Gesundheit Hund

Von Zipperlein bis Schmerz – Arthrose beim Hund

Arthrose beim Hund (2 von 4)Mit inzwischen 14 Jahren gibt es häufiger Schmerzmittel

In diesem Artikel erzähle ich Dir ein wenig über Behandlungsmöglichkeiten von Arthrose beim Hund. Dabei konzentriere ich mich auf das, was ich gut kann: Nahrugsergänzung, Homöopathie und Kräuter, die deinem Hund das Leben erleichtern.

Hier habe ich von Paulas Unfall berichtet. Infolge musste ihr mit nur 6 Monaten ein Oberschenkelkopf entfernt werden, sodass sie nur ein Hüftgelenk hat und das andere Bein durch Bänder und Muskeln hält. Dieses Bein ist nach der OP etwas kürzer als das andere. Sie war daher von klein auf so zu behandeln wie ein Hund mit HD (Hüftgelenksdysplasie). Wir mussten damit rechnen, dass sie im gesunden Hüftgelenk durch die Überlastung Arthrose entwickeln würde.

Du und ich – Pfote in Hand mit Paula

Durch den Schock des Unfalls hat Paula nicht nur von heute auf morgen ein paar graue Haare bekommen, auch die Wachstumsfuge in der Elle eines Vorderlaufs hat sich frühzeitig geschlossen. Da die Speiche jedoch weiterwuchs, verdrehte sich die Pfote und Paula lief schief. Mit einer weiteren OP wurde die Elle gebrochen und auf Abstand wieder genagelt. Nun konnte sie zwar wieder einigermaßen laufen, aber auch die Gelenke dieses Vorderlaufs waren prädestiniert für Arthrose.

HD und Arthrose beim Hund -- diese Mittel und Kräuter helfen | thepellmellpack.de
Paula mit sechs Jahren

Das war vor 13 Jahren und inzwischen hat Paula in diesen Gelenken tatsächlich Arthrose entwickelt. Sie läuft langsam und keine langen Strecken mehr, aber sie läuft noch. Und bis heute hatte sie ein schönes Leben voller Bewegung. Da ich in der letzten Zeit häufiger auf Paula angesprochen wurde und viele interessiert, was wir mit ihr gemacht haben, stelle ich Dir heute mal unsere persönliche Therapieliste zusammen. Paula hat das alles mehr oder weniger gut geholfen. Ich bin allerdings keine Tierärztin und kann Dir nicht sagen, ob das auch bei deinem Hund helfen wird.

Nahrungsergänzung bei HD & Arthrose

Von Beginn an habe ich versucht, Paula möglichst hochwertig zu ernähren. Gerade an ihrem Gangbild konnte ich recht schnell sehen, ob ein Futter nur teuer oder auch gut war. Ich achte darauf, dass Paula immer etwas Untergewicht hat, um die Gelenke nicht noch zusätzlich zu belasten. Vor knapp zwei Jahren habe ich auf Rohfütterung umgestellt und ich denke, das bekommt ihr sehr gut.

Natural Rearing von Juliette de Baïracli Levy

Außerdem hat sie noch verschiedene Mittelchen über das Futter bekommen, die für Arthrose beim Hund geeignet sind. Damit haben wir direkt angefangen als sie zu uns kam.

An Ölen bekommt sie Lachsöl, häufig abgewechselt mit Kokosnussöl. Beides ist für seine entzündungshemmende Wirkung bekannt.

Grünlippmuschel, ebenfalls entzündungshemmend und hilfreich beim Knorpelaufbau, bekommt sie fast immer über das Futter. Wenn eine Dose leer ist, pausiere ich ein bis zwei Monate, damit es über die Jahre nicht zu einem Gewöhnungseffekt kommt.

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Paula genießt die Sonne

Teufelskralle, die entzündungshemmend und schmerzstillend wirkt, bekommt sie als Kur, bei uns jeden Herbst und jedes Frühjahr. Allerdings steigert Teufelskralle auch den Appetit und für einen Labrador, der sowieso gefühlt immer zu wenig bekommt, ist das sehr schwer zu ertragen. Diese Kur habe ich häufig mit Methylsulfonylmethan (MSM) ergänzt, das ebenfalls entzündungshemmend und knorpelaufbauend wirkt.

