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Hundetraining & Auslastung

Canis Autonomus – Erziehung zur Eigenständigkeit?

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Ich möchte meinen Hund möglichst weit zur Eigenständigkeit erziehen. Angesichts dieser Idealvorstellung kommen jedoch viele Fragen auf. Wie weit führe ich meinen Hund und bis wohin darf er eigene Entscheidungen treffen? Kann er überhaupt eigene Entscheidungen treffen? Ist Gleichberechtigung mit meinem Hund (in gewissem Maße) möglich?

Ein eigenständiger Hund

Bei Ronja, unserem ersten gemeinsamen Hund, wusste ich, dass sie das kann. Wir haben sie mit einem Jahr aus dem Tierschutz übernommen und sie hat da schon selbst entschieden, nicht zuletzt für uns als ihre neuen Halter. Situationen hat sie eigenmächtig erfasst und gewertet. Entsprechende Handlungen folgten. Wir haben das nicht infrage gestellt, da wir eigentlich immer ihrer Meinung waren.

Jamie, den ich [1] jung vom Züchter bekam, habe ich sehr stark erzogen und an mich gebunden. Er durfte in meiner Anwesenheit nicht allein entscheiden, ich habe entschieden. So blieb er Zeit seines Lebens zwar sehr sozialverträglich, aber auch immer abhängig von mir. Ich wurde für diesen leichtführigen Hund, der immer auf mich hört, von vielen Menschen bewundert und beneidet. Wir jedoch hofften immer, dass er noch ein paar Ecken und Kanten entwickelt. Als Jamie jung war wurde immer häufiger darüber diskutiert, wie wichtig es ist, dass ich als Hundehalter die Entscheidungsinstanz bin. Wie falsch eigene Entscheidungen des Hundes sein können (Stellen und Verbellen, Jagen, …).

Viele eigenständige Handlungen des Hundes passen nicht in unser soziales und urbanes Umfeld und hinterher muss der Hundehalter sich dann einiges anhören und um Entschuldigung bitten. Daher war es mir bei meinem ersten reinrassigen Hütehund sehr wichtig, dass er sich keine eigenen Jobs sucht und alle Entscheidungen gefälligst mir überlässt.

Gerade jedoch in unserer Situation, mit einem abgelegenen Haus im Wald ohne Nachbarn, haben bei uns die Hunde auch eine Schutzfunktion. Da ist es wichtig, dass sie ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln und auch eigenständig agieren. Außerdem finden wir es beide sehr charmant, wenn unsere Hunde nicht bei allem zu uns schauen, sondern selbstständig Lösungen finden. Das kommt unserem Traum vom Team näher. Natürlich nicht basisdemokratisch, aber doch mit eigener Stimme für die Vierpföter, die auch gehört wird.

Von der Theorie in die Praxis

In der Theorie klingt das für uns sehr schön. Aber wie können wir das in die Tat umsetzen? Wann greifen wir ein, welche Erfahrungen lassen wir den Hund alleine machen? Wie können wir sicherstellen, dass der Hund im Ernstfall unser Vetorecht akzeptiert?

Noch habe ich für Dich keine Antworten. Enki ist unser Versuchskaninchen dieses Erziehungsstils. Ein wenig Montessoripädagogik [2], ein wenig autoritativer Erziehungsstil [3]. Und selbst wenn es gut funktioniert, Enki ist ein Individuum. Das kann bei einem anderen Hund ganz anders sein.

Den Schwerpunkt haben wir bei ihm auf Abbruchsignale wie „Nein“, „Schluss“ und „Zu mir“ als Rückruf gelegt. Diese drei Signale funktionieren inzwischen auch mit großer Ablenkung ganz gut und werden nach wie vor besonders verstärkt (bei Enki meint das viel Lob, darauf reagiert er am besten). Wenn sie nicht befolgt werden, hat das bei uns jedoch auch Konsequenzen und die findet Enki meist nicht so witzig. [4]

Als Enki kam, war im vieles unheimlich, er konnte Situationen nicht einschätzen. Einerseits war das natürlich seinem Alter geschuldet. Geschätzt war er gerade ein halbes Jahr und damit in der Phase, in der Hunde häufig Angst zeigen, weil sie alles neu bewerten. Andererseits war aber natürlich wirklich alles neu für ihn. Er wurde ja gerade aus Rumänien nach Deutschland verfrachtet.

