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Hundeblog / Leben mit Hund

Ein verrücktes Jahr!

Die Einleitung soll der wichtigste Teil eines Textes sein. Aber wenn man so lange keinen Artikel geschrieben hat, wo fängt man dann an? Vielleicht im März, denn da änderte sich doch so viel für uns alle.

2020 war und ist für sehr viele von uns ein denkwürdiges Jahr. Und auch für mich hat dieses Jahr bisher viele Aufs und Abs parat gehalten.

Wenn viel zu viel wird

Nach der ersten Sorge im März stellte sich schnell heraus, dass in meinem Hauptjob die Auftragslage eher steigt. Es war viel: Viel mehr Kunden, viel mehr psychologische Betreuung, neue Konzepte, Pläne und viele Kleinigkeiten, die Flexibilität und Agilität verlangten.

Schon im vergangenen Jahr kam dieser Blog etwas zu kurz, dieses Jahr fand er dann gar nicht mehr statt. Ich strampelte mich nach allen Seiten frei, um wieder atmen zu können. Ich stieg ganz aus Pinterest und Facebook aus und legte den Blog auf Eis. Zeitweise dachte ich sogar daran, den Blog ganz offline zu nehmen und mich total aus den sozialen Medien zurückzuziehen. Damit hätte ich dann wahrlich das Kinde mit dem Bade ausgeschüttet.

Gesundheitlich war ich auch lange angeschlagen. Nachdem mich im März Enki bei einer Streiterei mit Kane aus Versehen am Daumen erwischte und ich eine fette Entzündung, die mit noch fetteren Antibiotika behandelt werden musste, davon trug, kapitulierte mein Körper. So wenig Energie und so viele Anforderungen zusammen hatte ich schon lange nicht mehr. Zum Glück konnte ich mich nach einer Weile auf mein Wissen als Heilpraktikerin besinnen und meinem Körper so helfen, wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Gesunde Ernährung, Nahrungsergänzung, Yoga und viel Schlaf halfen.

Quo vadis blog?

Im Spätsommer kehrte endlich wieder mehr Normalität in meinem Job und meinem Leben ein und ich begann zu hinterfragen, was ich eigentlich wirklich möchte. Der Blog (und dazu gehörig die sozialen Netzwerke) und ich haben eine On-Off-Beziehung. Ich liebe es, zu schreiben, mit euch Lesern in Kontakt zu kommen und ich liebe die Fotografie. Aber ich habe einen Hang zum Perfektionismus, der dann gerne in ewig langen To-do-Listen, Redaktionsplänen und am Ende Frustration endet.

Außerdem habe ich das Gefühl, dass der Blog nicht mit uns gewachsen ist. Wenn ich nur ein paar Beiträge zurück scrolle, sehe ich, wofür wir früher standen. Das Leben mit verhaltensoriginellen Hunden. Gerne ließ ich euch an meinen Problemen und Nöten mit Enki und Luna teilhaben, immer in der Hoffnung, dass sich dann vielleicht eine von euch nicht so allein fühlt.

Aber nach einer Kehrtwende Ende 2019 sind wir das nicht mehr. Wir sind zu einem langweiligen Team geworden, das ganz ohne Baustellen und mit viel Freude gemeinsam da draußen unterwegs ist. Dieser Blog stand also für mich auch mit seiner Identität auf dem Prüfstand. Was kann ich euch erzählen, worüber möchte ich schreiben?

Je länger ich mit dem Gedanken, den Blog ganz offline zu nehmen, durch die Gegend ging, desto mehr wurde mir klar, wie sehr ich das Schreiben vermissen würde. Wie stolz ich auf die vergangenen vier Jahre bin und wie gerne ich das weitermachen möchte.

Und ich wäre nicht ich, wenn ich dann nicht springen würde. Hier bin ich nun, zurück mit dem ersten Artikel seit einer ganzen Weile und es fühlt sich an wie ein erstes Blind Date mit euch. Und zusätzlich stelle ich das, was mir so viel Freude macht und was ich mir in den vergangenen Jahren erarbeitet habe, auf ein grundsolides Fundament. Ab Dezember mache ich ein berufsbegleitendes Studium zur Social Media Referentin.

Von Müsli-Hunden und tollen Frauen

Ich habe viele neue Ideen für diesen Blog und schaue mal, was ich davon dann tatsächlich umsetzen möchte. Unsere Themen werden sich etwas ändern. Weg von den Leinenrambos hin zu Artikeln über uns als Team, zu Wanderungen und auch hin zu mehr Nachhaltigkeit. Das habt ihr in den zwei Artikeln dazu vielleicht schon bemerkt, dieses Thema liegt mir sehr am Herzen. Auch wenn es da draußen viele Profis zu dem Thema gibt, möchte ich euch an meinem Weg teilhaben lassen. Denn ähnlich wie unser Weg in der Hundeerziehung ist auch der Weg zum grünen Müsli-Hund eher chaotisch und unperfekt. Ja, der Müsli-Hund wird eine neue Kategorie hier auf dem Blog. Und keine Sorge, das heißt nicht, dass die Rabauken jetzt nur Müsli bekommen. Es ist bei uns Zuhause eher eine ironische Bezeichnung, die aus Zeiten stammt, in denen man als ökologisch bewusster Mensch noch als „Müsli“ mit Birkenstock und Seidenkaftans angesehen wurde. 😉

Und noch etwas möchte im nächsten Jahr machen. Ich möchte euch Frauen und ihre Hunde vorstellen. Geschichten aus dem Leben, Geschichten, die zum Lachen oder zum Weinen bringen, die euch inspirieren und die den Geist weitertragen, mit dem ich diesen Blog begonnen habe: sich zu identifizieren und sich nicht mehr so allein zu fühlen.

Wenn eine von euch auch ihre Geschichte mit ihrem Hund erzählen möchte, meldet euch sehr gerne per Mail an blog@thepellmellpack.de Ich freue mich auf viele tolle Frauen und noch tollere Hunde!

Da ist er, der erste Artikel nach einer gefühlten Ewigkeit. Ohne Konzept, ohne SEO, ein einfaches Hallo an euch. Es fühlt sich gut an, wieder zu schrieben. Und es fühlt sich noch besser an, wieder mit euch in Kontakt zu sein.

Enden möchte ich mit einem wundervollen Zitat, das in meiner Küche an der Wand hängt:

“A smooth sea never made a skilled sailor.” ~ Franklin D. Roosevelt

 

Wenn ihr Freude an diesem Blog habt, seid ihr genau so wenig wie ich eine Schönwetter-Kapitänin. Seid stolz auf euch und auf alle Stürme, die ihr bereits durchschifft habt.

Bis bald!

Hundeblog The Pell-Mell Pack

About Author

Bloggerin mit einem Faible für Fotographie.