Pflanzliche schmerzhemmende Präparate wie zum Beispiel Ingwer hat sie nicht gut vertragen. Die sind ihr schnell auf den Magen geschlagen. Deshalb habe ich auch recht früh auf Kombipräparate verzichtet und Einzelmittel gegeben. Das sollte allerdings eher die Ausnahme sein, die meisten Hunde vertragen Ingwer wohl sehr gut.

Bei Arthrose sollte außerdem auf eine gute Versorgung mit B-Vitaminen, Vitamin C und Selen geachtet werden. Bei uns gibt es das in Form von Bierhefetabletten, Hagebuttenpulver und gemahlenen Nüssen. Alles nicht täglich, aber schon mehrmals die Woche.

Seit ein paar Jahren kommt immer mehr die Behandlung mit Kollagen Hydrolysat für Arthrose beim Hund auf. Wir haben jetzt begonnen, Paula und Enki das zu geben und damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Wir können es langfristig geben und die Beweglichkeit verbessert sich noch weiter. Aber Achtung, gerade in den ersten Wochen kommt es vermehrt zu Blähungen. Besuch der Familie solltest Du also etwas verschieben.

Die Kategorie der Nahrungsergänzung finde ich persönlich am schwierigsten, weil es ein Versuch der Prophylaxe ist. Ob nun vor Erkrankung oder vor Fortschreiten der Erkrankung. Wenn man vorher nicht gerade gar nichts gemacht hat, wird man in den seltensten Fällen eine deutliche Verbesserung sehen. Ein Sieg ist hier: Keine Verschlechterung. Und das lässt sich für uns kaum beurteilen. Das machte für mich das Durchhalten schwierig. Die auf Dauer doch teuren Mittel nicht absetzen, weil das ja gar nichts bringt. Nach 12 Jahren kann ich rückblickend sagen, dass diese Nahrungsergänzungsmittel wohl viel gebracht haben, hatte Paula doch sehr schlechte Prognosen alt zu werden.

Kombipräparate oder Einzelmittel?

Ich setze bei den Nahrungsergänzungsmitteln nur Einzelpräparate ein. Ich suche mir das Mittel für das Gelenk aus, zum Beispiel Teufelskralle oder Grünlippmuschel, und gebe dann zusätzlich Vitamin C in Form von gemahlenen Hagebuttenschalen, B-Vitamine und Selen (jeweils Tabletten aus der Drogerie) Meist steht die Dosis auf der Verpackung oder du findest sie im Internet. Bei Präparaten für den Menschen rechne ich nach Kilogramm runter oder gebe die Menge, die für ein Kind empfohlen ist.
Wenn du dir unsicher bist, kann ein erfahrener Tierheilpraktiker helfen.
Du kannst auch Kombipräparate kaufen, aber meiner Beobachtung nach hilft viel nicht immer viel. Da sind dann ganz unterschiedlich Mittel drin und die insgesamt alle durch die Menge zu niedrig dosiert sind. Es ist ein wenig, wie grob mit der Gießkanne gießen.
Ähnlich schlechte Erfahrungen hat auch Nicole bei ihrem Hund Moe mit solchen Fertigpräparaten gemacht. Hier findest du ihren Bericht:  Im Dschungel der Nahrungsergänzungsmittel

Homöopathische Schmerztherapie bei Arthrose

Bis zu diesem Jahr sind wir weitestgehend ohne „echte“ Schmerzmittel ausgekommen.

Für Paula habe ich zwei homöopathische Einzelmittel immer da: Arnika in der D12 bei Überlastung. Wenn der schwarze Wirbelwind mal wieder nicht genug bekommen konnte.

Rhus tox in der C 200 wenn das abendliche Aufstehen aus dem Körbchen mal wieder sehr schwer fiel. Der Anlaufschmerz mit Besserung nach Bewegung ist sehr charakteristisch für Rhus tox und auch für Paula.

Seit circa ihrem achten Lebensjahr hat Paula ein bis zwei Schübe im Jahr. Am Anfang hat sie während der Schübe Zeel der Firma Heel bekommen. So lange der Schub anhielt plus eine zusätzliche Woche habe ich die Tabletten gegeben. Aber so ganz passte das Mittel nicht. Es nahm die Spitze, verkürzte den Schub jedoch nicht. Eine Verkürzung der schmerzhaften Zeit und eine bessere Beweglichkeit während dieser Phase erreichte bei uns Araniforce T der Firma Weber und Weber. Hier musst Du probieren, was deinem Hund gut hilft. Und denk auch daran, dass sich das im Laufe seines Hundelebens wieder ändern kann.