Im Garten hatte er abends Angst, wenn es dunkel wurde. Er hat alle Geräusche und Schatten angebellt und ist dabei vorsichtig rückwärts Richtung sichere Terrassentür gegangen. Häufig haben wir ihn abends nach draußen begleitet und uns in die Mitte des Rasens gehockt. Die Schatten und Geräusche haben wir ihn dann allein untersuchen lassen. Langsam pirschte er sich vor und inspizierte alles und so hat er sich nach und nach den gesamten Garten erobert. Die Geräusche der Wildtiere und Vögel haben ihren Schrecken verloren. Die unheimlichen Schatten wurden als Bäume und Büsche identifiziert.

Enki darf sich ausprobieren

Wir haben nichts dagegen, wenn er über den Sessel auf die Couch klettert und von da auf die Fensterbank, solange er uns dabei nicht einschränkt und nervt. Im Garten versucht er über verschiedene Gartenmöbel an sein Ziel zu kommen, ohne den Boden zu berühren. Es ist zauberhaft zu sehen, wie er mehrmals langsam seine Pfote in Richtung des nächsten Ziels (zum Beispiel Gartenstuhl) streckt, bis er den Mut hat, die Pfote aufzusetzen. Langsam bringt er dann Gewicht auf die Pfote und testet, ob der erkorene Weg ihn auch hält. Und so klettert er weiter, bis er am Ziel des Tages angekommen ist. Inzwischen hat er ein unglaubliches Gleichgewicht und ein solides Zutrauen in seinen Körper bekommen. Wir merken in verschiedenen Situationen, dass er weniger tollpatschig und viel agiler und zielsicherer geworden ist.

Auch draußen darf er weit mehr als alle Hunde vor ihm. Er darf buddeln, wo er möchte. Er darf Stöckchen oder ganze Äste suchen und kauen und damit ins Haus balancieren. Gerade hier könnte ich ihm stundenlang zuschauen, wenn er versucht einen riesigen Stock durch die ein paar Zentimeter offenstehende Terassentür zu bekommen.

Wenn ein Ball in den Teich fällt, kann er ihn inzwischen sicher wieder bergen. Egal, ob es ein schwimmender Ball ist oder ob er danach tauchen muss.

Am Anfang war er sehr auf seine Pfoten und seine Augen fokussiert. Inzwischen setzt er auch immer häufiger seine Nase ein und ich habe wieder damit begonnen, ihn Futter im Garten suchen zu lassen.

In unserer Samstagrunde kommt er nicht mit jedem Hund klar. Insbesondere einen Hund mag er gar nicht, seit der nach seinem Lieblingsherrchen geschnappt hat. Er verknurrt ihn, hält ihn von uns fern und hat mit dem anderen auch schon einen Kampf begonnen. Wenn er entschieden hat, dass er den Hund nicht mag, ist es für uns in Ordnung. Aber wenn er den anderen Hund angreifen will, gehen wir natürlich dazwischen. Er soll lernen, dass wir seine Entscheidung ernst nehmen und akzeptieren, aber keine Aktionen zulassen. Das ist manchmal eine schwere Gradwanderung, da ich eigentlich schon beim ersten Knurren dazwischen gehen möchte, der Lieblingsmann jedoch logisch herleitet, dass Enki nicht jedem anderen Wesen freundlich gesonnen sein muss und er das Recht habe, das auch kundzutun.

