

Dann habe ich mir die einzelnen Internetseiten angesehen. Ein paar flogen raus, weil sie unsere gewählte Disziplin nicht anboten. Nächstes Kriterium waren die Bilder auf den Vereinsseiten. Wie wirkten die abgebildeten Mitglieder und noch viel wichtiger, waren auf den Bildern auch andere Rassen als Gebrauchshunde, optimalerweise vielleicht sogar Mischlinge zu sehen? Ich bin vor 20 Jahren nämlich schon mal von unserem örtlichen Platz geflogen, weil ich nur einen Schäferhund-Mix hatte und solche Mischlinge die Außenwirkung des Vereins stören.

Nach Anwendung dieser Kriterien blieben in meinem Umfeld spontan nur noch zwei Vereine übrig. Aber gut, ich brauchte ja auch nur einen. Also stand nun der Besuch des Trainings an.

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Foto von Tim von Vollerbilder

Der erste Besuch auf dem Hundeplatz

Jeder Hundesportverein bietet die Möglichkeit eines Probetrainings zu ihren normalen Trainingszeiten. So kann man gleich mit Hund testen, ob das Ganze etwas für einen ist. Mitzubringen sind in der Regel der Impfpass mit gültiger Tollwutimpfung und ein Nachweis über eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung.

Ich habe mich jedoch gegen einen ersten Besuch mit Enki entschieden. Zum einen wollte ich ihn nicht in eine mir unbekannte Trainingssituation mitschleppen. Zum anderen war mir aber auch wichtig, die einzelnen Mitglieder, die Art des Unterrichts und den Umgang untereinander zu erfassen. Ohne Enki hatte ich dafür definitiv mehr geistige Kapazitäten übrig.

Ich kam auf dem Platz an, während noch Schutzhunddienst lief, kurz vor dem Beginn der Unterordnung für Anfänger. Auf der Terrasse des Vereinsheims saßen einige Frauen, die sich angeregt unterhielten. Mich beachteten sie nicht, mein ‚Hallo‘ und ein paar Fragen wurden verhalten und kurz angebunden beantwortet. Aber gut, wer weiß schon wie viele Leute hier so jedes Wochenende vorbeikommen und doofe Fragen stellen.

Das Unterordnungstraining begann und nach und nach verschwanden die Frauen (und ein Mann) hinter dem Haus und tauchten wie von Zauberhand mit ihren Hunden bewaffnet wieder auf. Alle Hunde trugen eine Kette um den Hals.

Inzwischen war der Trainer für den Schutzhunddienst auf die Terrasse gekommen. Ein sympathischer älterer Mann, der mit seinem Pferdeschwanz wie eine Mischung aus Harley-Fahrer und Alt-68er aussah. Als ich ihn fragte, was es mit den Ketten auf sich habe, sagte er mir, dass diese für die BH sowieso Pflicht wären und dass man dann ja von Anfang an mit denen trainieren könne. Außerdem könne man so besser auf den Hund einwirken. Und Hunde hätten ja so dicke Muskelpakete am Hals, dass denen das überhaupt nichts ausmache. Es gäbe hier aber so zwei Frauen, die kämen damit nicht zurecht und die würden mit einem normalen Halsband üben. Ich atmete einmal tief durch, ließ mich nicht auf eine Diskussion ein und dachte mir, nun dann sind es demnächst drei so Frauen. Ich wollte diesen Verein mögen. Wirklich!

Grafik von Mara | kostenlos bei Aram & Abra

Als nächstes sah ich auf dem Hundeplatz, wie einer der neuen Hunde lieber toben statt trainieren wollte, an der Leine zu den anderen Hunden hinzog und in den Spielschritt sprang. Die Trainerin griff beherzt ein, riss der Besitzerin die Leine aus der Hand, dabei den Hund in die Luft (ein erstaunlicher Kraftakt für so eine kleine Frau und einen geschätzt 30 kg schweren Mischling) und schleifte von mehreren Leinenrucken begleitet den Hund vom Platz runter hinter das Vereinsgebäude. Dort drückte sie der Besitzerin die Leine wieder in die Hand. Ob sie noch irgendwelche Anweisungen für „die stille Ecke“ mit auf den Weg gab, konnte ich nicht hören.