Schmerzmittel

Wenn es ihr richtig schlecht ging, bekam sie am Anfang Petadolex von mir. Ein pflanzliches Schmerzmittel, das meinem Mann und mir auch häufig hilft. Es ist vom Hersteller nicht für Arthrose beim Hund gedacht, enthält für den Hund aber keine schädlichen Substanzen.

Aber recht bald schwenkte ich um und habe immer Schmerzmittel im Haus. Zuerst Metacam, heute Previcox. Alle paar Jahre hatte sie mal Anfälle, wo sie vor Schmerzen wimmerte. Sie bekam dann sofort hochdosiert Schmerzmittel für ein paar Tage, um den Kreislauf einmal zu durchbrechen. Dieses Jahr hat sie häufiger Schmerzen und sie bekommt häufiger ihr Schmerzmittel. Mit den zusätzlichen Gebrechen des Alters möchte ich ihr so viel Schmerzfreiheit wie möglich gönnen. Trotzdem geben wir das Mittel nicht stupide als Dauermedikation, sondern nach Bedarf. Und zurzeit kommt sie schon wieder drei Wochen wunderbar ohne ein Mittel aus.

Wenn es jedoch irgendwann gar nicht mehr geht, darf sie gerne auch täglich den rosa Elefanten beim Fliegen zusehen.

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Mit inzwischen 14 Jahren gibt es häufiger Schmerzmittel

Bewegung, Massagen und Physiotherapie

Wir haben immer darauf geachtet, dass Paula sich viel bewegt. Gerade lange Spaziergänge und Schwimmen waren toll für sie. Sprünge und wildes Tollen mussten wir nicht einschränken, sie hat selbst gemerkt, dass das zu viel ist. Auch Übungen mit isometrischer Muskelspannung sind gut für sie. Gerade in der letzten Zeit, wo es mit dem Laufen nicht mehr so gut klappt.

Im Winter und nach vermehrter Beanspruchungen genießt sie Massagen und Rotlicht (außer im Schub, da natürlich nicht, da es die Entzündung fördern könnte). Sie liegt dann auch gerne in der Nähe des Ofens, am liebsten auf Schaffellen und nicht auf irgendwelchen Gesundheits-Chichi-Betten.

Paula hatte Glück, dass ich Osteopathin bin. Ich habe mir viele Bücher angeschafft, um vom Zwei- auf meinen Vierbeiner übertragen zu können und gerade nach einem Schub hat sie Behandlungen immer besonders nötig. Daher würde ich Dir empfehlen, mit einem Osteopathen oder einem Physiotherapeuten zusammenzuarbeiten.

Das ist in Kurzfassung unser Behandlungsschema für Paula der letzten Jahre.

Nun kommt Enki, der ähnlich wie Paula eine kaputte Hüfte hat und vermutlich auch Arthrose bekommen wird. Wir werden ihn im Prinzip wie Paula behandeln. Mit bisher einem Unterschied: Enki hat bereits jetzt schon Goldimplantate bekommen. Üblicherweise setzt man die zur Schmerzminderung, wir haben uns jedoch mit unserer Tierärztin entschieden, sie prophylaktisch zu setzen. Der Unterschied in den Bewegungsabläufen ist enorm. Enki läuft seitdem absolut rund und belastet beide Hinterläufe gleichmäßig. Daher empfinde ich das jetzt schon als Erfolg.

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Freie & unbeschwerte Beweglichkeit für Enki

Wir haben viel probiert, auch weit mehr, als hier Platz findet. Wenn Du Fragen hast, kannst Du Dich gerne bei mir melden. Ich verspreche Dir nicht, dass ich eine Antwort habe, aber ich denke gerne mit Dir darüber nach.

Wenn Du gute Erfahrungen mit einem hier nicht genannten Mittel oder einer Therapie gemacht hast, schreibe es gerne in die Kommentare. So lange es keine Werbung ist, freue ich mich sehr über Ergänzungen.