Kuscheln und Spielen wann er es möchte

Enki darf zu uns kommen und uns von sich aus zum Kuscheln oder Spielen auffordern, wenn er das möchte. Genauso lernt er aber auch, dass er damit keinen Erfolg hat, wenn wir gerade nicht in der Stimmung sind. Er hat inzwischen ein sehr gutes Gefühl, wann so eine Aufforderung erfolgversprechenden ist und wann nicht und achtet auf unsere Stimmungen. Eine Ausnahme bestätigt diese Regel.

Von Anfang an hatte dieser fröhliche und extrovertierte Hund seine depressiven Momente, in denen er die Welt gerade nicht versteht. Dann will er unbedingt auf den Arm, den Schoß oder wo auch immer gerade der meiste Körperkontakt möglich ist und steckt seinen Kopf unter den Pullover. Er will dann nicht gekrault oder geschmust werden, sondern einfach nur gehalten – so fest wie möglich. Ich habe keine Ahnung, was diese Momente auslöst, was dann in ihm vorgeht. Sie werden zwar seltener, aber kommen immer noch vor. Egal, wie meine Laune ist, in so einem Moment hat sein Bedürfnis nach Nähe und Sicherheit oberste Priorität.

Ich bin gespannt, wohin uns unsere Reise führt. Auf den ersten Blick wirkt Enki für Außenstehende wie der unerzogenste Hund, den wir bisher hatten. Ja, er kann sicher Sitz, aber bei Platz wird es mit dem sicher schon schwierig. Und wie ich letzte Woche schrieb, arbeiten wir gerade am Bleib. Bei unseren vorherigen Hunden saß das alles im gleichen Alter schon weit besser. Aber keinen unserer vorherigen Hunde konnten wir bei so einer Reise zu sich selbst begleiten. Erleben, wie Lösungswege immer kreativer werden, wie das Körpergefühl steigt und wie das Selbstbewußtsein sich entfaltet.

Lunas Umgang mit der Eigenständigkeit

Spannend finde ich auch, wie Luna dauerhaft mit diesem Erziehungsstil umgeht. Denn der endet ja nicht bei Enki. Es gibt immer wieder Momente, wo ich Luna förmlich den Aufschrei im Gesicht ansehe: „Das darf man nicht, Du Idiot!“ und dann schaut sie erstaunt, wenn Enki nicht den von ihr erwarteten Ärger bekommt. Sie probiert nun auch mehr und mehr aus, was in Ordnung ist und was auch bei uns nicht erlaubt ist. Canis autonomus hin oder her – Kater jagen fällt in die Kategorie autoritativer Erziehungsstil.

Eine sehr gute Freundin war letztes Wochenende mal wieder zu Besuch. Sie hat Luna inzwischen dreimal erlebt. Kurz nach der Ankunft bei uns, vor drei Wochen und eben vor ein paar Tagen. Ihr fiel auf, dass Luna jedes Mal wie ein ganz anderer Hund wirkte. Und auch in den letzten drei Wochen noch mal eine für sie kaum glaubbare Veränderung stattgefunden hätte. Luna würde mehr in sich ruhend wirken und hätte einen ganz anderen, viel entspannteren Gesichtsausdruck bekommen. Zu Enki hat sie nichts gesagt. Aber in den ist sie so schwer verliebt, da ist keine objektive Betrachtung der Entwicklung mehr möglich.

Ein schönes Beispiel für Enkis Entwicklung sind zwei Begebenheiten im Wald

Vor ein paar Monaten gingen Enki und ich im Wald spazieren. Plötzlich fing er an zu fiepen und winseln, blieb nah bei mir und klappte den Schwanz ein. Je weiter wir vorwärts gingen, desto ängstlicher wurde er. Und dannhörte ich einen Schuß. Es waren bei uns an einem Sonntagnachmittag mal wieder Jäger im Wald unterwegs. Genau in der Richtung, in die wir gingen.