Mir wurde augenblicklich klar, dass das Enki hätte sein können und dass ich nach einer solchen Aktion wahrscheinlich eine Klage wegen Körperverletzung gegenüber der Trainerin am Hals hätte und es war vorbei. Ich konnte diesen Verein nicht mögen.

Auf dem Weg zum Auto bekam ich noch mit, dass eine junge Frau sich mit einer der Trainerinnen oder Vereinsvorsitzenden oder sich sonst-wie-berufen fühlenden Frauen stritt, weil sie sich weigerte ihren Hund in eine Box hinter das Vereinsgebäude zu bringen (ah schau, da kamen die also magisch zum Trainingsbeginn her). Die eine argumentierte, dass es für sie zum Lernen dazu gehöre, dass der Hund auf dem Platz auch andere Hunde sehe und trotzdem in ihrer Nähe entspanne, die andere argumentierte, dass schließlich die Menschen auch entspannen wollten und jeder Hund lernen müsse, in so einer Box zu bleiben. Ein Seitenblick in die Boxengasse bestätigte meine Befürchtungen – es sah aus wie in einem Tierheim.

Das mag gehen, wenn es von klein auf trainiert wird. Wobei mir nicht klar ist, warum auf dem Hundeplatz die Menschen entspannen wollen. Dafür habe ich ein Zuhause. Aber einen Hund aus einem rumänischen Tierheim in so einer Box? Der hinter einem Baby-Absperrgitter anfängt zu zittern und schlottern und sich nur noch ganz klein macht? Das war das letzte No-Go auf meiner internen Liste.

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Bild von Tim von Vollerbilder

Unser erstes Probetraining

Während meiner Suche nach einem Verein erreichte mich die Nachricht einer Freundin, dass der Hundesportverein aus dem letzten Sommer wieder Kapazitäten hätte und ich noch mal zum Rally Obedience Probetraining kommen könne. Da dieser Verein jedoch überwiegend nur Agility und Rally Obedience anbietet, hatte ich das erstmal nicht in Betracht gezogen. Aber nach dieser Erfahrung wollte ich den anderen Platz nicht mehr kennenlernen und rief noch aus dem Auto bei ihr an, ob wir nächstes Wochenende kommen könnten.

Rally Obedience mag nicht der perfekte Sport für Enki sein, aber die Menschen und die Trainingsgrundsätze dieses Vereins sind es und da ist mir die Sportart fast schon egal.

„Ziel des Deutschen Hundesport Verbandes ist die größtmögliche Harmonie zwischen Mensch und Hund sowie die konfliktfreie Integration des Hundes in Umwelt und Gesellschaft.“
DHV – Ethische Grundsätze für die Ausbildung von Hunden

 

Am nächsten Sonntag trafen wir also auf dem Hundeplatz ein. Überraschenderweise nicht nur wir, sondern auch die junge Dame vom Wochenende zuvor, die ihren Hund nicht in die Box bringen wollte. Ansonsten war es eher ruhig, da die meisten Vereinsmitglieder auf einem Turnier waren. Meine Freundin hat das Training an diesem Sonntag übernommen, uns herzlich begrüßt und sich zu Beginn fast eine halbe Stunde Zeit genommen, um unsere Fragen zu beantworten, Abläufe beim Training zu erklären und allgemein die Verhaltensweisen auf dem Platz. Das Besondere an diesem Verein ist, dass er Untermieter eines Reitvereins ist und so hatten wir auf der Nachbarkoppel gleich Pferde als Ablenkung, da dort ein Seminar stattfand.

Gemeinsam mit ihr haben wir dann einen Parcours aufgebaut, während sie schon mal Grundlagen und die Schilder erklärte. In einer zweiten Runde wurde der Parcours dann begangen, damit wir Zweibeiner eine Idee haben, wie das abläuft und was wo von uns erwartet wird. Immer wieder hat sie betont, dass wir uns keinen Stress machen sollen und nur das machen, was wir uns mit unseren Hunden zutrauen.

Ich legte für mich gleich fest, dass mein Ziel am Ende des Trainings eine kurze Zeit ruhig bei Fuß wäre, mit Enkis Aufmerksamkeit bei mir. Mit ihren zwei Hunden und den dreien, die die andere Frau mitgebracht hatte, wäre die Ablenkung für Enki schon sehr groß. Und noch während ich es aussprach schaute ich zu meinem Hund und sah, wie er stillschweigend auf seiner Decke im Platz lag und mir zuschaute, was ich da so auf der Wiese treibe. Ich war richtig stolz auf den kleinen Mann.