Goldimplantate beim Hund mit HD

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24 Comments

  • Das deckt sich sehr mit meinen Ansätzen… Ich gehe bei humantherapeutischen Aufgaben nicht viel anderes vor… Meine Hunde sind gesund und bekommen MSM, Glucosamin und etliche andere Supplemente rein prophylaktisch. Meine Hunde werden alle sehr alt, gesund alt…

  • Paula und natürlich auch Enki haben soviel Glück, bei dir gelandet zu sein! Ich hoffe und bin mir auch sicher, dass sich dieser riesengroße Aufwand, den diese Erkrankung leider erfordert, Erfolg hat.
    Liebe Grüße
    Carolin

    • Liebe Carolin,
      vielen Dank für deine schönen Worte.
      Bei Paula hat es sich schon gelohnt. 2003 hieß es vom Tierarzt, wenn sie noch 2-3 schöne Jahre hätte, wäre das ein Sieg. Das haben wir nun um einige Jahre getoppt. 😉
      Herzliche Grüße
      Stephie

  • Danke für die tollen Tipps. Mein Barsoi Gino ist jetzt 13 Jahre alt., für seine Rasse und Größe schon ein stattliches Alter. Im vergangenen Jahr konnte er fast nicht mehr alleine aufstehen, er hat mich immer gerufen und ich hab ihn am Becken hochgehoben. Gassigehen war eine Qual, max. 300 m mit Pausen auf dem Rückweg. Alles trotz Schmerztabletten, Nahrungsergänzungsmittel, BARF usw.
    Durch einen Tipp von einer Kollegin habe ich ihm ein Magnethalsband von bioflow pets besorgt und nach 2 Tagen war er fast wie „neu“. Es war unglaublich. Gino läuft wieder wie vorher, an guten Tagen tobt er schon mal kurz mit anderen Hunden.
    Natürlich ist er kein „Jungspund“ mehr, der 65 kmh läuft – aber es geht ihm altersbedingt wieder sehr gut. Und das komplett ohne Nebenwirkungen.
    Vielleicht hilft dieser Tipp auch einem anderen Hund gegen seine Schmerzen.
    Liebe Grüße an alle verantwortungsvollen Hundebesitzer
    Carol

    • Liebe Carola,
      vielen Dank für den Tipp. Das schaue ich mir an.
      Toll, dass es Gino wieder so gut geht. Hoffentlich hat er noch viel Zeit mit Spaß und Energie vor sich.
      Herzliche Grüße
      Stephie

  • Hallo, ich habe einen weißen Schäferhund im stattlichen Alter von 13 1/2. Mittlererweile hat er auch massive Probleme beim Laufen, vorallem mit den Hinterläufen. Vor knapp zwei Jahren begann ich ihn zu barfen, ging mit ihm zur Physiotherapie, was sehr viel gebracht hat. Er bekam Glucosamine, Msm, grünlippmuscheln, ne Kur aus zink und vit. B & Vitalpilze die er nochimmer bekommt. Ausserdem hab ich ihn noch Anabolika spritzen lassen. Kurzzeitig schien es auch etwas zu bewirken, bis ich merkte, dass er sich immer schwerer beim Laufen tut. Festzustellen war auch, dass Balou Entzündungen am Rücken hat, was ihm somit auch Schmerzen bereitet. Mir is ja klar dass ich nen doch noch rüstigen Senior habe, mache mir aber immer wieder bewusst dass ich ihn irhendwann gehen lassen muss.Ich hatte mit Balou wieder einen Termin bei der Physio, die mir sagte, dass BLUTEGEL helfen könnten und gab mir ne Tel.nr. nachdem ich ne Sendung im TV über Blutegel gesehen hab beschloss ich dies auch zu machen. Wir hatten jetzt 2 Sitzungen und ich bin sehr überrascht was diese kleinen Tierchen bewirken können!!!!! Der Entzündungsherd im Rücken hat sich spürbar verbessert, lange nicht mehr so warm wie vor dem Ansetzen!!!!!! Auch Balou scheint mir agiler zu sein, er zeigt mir seine Lebensfreude & es ist so schön mitanzusehen.😚 Mit der Behandlung sind wir noch nicht fertig, auch ist diese etwas gewöhnungsbedürftig, wg den Nachblutungen…….Aber ich sehe wie es meinem Hund geht und dies is so positiv.Allgemein kann ich sagen, dass ich froh bin kompetente Menschen getroffen zu haben, die mir andere Methoden und Versorgung neben Tierarzt nähergebracht haben. So geniesse ich unsere gemeinsame Zeit ☺