Vor zwei Wochen war ich wieder mit Enki im Wald unterwegs. Er blieb abrupt stehen, warf sich in die Brust, schnupperte und knurrte kurz und leise. Dann machte er kehrt und ging an mir vorbei in die Richtung aus der wir kamen. Nach ein paar Schritten schaute er sich um, ob ich ihm folgte. Und ja, das tat ich. Als wir ein paar Meter in die „verkehrte“ Richtung gegangen waren, hörte ich hinter uns wieder einen Schuß. Es waren mal wieder nachmittags Jäger im Wald unterwegs und wir wären beinah wieder genau in ihre Richtung gelaufen. Aber Enki hatte wohl ihre Witterung aufgenommen oder vielleicht das Adrenalin geahnt. So hat er unsere Kehrtwende bestimmt und einen sicheren Weg gewählt.

Fragt mich nicht, warum die da nachmittags im Wald jagen müssen. Das wüsste ich auch gern und das ärgert mich schon länger. Unser Wald ist Naturschutz- und Naherholungsgebiet. Und wenn da schon eine Jagd angesetzt wird, könnten sie zumindest Warnschilder aufstellen…

Wie sieht denn Dein Erziehungsstil aus?


[1] Entschuldige den Wechsel zwischen „wir“ und „ich“. Der Lieblingsmann war und ist bei der Erziehung unserer Hunde unterschiedlich stark involviert.

[2] Als Grundgedanke der Montessoripädagogik gilt die Aufforderung „Hilf mir, es selbst zu tun“.

[3] Nach Diana Baumrind: Eltern schätzen den autonomen und eigenen Willen des Kindes und berücksichtigen seine Interessen, die elterliche Sichtweise hat jedoch Vorrang und es wird Gehorsam erwartet; um sich durchzusetzen, verwenden die Eltern sowohl Argumente als auch ihre Macht; elterliche Entscheidungen werden diskutiert.

[4] Nein, wir verprügeln ihn nicht. Egal, was er Deinem Vierbeiner in Hundechats erzählt.

 

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10 Comments

  • Reply
    moe8me
    13. Oktober 2016 at 9:13

    Ich glaube, nichts ist so schwer, als den eigenen Weg mit dem lieben Vierbeiner zu finden. Euren Stil, den ihr jetzt bei Enki verfolgt, finde ich wunderbar. Wenn der Hund sowohl weiß, in welchen Situationen er ausprobieren soll und darf und in welchen Situationen eben die Menschen sagen, wo es langgeht, stelle ich mir das Zusammenleben weit entspannter vor, als wenn dem Hund jegliche Entscheidung abgenommen wird.

    Ich werde mir mal Gedanken machen, inwieweit wir das umsetzen könnten – denn Moe hat im Grunde nie gelernt, Entscheidungen zu treffen. Ich weiß nicht, ob du Linda und Andrea vom Newspinscher Blog kennst (leider bloggen die beiden nicht mehr), aber da ging es auch einmal darum: Linda darf häufig den Weg wählen, der entlang gegangen wird. Ich habe das also auch mehrfach mit Moe ausprobiert. Die ersten Male war er wahnsinnig unsicher, hat sich immer wieder umgedreht, wusste gar nicht wohin. Schließlich sind wir wieder Heim gegangen.
    Irgendwann merkte er aber: Hey, wenn das so ist – lass uns zum Strand! Und dann ging es plötzlich los.

    Diese Art des Gassigangs praktizieren wir nun zu 90%: Moe bekommt an der Gartentür die Frage gestellt: Wohin soll es gehen? – Und dann entscheidet er.
    Ich muss mich wohl mal damit auseinander setzen, wie ich Moe generell ermutigen kann, eigenständiger zu werden – ich glaube, dass würde seinem Selbstbewusstsein gut tun, nicht immer an „Muttis Rockzipfel“ zu hängen. Und wahrscheinlich ist das einen eigenen Blogartikel wert. 🙂 Vielen Dank für deine Anregung!