Grafik von Mara | kostenlos bei Aram & Abra

Die Hunde durften erst einen Moment toben und sich kennenlernen und dann begann das Training. Während die anderen sich an dem Parcours versuchten verzog ich mich Enki ans andere Ende der Wiese und fing schon mal an ihn in den Arbeitsmodus zu bekommen.

Wir waren an der Reihe und unglaublich aber wahr, Enki lief den gesamten Parcours mit mir. Klar, es gab Übungen die wir noch nicht trainiert hatten und die dementsprechend noch nicht funktionierten. Zum Beispiel eine Kehrtwende oder auch ein längeres Bleib, bei dem ich um ihn rumgehe. Aber alles in allem war er voll bei mir. Nach einer Pause zeigte sich in der zweiten Runde, dass das kein Zufallstreffer war.

Glücklicherweise wurde unser zweiter Lauf aufgenommen und so konnte ich mich Zuhause immer wieder davon überzeugen, dass das Erlebte wirklich wahr war. Enki arbeitete mit Freude mit mir. Wir sind wahrlich auf dem Weg zu einem guten Team.

Für uns steht fest, wir haben unseren Verein gefunden und wider Erwarten auch die zu uns passende Sportart.

Was macht einen guten Hundesportverein nun aus?

Wie eingangs gesagt ist das eine sehr persönliche Entscheidung. Was für den einen gut ist, ist für den anderen der Graus. Und das meine ich völlig offen und wertfrei. Aber für mich haben sich ein paar Punkte herauskristallisiert, die ich dir hier als Checkliste mitgeben möchte:

  • Welche Sportarten werden angeboten?
  • Passe ich mit meinem Erziehungsstil in den Verein?
  • Kann ich möglichst regelmäßig die Trainingszeiten einhalten?
  • Passen mir die gewünschten Verhaltensweisen und Benimmregeln auf dem Platz gut leben?
  • Kann ich mit der Vereinskultur leben?
  • Passt mein Anspruch und Ehrgeiz (oder das Fehlen desselben, wie bei mir) in die generelle Stimmung des Vereins?
  • Manch einem mag auch die Platzanlage an sich wichtig sein.

Das sind Punkte, dir mir wichtig sind. Vielleicht sind es bei dir aber auch ganz andere.

Weiterführend hier die Links zu den Dachverbänden:

Verband für das deutsche Hundewesen: http://www.vdh.de/home/

Deutscher Verband der Gebrauchshundsportvereine http://www.dvg-hundesport.de/home/dvg~8a8181bf185f1e0f01185f22e2690018.de.html

Deutscher Hundesportverband http://www.dhv-hundesport.de/

 

Bist du schon in einem Hundesportverein? Und nach welchen Kriterien hast du deinen Verein ausgewählt?

Immer wieder lesen? Pin it!

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  1. Bin mit Jana noch nicht in einem Verein, habe einiges angeschaut, aber irgendwie war einfach das Richtige noch nicht dabei.
    Die Art Hundeerziehung, die du auf dem 1. Platz erlebt hast, geht für mich auch überhaupt nicht. Nachdem Beate, bei der ich mit meinem letzten Hund war (ist kein Verein, sondern eher auf privat-freundschaftlicher Basis) keinen Welpenkurs anbieten konnte (Jana war der einigste Welpe) war ich beim Gebrauchshundeverein meiner Heimatstadt. Aber dort stimmte die Chemie zu den Trainern nicht für mich, ich brach dann ab. Inzwischen war Jana Junghund und Beate bot eine Junghund-Dummygruppe an. Dort sind wir immernoch dabei, alle 5 Hunde ungefähr im gleichen Alter. Das macht Jana viel Freude und kommt ihrer unbändigen Energie entgegen.
    Zusätzlich wollte ich noch die BH-Ausbildung machen (weiss erst seit kurzem, dass sie die Prüfung als Besuchshund nicht zwingend braucht). Hatte mich dann in der näheren Umgebung bei einem anderen Gebrauchshundeverein umgeschaut und der Umgang dort mit den Hunden gefiel mir. Wir fingen auch in der Junghundegruppe an. Mitglied bin ich nicht, man kauft eine 10-ner Karte für 40,– Euro und die ‘arbeitet’ man dann ab. Aber irgendwie geht’s nicht weiter, der Kurs dauert ne halbe Stunde, die Hunde lernen verschiedene Koordinationsübungen, aber das wars dann auch schon. BH-Ausbildung wird angeboten, aber anscheinend ist man da alleine mit Trainerin für ca. 10 MInuten auf dem Platz je Einheit, in der Gruppe wird da nichts gemacht. Das ist auch nicht das, was ich mir vorstelle.
    Werde meinen 10-ner Block noch aufbrauchen und mich dann neu orientieren. Echt schwierig..