    • Liebe Steffi,
      toll, dass ihr mit der Blutegeltherapie so gute Ergebnisse erzielt. Gerade bei Entzündungen habe ich schon viel Gutes gehört.
      Ich wünsche Euch noch viel schöne gemeinsame Zeit!
      Herzliche Grüße
      Stephie

  • Mit Metacam verbinde ich leider sehr negative Erfahrungen. Mein erster Hund bekam das vom Tierarzt gegen Arthrose. Wir mussten halbjährlich zum Bluttest, weil das die Leber angreifen kann. 4 Wochen nach so einem Test, in dem alles in Ordnung war, brach Marco zusammen. Brachte ihn in die Tierklinik, er musste dort bleiben (Leberwerte nicht mehr messbar so hoch). Am Morgen der Schock, er hatte die Nacht nicht überlebt. Den folgenden Hunden gab ich vorbeugend Teufelskralle, damit habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht (gerade Marcos Tochter, die die Arthrose geerbt hatte, blieb damit schmerzfrei und brauchte dafür nie Tabletten).

    • Oh Gott, so ein Schock sitzt natürlich tief.
      Wie alle Schmerzmittel ist Metacam kein Zuckerschlecken. Viele Hunde reagieren ja auch mit einer starken Gastritis.
      Ich sehe das ähnlich, wie auch bei mir. Wenn die Schmerzen stark sind, ist eine Tablette in Ordnung. Schmerzmittel in Dauermedikation würde ich selbst erst nehmen, wenn das Leben ohne nicht mehr lebenswert ist und würde ich auch meinen Hunde nur am Ende geben.
      Wenn es darum geht, die letzte Zeit noch angenehm zu machen.
      Leider werden in meinen Augen Schmerzmittel bei Tieren wie auch bei Menschen viel zu oft als Dauermedikation verschrieben.

      Toll, dass Du auch so gute Erfahrungen mit Teufelskralle gemacht hast. Das ist wirklich ein schönes Kraut.
      Herzliche Grüße
      Stephie mit Enki und Luna

      • Marco war damals mein erster Hund und ich hatte dem Tierarzt voll vertraut. Heute bin ich da um einiges kritischer und würde auch im Ernstfall eine zweite Meinung einholen.
        Liebe Grüße
        Karin

  • Ja, leider sind auch Hunde nicht davor gefeit. Eine sehr unschöne, schmerzhafte Angelegenheit. Ich lese auch viel zum Thema, weil auch mein WauWau davon betroffen ist – leider. Zum Glück widmen sich die ein oder anderen Blogs auch solchen Themen, die Tier-Welt hat auch was dazu geschrieben. Meist findet man ja überwiegend „schöne“ Themen auf den Tier-Blogs, die aber wenns drauf ankommt einfach nicht hilfreich bei Problemen sind. Dafür einmal danke, ich komme gerne hier vorbei.

    Schöner, interessanter Blog, weiter so!

    • Hallo Larissa,

      vielen Dank für deine schöne Nachricht.
      Es freut mich, wenn dir mein Artikel vielleicht etwas helfen konnte.
      Und natürlich freue ich mich, wenn du wieder bei uns vorbei schaust.

      Alles Gute für dich und deine geplagte Fellnase.

      Herzliche Grüße
      Stephie

      • Hallo Stephie,

        danke für Deine Antwort.
        Ja, das hat er. Vielen herzlichen Dank für die Wünsche, heute gehts ihm den Umständen entsprechend gut – zumindest macht es den Anschein. Aber trotzdem, ich informiere mich weiter, es kommen ja leider auch wieder andere Tage.

        Liebe Grüße,
        Larissa

    • Hallo liebe Christina,

      vielen Dank für deine Nachricht. Das ist hier ja mein persönlicher Blog und kein Forum, daher kann zwangsläufig die Antwort auch nur von mir kommen. 😉
      Ich habe Erfahrungen mit Nahrungsergänzungsmitteln bei Arthrose. Was bei uns gut funktioniert hat, habe ich im oben stehenden Blogbeitrag zusammengestellt.
      Deinem Hund und Dir wünsche ich alles Gute und hoffe, dass ihr etwas findet, das euch das Leben mit der Arthrose erleichtert.