    Liebe Grüße
    Nicole

    • Reply
      The Pell-Mell Pack
      13. Oktober 2016 at 11:49

      Liebe Nicole,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Ich denke, mit dem vorhandenen Hund neue Wege einzuschlagen, ist immer das Schwerste.
      Ich bewundere deine Energie zurückzutreten und das bisherige auf den Prüfstand zu stellen.
      Wir hatten zwischen Enki und Jamie die Chance, kurz innezuhalten und zu überlegen, wohin die Reise gehen soll.
      Ich lerne so auch eine laissez-faire Einstellung und nicht bei allem gleich das Schlimmste zu erwarten und zu sehen. Gerade bei Enkis Kletterversuchen ist mir am Anfang das Herz in die Hose gerutscht. Er hat doch schon eine kaputte Hüfte, was, wenn er stürzt?
      Vertrauen zu haben, dass nichts Schlimmes passiert, das der Kleene das schon selbst einschätzen kann und das die Welt nicht gleich untergehen wird, finde ich wirklich schwer.
      Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen und den Artikel dazu. Da sind dann bestimmt für mich noch weitere Anregungen dabei, wie hier die Entscheidung über die Spaziergangsrichtung. Schade, dass sie den Newspinscher Blog entfernt hat und ich nun nicht mehr durch die Archive stöbern kann.
      Herzliche Grüße
      Stephie

  • Reply
    dreipunktecharlie
    13. Oktober 2016 at 15:16

    Sehr spannend zu lesen und sehr anschaulich geschrieben!
    Am Besten gefällt mir der Part, in dem Enki über die Gartenmöbel balanciert! Kopfkino pur. 🙂
    Ich werde mir bestimmt in den kommenden Tagen Gedanken machen, ob ich vielleicht bei Charlie auch ein wenig Autonomie fördern kann und ob sich das mit der Erblindung verträgt. Denn eigentlich merke ich gerade verstärkt, wie sehr er auf meine Führung angewiesen ist. Erst gestern ist er gegen einen Blumenkasten gelaufen, weil er mal wieder zu ungestüm war. 😉

    • Reply
      The Pell-Mell Pack
      13. Oktober 2016 at 15:32

      Liebe Sandra,
      Charlie ist da ja auch ein besonderer Hund. Trotzdem hat er die bessere Nase und die besseren Ohren als Du.Und generell haben Tiere einen guten sechsten Sinn. Ich bin mir sicher, Enki hat die Jäger im Wald nicht gesehen. Vielleicht findet ihr ein gutes Abkommen. Seine Nase und Ohren, deine Augen. Und dann übernehmt ihr mit Euren Superkräften die Weltherrschaft! 🙂
      Übrigens hat mich Enkis Angst vor Dunkelheit damals veranlasst, Nachtblindheit und Augenkrankheiten zu googeln. Der Weg zu PRA war schnell gefunden und im Rahmen meines wahnsinnigen Googlenachmittags (bei dem ich Enki mit 50 Krankheiten versehen habe) bin ich dann auch über Euch gestolpert und hänge seitdem am Charlie-Haken. 🙂
      Herzliche Grüße
      Stephie
      P.S.:Meinst du, der Blumenkasten hängt mit den Augen zusammen? Meine blinde Paula rennt gegen nichts, Enki aber rennt jeden Pott um, wenn im Kopf nur noch der Clown rotiert.

      • Reply
        dreipunktecharlie
        13. Oktober 2016 at 15:40

        Dreipunktecharlie übernimmt die Weltherrschaft. Seine rechte Hand: Enki! 🙂
        Du hast Enki 50 Krankheiten angedichtet? Wahnsinn. Ich verbiete mir immer das googlen und warte ab, was unser TA sagt, denn sonst hätte ich wahrscheinlich schon mehrfach eine Urne für Lis bestellt. 🙂
        Ja, der Blumenkasten war nicht in einer „5-Minuten-Phase“, sondern beim lockeren Nebeneinander-Laufen. Einfach geradeaus. Und genau so hat er ihn dann auch getroffen. Der Blick danach war köstlich!
        Aber wie gesagt, ich mache mir mal Gedanken, wie ich Euren Ansatz auf uns übertragen kann und werde dann bestimmt berichten!
        Liebe Grüße
        Sandra mit Charlie und Lis