    1. Das mit der 10er Karte ist ja merkwürdig. So etwas kenne ich von Vereinen gar nicht. Nur “Jahresbeitrag” (hier 70€) und dann macht man, worauf man Lust hat und wo Platz in der Gruppe ist.
      Ich hoffe, dass ihr ein gutesnZuhause für das Training findet.

  2. Oh je, der erste Verein klingt ja bezaubernd. Und die Erklärung mit den Kettenhalsbändern….

    Ich bin heute gerade an einem Verein vorbeigefahren und habe auch überlegt ob es Sinn macht mit Aileen etwas zu starten. Aber wahrscheinlich werde ich dann erstmal in meiner Hundeschule gucken, denn die bieten auch so gut wie alles an. Ansonsten ist Aileen auch nicht unbedingt ein Arbeitstier – ihr ist eigentlich nur wichtig ausreichend Schlaf zu bekommen. 😀

    1. Meine beiden haben halt richtig Lust zu arbeiten und mit zwei Hunden werden auch die “nur Hobby” Angebote meiner Hundetrainer zu teuer. Sie sind zwar unglaublich und unglaublich toll, wollen aber merkwürdigerweise auch von etwas leben. 😀
      Wenn du doch mal nezgierig bist, fahr bloß erst allein hin. 😉

  3. Ihr seht toll aus bei eurem Training. 🙂 Um ehrlich zu sein hat mich das Wort Obedience immer ein bisschen abgeschreckt, obwohl den Hunden natürlich egal ist, wie man es nennt. Mit Kalle habe ich mal Mantrailing gemacht. Das hat uns zwar Spaß gemacht, war aber ziemlich zeitaufwendig und teuer, deshalb ging es nicht öfter als einmal im Monat. Außerdem musste Kalle halt immer im Auto warten und für die Zeit, in der er dann wirklich gesucht hat, hat sich der Aufwand nicht so gelohnt. Momentan habe ich das Gefühl, dass er mit Tricksen und Suchspielen ganz zufrieden ist. Aber wenn uns doch noch mal die Lust auf Hundesport überkommt, probieren wir vielleicht auch Rallye Obedience aus. Es sieht jedenfalls schön ruhig und konzentriert aus, wäre also vermutlich das Richtige für Kalle. 🙂

    1. Ja, es ist ruhig und konzentriert. Deshalb dachte ich nicht, dass es was für Enki sein könnte. 😂 Und deine Probleme mit dem Wort Obedience kenne ich nur zu gut. Oder mit Unterordnung, oder Gehorsam,… Ich bin für Rallye Teamwork. 😉

  4. Puh, der erste Verein ist ja der Hammer… Das kenn ich nur noch aus den Anfängen meiner Zeit als Hundefrauchen vor gut 20 Jahren. Mist, das macht mich grad echt alt, wenn ich so drüber nachdenke -.-
    Mein Problem bei den Vereinen oder Hundeschulen – und ich habe bedingt durch Umzüge einige durch – war eigentlich immer, dass ich so überhaupt keinen Draht zu den Leuten gefunden habe, weil deren Welt irgendwie immer aus Klatsch&Tratsch und/oder Leistung bestand. Mein Anspruch war eigentlich nur, dass ich bissl was mit den Hunden arbeiten wollte.

    1. Das Gefühl kenne ich nur zu gut. Dieser am Rande bemerkte Verweis von einem Hundeplatz, weil ich einen Mischling hatte, war 1999 und ja, da war ich schon über 20. 😂
      Und was den Draht zu den Leuten angeht – das hat sich bei mir mit dem Alter geändert und an Wichtigkeit verloren. So lange ich mit meinen Hunden dort Spaß haben kann, reicht es. Für einmal in der Woche trainieren muss ich die Leute nicht mögen, das wäre einfach ein toller Bonus. Wie eben jetzt, dass sogar eine Freundin dort trainiert.

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