      Herzliche Grüße
      Stephie

  • Hallo,
    Vielen lieben Dank für deinen tollen Blog. Leider gehört meine kleine Nala offiziell seit zwei Tagen auch zu den Armen Mäuschen mit Arthrose. Ich bin noch ganz fertig, sie ist gerade mal 7 Jahre alt, kleiner Hund, nie übergewichtig oder sonst groß verletzt gewesen…. im Moment lese ich mich durch den wilden Dschungel an Berichten über Arthrose und muss sagen dass ich doch sehr verwirrt bin 😦 !
    Unser Tierarzt hat anhand von Röntgenbildern die Diagnose gestellt, will aber, damit er mir sagen kann was die Ursache ist, noch ein CT machen. Wir hoffen so einen Therapie Ansatz für Nala zu finden.

    Ich selbst habe mir jetzt mal Glucosamine, Teufelskralle, Gelatine, Grünlippmuschel und Weihrauch bestellt. Meinst du ich kann ihr das täglich 1x geben ? Oder produziere ich damit nur teures Pipi ?
    Der Doc selbst hat uns bis zum CT erst mal täglich Schmerzmittel plus Magenschutz verordnet.

    Vielen lieben Dank,
    Liebe Grüße Jasmin

    • Hallo Jasmin,
      ihr Armen, das ist bestimmt ein Schock.
      Hat sie denn Schmerzen?
      Ich bin ein Fan davon, Schmerzen tatsächlich mit Schmerzmitteln zu durchbrechen, sie dann aber nicht prophylaktisch, sondern nur im Schmerzfall zu geben. Wenn sie zum Beispiel einen Schub hatte oder sich vertreten hat.
      Glucosamine, Grünlippmuschel und Gelantine schützen den Knorpel und helfen ihr, die Schmierfähigkeit der Gelenke zu erhalten. Du kannst ihr die langfristig täglich geben, wobei ich bei Glucosamin am wenigsten das Gefühl hatte, dass es hilft und es die letzten Jahre nicht mehr gegeben habe. Statt Gelantine habe ich Kollagenhydrolysat gegeben und da es hydrolysiert besser verfügbar ist, würde ich dir das auch empfehlen, wenn die Gelatine alle ist. Das gibt es teuer als Collagile Dog und preiswert als Kollagenhydrolysat Pulver für den Menschen bei Amazon. Die Dosis kannst du auf der Collagile Dog Webseite abschauen. 😉
      Funfact: Mein Mann hat HD und nun Arthrose und er teilt sich das Kollagen mit den Hunden. Er berichtet von einer extremen Bewegungsverbesserung.
      All diese 3 Mittel wirken erst spät, es dauert 3-6 Monate. Kollagen macht in den ersten 1-2 Monaten Blähungen, manchmal auch Durchfall.

      Teufelskralle und Weihrauch wirken eher gegen die Symptome, wie zum Beispiel den Schmerz. Die bitte nur als Kur geben, da ein Gewöhnungeffekt eintritt. Zu Anfang kannst du zum Beispiel im Frühjahr 4-8 Wochen Teufelskralle geben, im Herbst 4-8 Wochen Weihrauch. In einigen Jahren kannst du dann (wenn es schlimmer geworden ist) abwechseln. 4 Wochen T., im Anschluss 4 Wochen W. usw.
      Achtung, Teufelskralle regt enorm den Appetit an. Ich gebe währendessen immer 3 Mahlzeiten statt 2 (bei gleicher Gesamttagesmenge) und zwischendurch auch Leckerchen, wie eine Banane, Möhre oder was sie mag.

      Ziel der naturheilkundlichen Behandlung ist Schmerzfreiheit so lange wie möglich. Also den Zeitpunkt der Dauermedikation mit Schmerzmitteln so lange wie möglich rauszuzögern, da die auf Dauer doch Magen und Nieren belasten.
      Heilen kannst du Nala leider nicht.

      Wichtig ist auch Bewegungstherapie. Wenn Physiotherapie und/oder Osteopathie zu teuer sind, kann ich das e-book von Doggy Fitness empfehlen. Das gibt es auf der HP doggyfitness.de oder für Kindle bei Amazon.

      Melde dich gerne, wenn du Fragen oder Sorgen hast.
      Du kannst mir auch an me@thepellmellpack.de schreiben.

      Alles Gute für Euch und herzliche Grüße
      Stephie

  • Hallo ihr Lieben 🙂

    Arthrose beim Hund ist so besch…en. Die Hunde tun mir so Leid. Sie wissen ja überhaupt gar nicht wieso sie
    Schmerzen haben. Meiner ist zum Glück noch verschont davon und hoffe auch dass er niemals Arthrose bekommt.