        • Reply
          The Pell-Mell Pack
          13. Oktober 2016 at 15:50

          Boah, Charlie hat das nur 5 Minuten lang? Ich bin so neidisch. Wenn Enki aufdreht, haben Luna und ich eine halbe Stunde zu tun, damit er mal wieder etwas runterkommt und seinen Namen registriert.
          Lasst Euch also noch ein wenig Zeit mit der Weltherrschaft, eure rechte Hand muss noch auf die Weide! 🙂

          • dreipunktecharlie
            13. Oktober 2016 at 15:52

            Anfangs hatte Charlie das auch länger. Irgendwann mal war ich so genervt, dass er mich dabei ignoriert hat, dass ich heulen musste. Das hat ihn schockiert und seitdem beschränkt er sich zeitlich auf meine Toleranz-Zeit. 🙂

          • The Pell-Mell Pack
            13. Oktober 2016 at 15:56

            Haha, wenn er mich zum Heulen bringen würde, wäre Enki wohl auch einem Herzinfarkt nah. Aber das wird wohl gespielt nicht klappen. Sechster Sinn und so.

  • Reply
    Stephanie
    17. November 2016 at 12:50

    Hallo 🙂
    Ich habe vorgestern durch Zufall deinen Blogeintrag gelesen und musste an einigen Stellen schmunzeln und zwei Mal herzhaft lachen. Als du beschrieben hast, wie du Enki ab und zu die Führung auf eurem Spaziergang überlässt, war ich erst überrascht und dann setze bei bei das Nachdenken ein: Es trifft wohl leider auch zu 99% bei zu, dass ich bestimme wo ich mit meiner Hündin langgehe. Klar darf sie mal länger schnuppern oder, wenn sie ohne Leine unterwegs ist auch mal ihre eigenen (kontrollierten) Wege gehe. Aber ihr mal richtig die Führung überlassen…?!
    Gestern habe ich es getan und es war ein wunderbares Erlebnis. Ich musste sie am Anfang viel motivieren und sie hat sich wahrscheinlich gewundert und sich immer wieder rückversichert ob sie es jetzt wirklich darf… Aber als sie den Mut gefasst hat, fand sie es klasse. Auch sie wollte. interessanterweise, ihre übliche Runde gehen, aber nicht strikt wie sonst auf dem Weg, sondern quer über die Wiese, durch Büsche, Sträucher und Schleichwege. Es war toll ihr dabei zuzusehen und spannend zu beobachten wie sie anfing die Richtung intensiv zu erschnüffeln (alle Wege Rückwärts gingen gleich, obwohl es ein leichtes gewesen wäre Abkürzungen zu nehmen um zum Ziel zu kommen 😉 ) und ihrer eigenen Spur zu folgen. Wie toll sie es fand, dass ich ihr einfach mal stumm folge und ihr das Selbstvertrauen dazu gegeben habe. Es war für uns beide ein tolle Erlebnis und ich werde diese Art öfter mal einbauen.

    Danke für die Anregung und deinen tollen Bericht 🙂
    Liebe Grüße Steffi und Cina

    • Reply
      Stephie von The Pell-Mell Pack
      17. November 2016 at 13:02

      Liebe Steffi,
      herzlichen Dank für deinen schönen Bericht.
      Die Idee des beim Spaziergang die Führung übernehmen ist von Nicole von Moe and Me. Das habe ich selbst erst durch diesen Artikel von ihr erfahren und auch erst danach umgesetzt. Ich fand es auch unglaublich spannend, wie nach kurzer Irritation Enki die Führung übernommen hat und wo der Weg längs ging. Es ist so eine schöne Form des Stolzes, wenn unser Liebling eigenständig etwas regelt. Genauso schön, wie zu merken, dass er in schwierigen Situationen dann doch wieder fragend zu einem schaut. Langsam kommen wir so meinem Traum vom Team näher.
      Herzliche Grüße
      Stephie mit Enki und Luna

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