    ___________________
    Grüße Bianca
    Ort: München
    Website: http://arthrose-beim-hund.net/

  • Hallo Stephi, unser Digger ist jetzt 1Jahr und 8 Monate, ein Berner Sennen-Mastin del Pirineo-Mix und hat im Alter von 5 Monaten eine Knie-OP gehabt, bei der das Kreuzband entfernt werden musste, weil ein Knöchelchen daran klebte. Nun vor 6 Wochen die nächste OP – der Meniskus wurde komplett entfernt, weil er kaputt war und Digger Schmerzen hatte. Mit dieser Vorgeschichte wird er leider irgendwann ein Arthrose-Patient (ich hoffe, es dauert noch sehr sehr lange!) Ich habe mir Kollagen gekauft und gebe dies in Kombi mit Hagebuttenpulver nun täglich. Ab und zu bekommt er wie schon seit dem Welpenalter eine Kur Grünlippmuschelpulver. Ist das so ok? Oder schon zu viel?
    Im Moment läuft er noch nicht rund und ist noch nicht ausdauernd beim Spaziergang. Klar versuche ich ein Toben zu verhindern und auch soziale Kontakte zu anderen Hunden sind noch weitestgehend tabu, der er stets spielen und toben will. Aber er muss ja auch mal im gestreckten Galopp über die Wiese fegen dürfen.. dann humpelt er stärker und ich bekomme ein schlechtes Gewissen.
    Gibt es ein paar Übungen, die ich anwenden kann, damit der Kerl seiner Muskulatur aufbauen kann?
    Vielleicht hat du auch noch andere Tipps für mich…
    Ich danke dir schon mal :o)
    Viele sonnige Grüße
    Steffi

    • Liebe Steffi,

      nein, das ist eindeutig nicht zu viel. Du kannst ihm das Kollagenhydrolysat mit Hagebuttenpulver für Vitamin C dauerhaft geben. Und bis er mit den Einschränkungen zu leben gelernt hat und die Probleme im Knie gut kompensiert, würde ich sogar auch dauerhaft Grünlippmuschel geben. Da hat er viel drin, was er zum Aufbau braucht. Eine gute Ernährung ist wichtig – egal, ob nun BARF, Fertig-Barf oder ein gut hergestelltes Fertigfutter.
      Natürlich rennt ein Hund in dem Alter auch mal, das kannst Du nicht verhindern ohne ihm jegliche Lebensfreude zu nehmen. Ich würde mit dem Tierarzt reden und mir für solche Tage ein Schmerzmittel mitgeben lassen. Lieber dann einmal mit Tabletten den Schmerz unterbrechen. Du musst dann nur leider an den Folgetagen noch etwas mehr aufpassen. Weil, wenn ihm ja nichts weh tut… 😉
      Ansonsten hört sich das für mich so an, als ob ihm zum Aufbau Physiotherapie richtig gut tun würde. so kann er langsam aufbauen, lernen, mit der verändeten Stabilität (oder der eben noch nicht vorhanden) umzugehen. Ich weiß, Physiotherapie ist teuer. Wenn Dein Budget das nicht zulässt, würde ich als Mittelweg Martina von Doggy Fitness empfehlen. Und wenn auch ihre Onlinevariante das Budget zu sehr belastet, kauf Dir ihr Buch und versuche selbst Meisterin zu werden. 😉 Nur nie an die Belastungsgrenze gehen, immer schön sanft und langsam aufbauen. Das dauert…
      Und wo wir gerade bei teuer sind: Ich bin ja absolut begeistert von Enkis Goldimplantaten. Aber die kosten leider auch das, was wir sonst immer für unsere alten Gebrauchtwagen auf den Tisch legen.

      Für die Zukunft: Ich würde bei ihm immer darauf achten, dass er eher am Unter- als am Übergewicht kratzt. Und jedes Jahr schön eine Frühjahrskur mit Kräutern. Halte ihn von der Ernährung so fit wie möglich, dann hat sein Körper die besten Chancen, so lange wie möglich zu kompensieren.

      Melde Dich gerne, wenn Du einfach nur den Frust über die Ungerechtigkeit loswerden möchtest, dass ein so junger Hund nicht einfach nur sein Leben genießen darf. Oder auch, wenn Du Fragen hast. Du kannst mir auch gerne per Mail schreiben: me@thepellmellpack.de

      Herzliche Grüße
      Stephie

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